Le divan historique (deutsch: Das historische Sofa) ist eine Veranstaltungsreihe zur deutschen Zeitgeschichte. Sie findet viermal pro Jahr abwechselnd im Deutschen Historischen Institut Paris (DHI) und im Goethe-Institut Paris statt.

Geschichte und Konzept 2014 entschlossen sich das Goethe-Institut Paris, das DHI Paris,Jahresbericht des DHI Paris 2016/17 das UMR SIRICE (Paris 1, Paris IV, CNRS), die Université de Lorraine (CEGIL) und das CIERA (seit 2020) zu einem neuen Veranstaltungsformat, um einem französischen Publikum Neuerscheinungen und Forschungsdiskussionen zur deutschen Zeitgeschichte zu präsentieren. Gemeinsam mit dem Autor einer zeitgeschichtlichen Veröffentlichung diskutieren Corine Defrance, Ulrich Pfeil und ein wechselnder dritter Kommentator die Publikation, um ihren besonderen Stellenwert in der Forschungslandschaft zu definieren. Im Sinne der organisierenden Institutionen versteht sich dieses Veranstaltungsformat als Forum, um den Dialog zwischen unterschiedlichen Wissenschaftskulturen zu fördern und einen Beitrag zu einer international ausgerichteten Geschichtsschreibung zu leisten. Neben arrivierten Vertretern des Faches will das „Divan historique“ vor allem auch jungen Wissenschaftlern die Gelegenheit geben, die Ergebnisse ihrer Forschungen zu präsentieren.

