miniatur|Alina Janowska (2010) bei einer Gedenkveranstaltung zum Warschauer Aufstand Alina Maria Janowska-Zabłocka (* 16. April 1923 in Warschau; † 13. November 2017 ebenda) war eine polnische Schauspielerin.
Leben Alina Maria Janowska wurde 1923 in eine reiche Warschauer Familie hineingeboren. Sie wurde während der deutschen Besatzung am 23. April 1942 festgenommen, weil sie mit dem Untergrund kollaboriert und einer jüdischen Familie geholfen haben soll. Sie wurde sieben Monate in Pawiak inhaftiert. Sie debütierte 1943 am Theater.
1944 nahm sie aktiv am Warschauer Aufstand teil. Sie war Verbindungsoffizierin zum Battalion Kiliński.
Nach dem Krieg ließ sie sich in Łódź nieder. Sie gab Tanzunterricht und trat in den Theatern Żołnierza und Syrena auf. 1947 trat sie am Teatr Nowy auf, von 1947 bis 1952 im Teatr Wojska Polskiego. Von 1952 bis 1955 und 1960 bis 1965 gehörte sie erneut zum Ensemble vom Teatr Syrena, von 1956 bis 1960 war sie am Teatr Buffo beschäftigt, wo sie auch Regisseurin und Choreografin war. Von 1962 bis 1964 lehrte sie an der Musik-Hochschule in Warschau, die heute als Uniwersytet Muzyczny Fryderyka Chopina bekannt ist. Von 1966 bis 1981 hatte sie eine Anstellung an der Teatr Komedia w Warszawie.
Bekannt wurde sie als Schauspielerin in den ersten Nachkriegsfilmen Polens. Ihr Debüt gab sie mit einer Rolle im Film Zakazane piosenki unter der Regie von Leonard Buczkowski. Sie spielte in Die letzte Etappe mit, der bereits 1948 das Schicksal der Juden im KZ Auschwitz thematisierte. In der Fernsehserie Wojna domowa bekleidete sie eine tragende Rolle. Ihre letzten bekannten Rollen war als Eleonara Gabriel in der Seifenoper Złotopolscy von 1997 bis 2010 und der Seifenoper Plebania von 2010 bis 2011.
Privatleben Alina Janowska war mit dem Fechter Wojciech Zabłocki in zweiter Ehe verheiratet. Das Paar selbst hatte zwei Kinder, die brachte in die Ehe eine Tochter aus ihrer ersten Ehe mit Andrzej Borecki, einem bildenden Künstler, mit. Janowska starb am 13. November 2017 an den Folgen einer Alzheimer-Erkrankung.
mini|Alina Janowska (September 1946) Filmografie (Auswahl) 1946: Zakazane piosenki – Regie: Leonard Buczkowski 1947: Die letzte Etappe (Ostatni etap) – Regie: Wanda Jakubowska 1948: Der Schatz (Skarb) – Regie: Leonard Buczkowski 1948: Ślepy tor – Regie: Bořivoj Zeman 1949: Die Teufelsschlucht (Czarci żleb) – Regie: Tadeusz Kański 1961: Samson – Regie: Andrzej Wajda 1961: Vergangenheit (Czas przeszły) – Regie: Leonard Buczkowski 1963: Backfisch (Smarkula) – Regie: Leonard Buczkowski 1965–1966: Wojna domowa (Fernsehserie) – Regie: Jerzy Gruza 1967: Eheberatung (Poradnik matrymonialny) 1968: Sekunden entscheiden (Stawka większa niż życie) (Fernsehserie) 1971: Der Specht (Dzięcioł) – Regie: Jerzy Gruza 1972: Podróż za jeden uśmiech 1976: Die Moral der Frau Dulska (Dulscy) 1985: Oh, Karol! (Och, Karol) 1991: V. I. P. – Regie: Juliusz Machulski 1991: Rozmowy kontrolowane 1997–2010: Złotopolscy (Fernsehserie) 2001: Wszyscy święci 2008: Niezawodny system 2010: Ostatnia akcja 2010–2011: Plebania (Fernsehserie)
Weblinks
Alina Janowska auf Filmpolski.pl
Einzelnachweise
Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Darstellender Künstler (Warschau) Kategorie:Person im Warschauer Aufstand (Polen) Kategorie:Träger der Gloria-Artis-Medaille für kulturelle Verdienste Kategorie:Pole Kategorie:Geboren 1923 Kategorie:Gestorben 2017 Kategorie:Frau Kategorie:Hochschullehrer (Fryderyk-Chopin-Universität für Musik Warschau)