mini|hochkant|Siegel vom Klosterpropst Arnold 1302
Die Persönlichkeiten, Baumeister und Handwerker im Kloster Dobbertin machten das Kloster zum größten Wirtschaftsbetrieb Mecklenburgs. Eine Auswahl von bisher bekannten Persönlichkeiten, Beamten, Künstlern, Architekten, Baumeistern und Handwerkern, die in den letzten 800 Jahren im Dobbertiner Nonnenkloster, dem späteren Landeskloster und im Klosteramt tätig waren.Horst Alsleben: Zusammenstellung aller Persönlichkeiten des Klosters Dobbertin. Schwerin 2010–2013.
Geschichte in Zahlen 13. Jahrhundert 1227 Thedelin/Theodoricus, prepositus fratum Dobrotin, nach 1231 Propst im Kloster Rühn.MUB I. (1863) Nr. 463.LHAS 2.12-3/2 Klöster und Ritterorden, Dobbertin. Nr. 416 Liste von Pröpsten. 1243 Prepositus Olricus/Ulrich.MUB I. (1863) Nr. 417, 463, 523. 1256 Prepositus Volrad/Volrath.MUB I. (1863) Nr. 644. MUB II. (1864) Nr. 790, 923.LHAS 2.12-3/2 Klöster und Ritterorden, Dobbertin. Nr. 416 Liste von Pröpsten. 1277 Heinricus/Heinrich de Barse, vorher Kaplan im Kloster.parabolisches Siegel des Dobbertiner Propstes an der Urkunde vom 13. Juni 1288, MUB III. (1865) Nr. 1962, 1964.
14. Jahrhundert 1300 Johann, Prepositus in Dobertyn,Dietrich Schröder: Papistisches Mecklenburg, Drittes Alphabeth. 1741, S. 866, 875. mit Siegel.MUB IV. (1867) Nr. 2624. Eine Priorin Gertrud wurde erstmals auf einer Urkunde als Priorissa Gertrudes im Nonnenkloster erwähnt.Ernst Münch: Zur mittelalterlichen Geschichte von Kloster Dobbertin. 2012, S. 13. 1302 Klosterpropst Arnold/Arnoldus mit Siegel.MUB V. (1869) Nr. 2795, 2905, 2989. 1308 Johannes Stime war bis 1325 Cellar. 1309 Kaplan Tietmar/Dithmarus mit Siegel.MUB V. (1869) Nr. 3311, 3420. MUB VI. (1870) Nr. 3585, 3632, 3661. 1322 Prepositus Erdwin/Erdwanus.MUB VII. (1872) Nr. 4331, 4779, 4985. MUB IX. (1875) Nr. 6255.LHAS 2.12-3/2 Klöster und Ritterorden, Dobbertin. Nr. 416 Liste von Pröpsten. 1328 Johannes Rostock war in Dobbertin Schullehrer während der Amtszeit von Propst Erdwanus.MUB VII. (1872) Nr. 4985. 1329 Borchard/Burchard, Prepositus de Dobertn, war 1322 noch Domherr zu Lübeck.MUB VIII. (1873) Nr. 5052. 1331 Johannes wurde als Fürsorger des Krankenhauses genannt.MUB VIII. (1873) Nr. 5291. Der Lübecker Ludolf von Dale war 20 Jahre in der Patronatskirche zu Goldberg Pfarrer und vermachte in seinem Testament seine wertvollsten Bücher den Dobbertiner Nonnen.Horst Alsleben: Lübecker von Dale war einst Goldberger Pfarrer. SVZ Lübz–Goldberg–Plau, 3./4. Januar 2009.AHL, Hs 817, Lübecker Geschlechter A-E, S. 257. 1334 Prepositus Konrad/Conradus.MUB VII. (1872) Nr. 4621. 1336 Dietrich/Thydericus Vryl, Prepositus in Dobbertyn mit Siegel, kam als Priester von St. Marien zu Rostock, war später Kanoniker in Bützow.Dietrich Schröder: Papistisches Mecklenburg, Sechstes Alphabeth. 