Johann Friedrich Ardin (* um 1680, möglicherweise in Genf; † um 1720) war ein Miniaturmaler, der zu Beginn des 18. Jahrhunderts am Hofe Johann Wilhelms von der Pfalz in Düsseldorf wirkte.

Leben mini|Miniaturbildnis des Kurfürsten Johann Wilhelm von der Pfalz, 1712, Museum Kunstpalast Am kurpfälzischen Hof Johann Wilhelms in Düsseldorf gab es sechs Miniaturmaler, von denen zwei ihre Miniaturen auf Kupfer in Emaille schmolzen. Diese zwei waren Ardin, dessen Herkunft in der Schweiz vermutet wird,Renate Eikelmann, Ingolf Bauer (Hrsg.): Das Bayerische Nationalmuseum 1855–2005. 150 Jahre Sammeln, Forschen, Ausstellen. Hirmer Verlag, München 2007, ISBN 978-3777428857, S. 278. und Peter Boy.Karl Leopold Strauven: Ueber künstlerischen Leben und Wirken in Düsseldorf bis zur Düsseldorfer Maler-Schule unter Direktor Schadow. Düsseldorf 1862, S. 24 (Google Books). Für den Kurfürsten, der ihn zum Hofmaler ernannte, schuf Ardin eine Vielzahl von Miniaturporträts, vorzugsweise Bildnisse der kurfürstlichen Familie und ihr nahe stehender Angehöriger des europäischen Hochadels.

Das Bayerische Nationalmuseum, das über das Haus Wittelsbach in den Besitz des kurfürstlichen Nachlasses gelangte, verfügt allein über 21 dieser Miniaturen, darunter Porträts des Großherzogs Cosimo III. de’ Medici, des Großprinzen Ferdinando und dessen Schwester Anna Maria Luisa de’ Medici.

Literatur Theodor Levin: Beiträge zur Geschichte der Kunstbestrebungen in dem Hause Pfalz-Neuburg. Teil III: Johann Wilhelm. In: Beiträge zur Geschichte des Niederrheins. Band 23 (1910), S. 28.

Weblinks

Johann Friedrich Ardin, Datenblatt im Portal rkd.nl (Rijksbureau voor Kunsthistorische Documentatie) Ardin, Johann Friedrich, Trefferliste in der Objektdatenbank des Bayerischen Nationalmuseums Johann Friedrich Ardin, Auktionsresultate im Portal artnet.de

Einzelnachweise

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