Die Playoffs um den Stanley Cup des Jahres 1978 begannen am 11. April 1978 und endeten am 25. Mai 1978 mit dem 4:2-Sieg der Canadiens de Montréal über die Boston Bruins. Die Canadiens errangen somit ihren dritten Stanley Cup in Folge sowie den insgesamt 21. ihrer Franchise-Geschichte. Zudem stellten sie in Larry Robinson den mit der Conn Smythe Trophy ausgezeichneten Most Valuable Player dieser post-season, der gemeinsam mit Guy Lafleur die Scorerliste der Playoffs anführte. Für die Bruins hingegen, die bereits im Vorjahr im Endspiel an den Canadiens gescheitert waren (0:4), war es die dritte Finalniederlage in Folge. Ferner markierte das Aufeinandertreffen beider Teams die erste direkte Neuauflage einer Finalserie seit 1969 (Montréal gegen St. Louis), während dies bereits sechs Jahre später erneut passieren sollte (1984: Edmonton gegen New York).
Während die Detroit Red Wings zum ersten Mal nach sieben Jahren wieder die Playoffs erreichten, baute das Franchise der California Golden Seals/Cleveland Barons seine Negativserie auf acht Saisons ohne Teilnahme an der post-season aus und egalisierte somit den derzeitigen NHL-Rekord der Boston Bruins (1960 bis 1967 ohne Playoff-Teilnahme).
Modus Die zwölf für die Playoffs qualifizierten Teams wurden entsprechend ihrer Leistung in der regulären Saison (meiste Punkte; bei Gleichstand meiste Siege) auf der Setzliste platziert. Dabei waren allerdings die vier Divisionssieger per Freilos für das Viertelfinale gesetzt, während die übrigen acht Teilnehmer eine Vorrunde ausspielten. In allen Runden wurden die Paarungen durch die Setzliste bestimmt, so traf jeweils die am höchsten gesetzte auf die am niedrigsten gesetzte Mannschaft, die Nummer zwei auf das vorletzte Team usw.
Die Serien der Vorrunde wurden im Best-of-Three-, die Serien aller folgenden Runden im Best-of-Seven-Modus ausgespielt, das heißt, dass ein Team ab dem Viertelfinale vier Siege zum Weiterkommen benötigte; in der ersten Runde nur zwei. Das höher gesetzte Team hatte dabei – ab der zweiten Runde – in den ersten beiden Spielen Heimrecht, die nächsten beiden das gegnerische Team. Sollte bis dahin kein Sieger aus der Runde hervorgegangen sein, wechselte das Heimrecht von Spiel zu Spiel. So hatte die höher gesetzte Mannschaft in den Spielen 1, 2, 5 und 7, also vier der maximal sieben Spiele, einen Heimvorteil. In der Vorrunde wechselte das Heimrecht dagegen von Spiel zu Spiel.
Bei Spielen, die nach der regulären Spielzeit von 60 Minuten unentschieden blieben, folgte die Overtime. Sie endete durch das erste erzielte Tor (Sudden Death).
Qualifizierte Teams (1) (2) (3) (4) (5) (6) (7) (8) (9) (10) (11) (12) Legende:
Playoff-Baum
Vorrunde (4) Philadelphia Flyers – (12) Colorado Rockies
(5) Buffalo Sabres – (11) New York Rangers
(6) Toronto Maple Leafs – (10) Los Angeles Kings
(7) Atlanta Flames – (9) Detroit Red Wings
Viertelfinale (1) Canadiens de Montréal – (9) Detroit Red Wings
(2) Boston Bruins – (8) Chicago Black Hawks
(3) New York Islanders – (6) Toronto Maple Leafs
(4) Philadelphia Flyers – (5) Buffalo Sabres
Halbfinale (1) Canadiens de Montréal – (6) Toronto Maple Leafs
(2) Boston Bruins – (4) Philadelphia Flyers
Stanley-Cup-Finale (1) Canadiens de Montréal – (2) Boston Bruins
Stanley-Cup-Sieger Stanley-Cup-Sieger 100px|Logo der Montréal Canadiens Canadiens de MontréalTorhüter: Ken Dryden, Michel Larocque
Verteidiger: Pierre Bouchard, Rick Chartraw, Brian Engblom, Guy Lapointe, Gilles Lupien, Bill Nyrop, Larry Robinson, Serge Savard
Angreifer: Yvan Cournoyer (C), Bob Gainey, Réjean Houle, Doug Jarvis, Guy Lafleur, Yvon Lambert, Pierre Larouche, Jacques Lemaire, Pierre Mondou, Doug Risebrough, Steve Shutt, Mario Tremblay, Murray Wilson Cheftrainer: Scotty Bowman General Manager: Sam Pollock
Beste Scorer Abkürzungen: GP = Spiele, G = Tore, A = Assists, Pts = Punkte, +/− = Plus/Minus, PIM = Strafminuten; Fett: Bestwert Spieler Team GP G A Pts +/− PIM Guy Lafleur Montréal 15 10 11 21 +10 16 Larry Robinson Montréal 15 4 17 21 +21 6 Brad Park Boston 15 9 11 20 +13 14 Peter McNab Boston 15 8 11 19 +7 2 Steve Shutt Montréal 15 9 8 17 +9 20 Rick MacLeish Philadelphia 12 7 9 16 +1 4 Ian Turnbull Toronto 13 6 10 16 +3 10 Bobby Schmautz Boston 15 7 8 15 +3 11 Terry O’Reilly Boston 15 5 10 15 +11 40 Jacques Lemaire Montréal 15 6 8 14 +13 10 Serge Savard von den Canadiens de Montréal erreichte ebenfalls eine Plus/Minus-Statistik von +21.
Beste Torhüter Die kombinierte Tabelle zeigt die jeweils drei besten Torhüter in den Kategorien Gegentorschnitt und Fangquote sowie die jeweils Führenden in den Kategorien Shutouts und Siege.
Abkürzungen: GP = Spiele, Min = Eiszeit (in Minuten), W = Siege, L = Niederlagen, GA = Gegentore, SO = Shutouts, Sv% = gehaltene Schüsse (in %), GAA = Gegentorschnitt; Fett: Bestwert; Sortiert nach Gegentorschnitt. Erfasst werden nur Torhüter mit 180 absolvierten Spielminuten. Spieler Team GP Min W L GA SO Sv% GAA Ken Dryden Montréal 15 917:55 12 3 29 2 92,0 1,90 Ron Grahame Boston 4 201:50 2 1 15 0 89,4 2,08 Glenn Resch NY Islanders 7 384:49 3 4 15 0 91,4 2,34 Mike Palmateer Toronto 13 793:00 6 7 32 2 91,9 2,42
Weblinks Stanley-Cup-Playoffs 1978. hockey-reference.com Alle Boxscores der Playoffs. (PDF; 907 kB) bigmouthsports.com
#1978 Kategorie:Eishockeyveranstaltung 1978