1741, S. 1245.MUB IX. (1875) Nr. 4625, 4851, 6191, MUB X. (1877) Nr. 6787, 7105. 1337 Hermann Steinweg war Küchenmeister. 1343 Johann Kuppentin war bis 1347 Küchenmeister.MUB X. (1877) Nr. 6787. Priorin war Adelheid von Plessen.Dietrich Schröder: Papistisches Mecklenburg, Sechstes Alphabeth, 1741, S. 1253. 1350 Prepositus Ekhardt/Eghardius mit Siegel.MUB X. (1877) Nr. 7105, MUB XIII. (1884) Nr. 7498. 1360 Gerhard/Gerhardus von Bengerstorp war bis 1342 Prior in Doberan, kam nach Dobbertin und war von 1381 bis 1387 Propst zu Güstrow.MUB XVI. (1893) Nr. 9634, MUB XX. (1900) Nr. 11304.Dietrich Schröder: Papistisches Mecklenburg. I./II. Wismar 1774. 1362 Prepositus Odberto/Odbertius.MUB XV. (1890) Nr. 9109. 1365 Das Nonnenkloster Dobbertin bat wegen der Verwüstung seiner Güter und des Verfalls seiner Gebäude den Rat von Lübeck wiederholt um Unterstützung.MUB XV. (1890) Nr. 9429. Priorissa war bis 1382 Oda.MUB XVI. (1893) Nr. 9634. 1368 Kaplan Bartholdus von Wanzenberg war 1371 im Auftrag der avignonesischen Kurie tätig.MUB XVI. (1893) Nr. 9732, 9733, MUB XVIII. (1897) Nr. 10162. mini|hochkant|Grabplatte für den Mühlenbauer Hinrik Glove von 1371 im südlichen Kreuzgang (2017) 1371 Der Mollen (Mühlen) Bauer Bruder Hinricus schenkte sein Haus samt Besitz in Dobbertin den Nonnen im Kloster. Seine Grabplatte von 1371 steht heute noch im südlichen Kreuzgang des Klosters.MUB XVIII. (1897) Nr. 10142.Christine Magin, Jürgen Herold, Marion Grether: Die Inschriften auf den Grabplatten im Kloster Dobbertin. 2012, S. 156, 157.Friedrich Lisch: Alte Leichensteine der Kirche zu Dobbertin. In: MJB XXVII (1862) S. 237, 238.Horst Alsleben: Mühlenbauer im Nonnenkloster. SVZ, Mecklenburg-Magazin, 8. Februar 2019. 1382 Präpositus Nicolaus Mezstorp war vorher Stiftskanoniker in Güstrow. Seine Grabplatte von 1471 steht heute noch im südlichen Kreuzgang.LHAS 1.5-4/3 Urkunden Kloster Dobbertin. Regesten Nr. 81, 82, 86, 87.Christine Magin, Jürgen Herold, Marion Grether: Die Inschriften auf den Grabplatten im Kloster Dobbertin. 2012, S. 162–163. 1387 Bernhard Holle, Beichtvater der Klosterfrauen von Dobbertin. Seine bei bauarchäologischen Grabungen 2001 im Klosterinnenhof gefundene Grabplatte steht im Durchgang neben dem Refektorium.Christine Magin, Jürgen Herold, Marion Grether: Die Inschriften auf den Grabplatten im Kloster Dobbertin. 2012, S. 158–159.Jürgen Demski: Historische Grabplatten entdeckt. SVZ, Lübz–Goldberg-Plau, 17./18. November 2001.MUB II. (1864) Nr. 1382, MUB XX. (1900) Nr. 11732, 11393, MUB XXI. (1903) Nr. 11894. 1392 Priorin im Nonnenkloster war bis 1402 Rixa von Werle, Tochter Herzogs Johan III. von Werle-Goldberg, sie war seit 1378 als Nonne im Kloster Dobbertin.Ernst Münch: Zur mittelalterlichen Geschichte von Kloster Dobbertin. 2012, S. 12–15.