Veranstaltungen 13. November 2014: Ulrich Herbert, Geschichte Deutschlands im 20. Jahrhundert, Kommentar: Christian Ingrao 31. März 2015: Karl Schlögel, Le Berlin russe, Kommentar: Catherine Goussef 11. Mai 2015: Heinrich August Winkler, Geschichte des Westens, Kommentar: Robert Frank 2. Juni 2015: Andreas Wirsching, Demokratie und Globalisierung. Europa seit 1989, Kommentar: Reiner Marcowitz 19. Oktober 2015: Leonie Treber, Mythos Trümmerfrauen, Kommentar: Patrick Farge 9. Mai 2016: Philipp Ther, Die neue Ordnung auf dem alten Kontinent. Eine Geschichte des neoliberalen Europa, Kommentar: Jakob Vogel 17. Oktober 2016: Andreas Rödder, 21.0: Eine kurze Geschichte der Gegenwart, Kommentar: Bettina Severin-Barboutie 21. November 2016: Gunter Hofmann, Helmut Schmidt – Soldat, Kanzler, Ikone, Kommentar: Hélène Miard-Delacroix 1. Dezember 2016: Maren Röger, Kriegsbeziehungen: Intimität, Gewalt und Prostitution im besetzten Polen 1939 bis 1945, Kommentar: Stefan Martens 9. Februar 2017: Martin Sabrow, Erich Honecker. Das Leben davor 1912–1945, Kommentar: Anne Kwaschik 3. April 2017: Kristina Meyer, Die SPD und die NS-Vergangenheit 1945–1990, Kommentar: Valérie Robert 25. September 2017: Anna Kaminsky, Frauen in der DDR, Kommentar: Anne-Laure Briatte 20. November 2017: Wolfgang Reinhard, Die Unterwerfung der Welt: Globalgeschichte der europäischen Expansion 1415–2015, Kommentar: Thomas Maissen 12. Februar 2018: Katrin Hammerstein, Gemeinsame Vergangenheit – getrennte Erinnerung? Der Nationalsozialismus in Gedächtnisdiskursen und Identitätskonstruktionen von Bundesrepublik Deutschland, DDR und Österreich, Kommentar: Dominique Trimbur 18. Juni 2018: Wilfried Loth, Fast eine Revolution. Der Mai 1968 in Frankreich, Kommentar: Caroline Moine 17. September 2018: Bodo Mrozek, Jugend – Pop – Kultur: Eine transnationale Geschichte, Kommentar: Florence Tamagne 19. November 2018: Eckart Conze, Geschichte der Sicherheit, Kommentar: Laurence Badel 25. März 2019: Gabriele Metzler, Der Staat der Historiker – Staatsvorstellungen deutscher Historiker seit 1945, Kommentar: Christophe Duhamelle 20. Mai 2019: Konrad Jarausch, Aus der Asche: Eine neue Geschichte Europas im 20. Jahrhundert, Kommentar: Yaman Kouli 7. Oktober 2019: Christiane Bürger, Deutsche Kolonialgeschichte(n). Der Genozid in Namibia und die Geschichtsschreibung der DDR und BRD, Kommentar: Jean-Louis Georget 25. November 2019: Stefanie Eisenhuth, Die Schutzmacht. Die Amerikaner in Berlin 1945–1994, Kommentar: Pascale Laborier 20. Januar 2020: Frank Bösch, Zeitenwende 1979. Als die Welt von heute begann, Kommentar: Laurence Badel 22. März 2021: Sonja Levsen, Autorität und Demokratie. Erziehung in Westdeutschland und Frankreich, 1945–1975, Kommentar: Jürgen Finger 11. Oktober 2021: Marie-Bénédicte Vincent und Matthias Waechter, Deutsch-französische Ländergeschichten 9. Mai 2022: Christiane Reinecke, Problemzonen im postkolonialen Frankreich und der Bundesrepublik, Kommentar: Fabien Jobard 30. Juni 2022: Karina Urbach, Das Buch Alice. Wie die Nazis das Kochbuch meiner Großmutter raubten, Kommentar: Agnieszka Wierzcholska 26. September 2022: Stephan Malinowski, Die Hohenzollern und die Nazis. Geschichte einer Kollaboration, Kommentar: Dominique Trimbur 30. Januar 2023: Peter Geimer, Die Farben der Vergangenheit. Wie Geschichte zu Bildern wird, Kommentar: Sabine Frommel 3. April 2023: Franziska Davies, Offene Wunden Osteuropas. Reisen zu Erinnerungsorten des Zweiten Weltkriegs, Kommentar: Masha Cerovic 5. Juni 2023: Stefan Creuzberger, Das deutsch-russische Jahrhundert. Geschichte einer besonderen Beziehung, Kommentar: Paul Gradvohl 15. Januar 2024: Alexandra Przyrembel, Im Bann des Bösen. Ilse Koch – ein Kapitel deutscher Gesellschaftsgeschichte 1933 bis 1970, Kommentar: Elissa Mailänder 5. Februar 2024: Winfried Nerdinger, Architektur in Deutschland im 20. Jahrhundert, Kommentar: Marie-Madeleine Ozdoba 3. Juni 2024: Jutta Braun, Wettkampf der Systeme. Sport im geteilten Deutschland, Kommentar: Ulrich Pfeil 16. September 2024: Uwe Wittstock, Marseille 1940: Die große Flucht der Literatur, Kommentar: Dorothea Bohnekamp 25. November 2024: Frank Bösch, Deals mit Diktatoren. Eine andere Geschichte der Bundesrepublik, Kommentar: Karine Ramondy 3. Februar 2025: Eckart Lohse, Die Täuschung. Angela Merkel und ihre Deutschen, Kommentar: Jeanette Süß 2. Juni 2025: Yvonne Robel, Viel Lärm um nichts. Eine Wahrnehmungsgeschichte des Nichtstuns in der Bundesrepublik, Kommentar: Christoph Streb 29. September 2025: Tatjana Tönsmeyer, Unter deutscher Besatzung. Europa 1939–1945, Kommentar: Jean-Luc Leleu 24. November 2025: Stephan Lehnstaedt, Der vergessene Widerstand. Jüdinnen und Juden im Kampf gegen den Holocaust, Kommentar: Simon Perego 16. Februar 2026: Norbert Frei, Konrad Adenauer. Kanzler nach der Katastrophe. Biographie, Kommentar: Marie-Bénédicte Vincent 23. März 2026: Elisabeth Kimmerle, Frauen in Bewegung. Politische Räume von Migrantinnen aus der Türkei in West-Berlin 1961–1989, Kommentar: Peter Hallama

Einzelnachweise

Kategorie:Erstveranstaltung 2014 Kategorie:Veranstaltung in Paris Kategorie:Veranstaltung (Geschichte) Kategorie:Veranstaltung (Kunst und Kultur)