Der Alberti-Bass (meist im Plural gebraucht: Alberti-Bässe auch Albertische Bässe oder Harfenbässe) ist eine spezielle Art der musikalischen Begleitung, die vor allem in der klassischen Musik Verwendung findet. Benannt ist der Alberti-Bass nach seinem Erfinder Domenico Alberti.Heinrich Christoph Koch: Musikalisches Lexikon. Frankfurt 1802, Sp. 128, .Ernst Ludwig Gerber: Historisch-Biographisches Lexicon der Tonkünstler, welches Nachrichten von dem Leben und Werken musikalischer Schriftsteller, berühmter Componisten, Sänger, Meister auf Instrumenten, Dilettanten, Orgel- und Instrumentenmacher, enthält. 1. Teil: A–M. Breitkopf, Leipzig 1790, Sp. 20 f., .
Es handelt sich um ein ausgeschriebenes Arpeggio, bei dem die einzelnen Töne der Akkorde nicht gleichzeitig, sondern nacheinander, typischerweise in der Reihenfolge „tiefster, höchster, mittlerer, höchster Ton“ erklingen. Die Abfolge der Töne ist dabei nicht strikt festgelegt und wurde von den Komponisten immer auch variiert. Dieses Muster wird im weiteren Verlauf des Musikstückes öfter wiederholt. Ein bekanntes Beispiel für einen Alberti-Bass ist der Anfang von Wolfgang Amadeus Mozarts Klaviersonate in C-Dur, KV 545:
Datei:Mozart k545 opening.png
In der Regel werden die Alberti-Bässe als Begleitfiguren in Werken für Tasteninstrumente verwendet und mit der linken, seltener mit der rechten Hand gespielt,Michael Mailer: . In: desig-n.de, abgerufen am 26. November 2016 allerdings findet man sie auch in Kompositionen für andere Instrumente, wie z. B. in Béla Bartóks 5. Streichquartett von 1934. Typische Lagen sind die kleine und die eingestrichene Oktave.
Literatur Walter Gerstenberg: Über Mozarts Klaviersatz. In: Archiv für Musikwissenschaft. 16, 1959, S. 108–119; . Guy A. Marco: The Alberti Bass before Alberti. In: The Music Review. 20, 1959, S. 93–103. Wilhelm Wörmann: Die Klaviersonate Domenico Albertis. In: Acta Musicologica. 27, 1955, S. 84–112, .
Einzelnachweise
Kategorie:Arrangement und Instrumentation