15. Jahrhundert 1409 Priorin im Nonnenkloster war bis 1428 Adelheid von Weltzien aus Alt Sammit. 1418 Nicolaus Scharbow war 1408 noch Kanonikus in Güstrow.LHAS 1.5-4/3 Urkunden Kloster Dobbertin. Regesten Nr. 95, 105. 1425 Prepositus Hinrich Voss/Hinrico Vos.LHAS 1.5-4/3 Urkunden Kloster Dobbertin. Regesten Nr. 110.Friedrich Schröder: Papistisches Mecklenburg, Neuntes Alphabeth. 1741, S. 1883. 1430 Die in Eiche geschnitzten sich im Güstrower Museum befindenden drei Jünger Johannes, Jakobus und Petrus einer Ölberg-Gruppe aus der Klosterkirche werden einer Rostocker Werkstatt zugeordnet.Kristina Hegener: Aus Mecklenburgs Kirchen und Klöstern. 2015, S. 67, 68. 1435 Mathias von Weltzien war bis 1443 Propst in Dobbertin, vorher in Güstrow.LHAS 1.5-4/3 Urkunden Kloster Dobbertin. Regesten Nr. 114 Urkunde mit Propstsiegel, Nr. 115, 661.Ernst Münch: Dobbertin, Kloster S. Maria, S. Johannes Evangelist (Ordo Sancti Benedicti/Benediktinerinnen). In: Mecklenburgisches Klosterbuch, Band 1, 2014, S. 187. 1437 Administrator Waldemar von Moltke. 1441 Henning Warborch als Küchenmeister.LHAS 1.5-4/3 Urkunden Kloster Dobbertin. Regesten Nr. 119. 1446 Peter Kassow/Petrus Cassow, Beichtvater der Jungfrauen, Vikar am St. Jacobi-Altar in der Klosterkirche.LHAS 1.5-4/3 Urkunden Kloster Dobbertin. Regesten Nr. 152, 163–167, 169, 170, 172, 179. 1448 Priorin war bis 1466 Ermegard von Oldenburg.LHAS 1.5-4/3 Urkunden Kloster Dobbertin. Regesten Nr. 142, 145. 1450 Kopf eines Grabchristus und Vesperbild, in Eiche geschnitzt,Kristina Hegener: Aus Mecklenburgs Kirchen und Klöstern. 2015, S. 91–93. die Werkstatt unbekannt.LHAS 1.5-4/3 Urkunden Kloster Dobbertin. Regesten Nr. 157. 1456 Magister Nicolaus Behringher/Beryngher war auch Abgesandter des mecklenburgischen Herzogs in Lübeck, ab 1460 in Güstrow zu finden. 1470 Hl. Anna Selbdritt, in Eiche geschnitzt, die Werkstatt ist unbekannt.Kristina Hegener: Aus Mecklenburgs Kirchen und Klöstern. 2015, S. 98, 99. 1476 Präpositus Helmhold von Flotow / Helmold Vlotowen.LHAS 1.5-4/3 Urkunden Kloster Dobbertin. Regesten Nr. 181, 182. 1480 Barthold Moller war bis 1485 Propst im Nonnenkloster, 1529 Theologieprofessor und Rektor an der Universität Rostock.Dietrich Schröder: Papistisches Mecklenburg. Bd. II. 1741, S. 2310.Ernst Münch: Dobbertin, Kloster. In: Mecklenburgisches Klosterbuch. Bd. 1, 2014, S. 187. 1489 Johannes von Thun war von 1486 bis 1488 Propst im Kloster Rehna, danach bis 1504 Propst im Nonnenkloster, von 1498 bis 1499 noch Dekan der Kollegiatstiftkirche zu Güstrow und bis 1506 als Johannes III. Bischof zu Schwerin.LHAS 1.5-4/3 Urkunden Kloster Dobbertin. Regesten Nr. 194, 196.Friedrich von Meyeen: Ein Rechnungsbuch vom Kloster Dobbertin. In: MJB 59 (1894) S. 179.Horst Alsleben: Verwirrungen und Wahlbetrug. SVZ, Mecklenburg-Magazin, 20. Juli 2018. 1491 Actuarius Procurator Joachim Stoißlos.Procuratori nach Clandrinschen Briefen. 14998 Priorin im Nonnenkloster war bis 1508 Sophie von Wangelin.Dänisches Reichsarchiv-Mecklenburgica-Schwerin Stifts Archiv, Kloster Dobbertin Nr. 51.
