mini|220px|Seonammun Brücke zwischen Bigeumdo () und Dochodo ()
Dochodo () ist eine Insel im Landkreis Sinan-gun () der Besonderen Großstadt Jeonnam-Gwangju () im Südwesten von Südkorea.
Geographie Die Insel befindet sich rund 36 km westsüdwestlich von Mokpo () und rund 90 km südwestlich von Gwangju () und zählt zu den 827 Inseln, die vor der Südwestküste Südkoreas liegen. Nördlich von Dochodo befindet sich die durch eine rund 510 m breite Meerenge getrennte, aber durch eine Brücke verbundene Insel Bigeumdo (). Im Westen liegt die angrenzende Inseln, Anjwado (), rund 6 km entfernt und im Süden die Inselgruppe der Landgemeinde Haeumi-Myon (), mit den Inseln Daeyado (), Neungsando (), Kkaedo (), Haeuido (), um nur die Nächstliegenden zu nennen. Rund 8 km südwestlich ist noch die Insel Uido () zu finden.
Dochodo besitzt eine fast quadratische Form, mit einer Länge von rund 9 km in Ost-West-Richtung und eine maximale Breite von rund 8,9 km in Nord-Süd-Richtung. Mit den Bergen Keunsan, , Geumsungsan (), und Yongdangsan (), erhebt sich die Insel aus dem Meer empor. Etwas mehr als die Hälfte der Fläche der Insel besteht aus einem mit vielen Kanälen durchzogenem Flachland, das patchworkartig mit zahlreichen zwischen rund und maximal hohen, zum Teil steil ansteigenden Bergen unterbrochen ist.
Zu erreichen ist die Insel mit der Fähre von Mokpo aus, die am Fähranleger nahe Seonammun-Brücke (), die die beiden Inseln Bigeumdo und Dochodo verbindet, anlegt. Eine weitere Schiffsverbindung besteht über den Anleger im Südosten der Insel.
Verwaltungsstruktur Die Insel ist verwaltungstechnisch zusammen mit der bewohnten südwestliche liegenden Insel Uido () in der Landgemeinde Docho-myeon () organisiert, die zusammen mit den Landgemeinden der anderen Inseln der Region von dem Landkreis Sinan-gun, der zu Jeonnam-Gwangju gehört, verwaltet wird.
Geschichte Die Salzgewinnung durch das Verdunstung von Meerwasser unter Einwirkung von Sonne und Wind, wurde erstmals im Jahr 1946 auf der Nachbarinsel Bigeumdo praktiziert, als der Salzbauer Park Sam-man (), der während der Annexion Koreas durch Japan von den japanischen Besatzern zur Arbeit in den Salinen der Provinz Pyeongannam-do (, heute Nordkorea) zwangsrekrutiert wurde, nach der Befreiung Koreas 1945 zurück auf seine Heimatinsel kam, um dort mit der Salzgewinnung zu beginnen. Von dort aus entwickelte sich die Salzgewinnung in der Region und wird seit jenen Tagen auch in geeigneten Buchten von Dochodo praktiziert.
Wirtschaft Die Inselbewohner leben bevorzugt von der Landwirtschaft, die im Flachland zwischen den Bergen betrieben wird, und von der Meersalzgewinnung in den Salinen im Norden, Nordosten und Osten der Insel. Fischerei wird lediglich für den Eigenbedarf betrieben. Mehrere Wasserreservoirs, die auf der Insel am Fuße einiger Berge errichtet wurden, decken die Trinkwasser- und Nutzwasserversorgung der Insel ab.
Dadohaehaesang-Nationalpark Die vom Wattenmeer umgebene Insel Dochodo liegt inmitten des Dadohaehaesang-Nationalparks (), der unter anderem das gesamte Wattenmeer an der Südwestküste von Südkorea umfasst. Auch zählt die Insel zu dem von der UNESCO anerkannten Biosphärenreservat, Shinan Dadohae (), das Teile des Landkreises Sinan-gun umfasst.
Siehe auch Salinen von Sinan
Literatur
Einzelnachweise Koordinaten und Längenbestimmungen wurden zum Teil über Google Earth Pro Version 7.3.0.3832 am 14. November 2017 vorgenommen.
Kategorie:Geographie (Jeonnam-Gwangju) Kategorie:Insel (Südkorea) Kategorie:Insel (Asien) Kategorie:Insel (Gelbes Meer)