16. Jahrhundert 1501 Küchenmeister Johannes Graetzen. 1508 Priorin im Nonnenkloster war bis 1522 Anna von Detzin/Dessin. 1510 Johannes van Horn wurde durch den Konvent zum Propst gewählt, aber nicht bestätigt.LHAS 2.12-3/2 Klöster und Ritterorden. Dobbertin. Nr. 3 Propst. 1511 Magister Bruno Bruns war Kaplan.LHAS 2.12-3/4 Kirchen und Schulen. Specialia, Sign. 2001. 1523 Der Dobbertiner Propst Heinrich Moller gehörte zum Prälatenstand bei der Unterzeichnung der Urkunde über die Union der Landstände 1523 in Rostock.Ernst Münch: Zur mittelalterlichen Geschichte von Kloster Dobertin. 2012, S. 14. 1524 Propst Michael PawliHorst Alsleben: Zusammenstellung aller Persönlichkeiten des Klosters Dobbertin. Schwerin 2010–2013. musste Hopfen und Malz kaufen, um auf Johannis die Mauersleute zu löhnen. 1531 Propst Henning von Pentz, danach bis 1550 Propst im Kloster Sonnenkamp.Franz Schildt: Das Bistum Schwerin in der evangelischen Zeit. MJB 49 (1884) S. 159–162. Priorin war bis 1549 Catharina von Oertzen. 1539 Beichtvater Nicolaus Hermanni, danach Pfarrer in Goldberg.LHAS 1.5-4/3 Urkunden Kloster Dobbertin. Regesten Nr. 216–218. 1550 Amtsverweser Joachim von Kleinow war ab 1553 Amtsmann.LHAS 9.1-2 Reichskammergericht. Nr. 83, 402, 535. Propst Andreas Eberlein wurde schon 1525 erwähnt und bei der Kirchenvisitation eingeschätzt: er sei ein bose Predicante, ein ungeschickter Mensch, im Examen allzeit übel bestand, fast alt und unfleißig.Johann Peter Wurm: Der dullen Nonnen Krich. 2012, S. 26–27.Friedrich Lisch: Die Reformation des Klosters Dobbertin. MJB 22 (1857) S. 115. 1547 Mit Beginn der Reformation in Mecklenburg wollte Catharina von Oertzen ihr schweres Amt als Priorin niederlegen, sie starb am 6. April 1549 noch im katholischen Kloster. 1552 Schäferknecht Henning Brest. 1556 Herzog Ulrich von Mecklenburg war im Nonnenkloster Dobbertin, um dort die abgotterey bei den Nunnen abzuschaffen. 1557 erster Klosterhauptmann wurde Jürgen Georg von Below auf Kargow als Hofmarschall und Hofrat beim Herzog Ulrich in Güstrow.LHAS 1.5-4/3 Urkunden Kloster Dobbertin. Regesten, Nr. 222, 225, 228, 231.LHAS 2.12-2/4 Regierungskollegien und Gerichte. Nr. 1070. Johannes Graetzen war Küchenmeister. Priorin im Nonnenkloster war bis 1569 Elisabeth von Hobe, die mit ihren 30 Nonnen die Klostervisitationen während der Reformation zu ertragen hatte.Johann Peter Wurm: Die Reformation des Benediktinerinnenklosters Dobbertin 1557–1578. 2012, S. 27–32.Friedrich Lisch: Die Reformation des Klosters Dobbertin. MJB 22 (1857), S. 133–136, Anhang 9, S. 166–170. 1562 Kaplan Michael Sudecow.LHAS 2.12-3/2 Klöster und Ritterorden. Dobbertin Nr. 50 Kaplan Sudecow. Sandpropst Joachim Thomas in Röbel. Klosterhauptmann war Joachim von Kleinow.LHAS 2.12-3/2 Klöster und Ritterorden. Dobbertin, Nr. 16. Joachim von Kleinow wurde am 15. Mai 1562 zum Klosterhauptmann bestallt. 1568 Amtsverwalter Hans Göden.LHAS 2.12-2/4 Regierungskollegien und Gerichte. Nr. 1070.