Das Naturschutzgebiet Riedbachaue erstreckt sich westlich der Stadt Leichlingen (Rheinland). Es reicht bis an die Bundesautobahn 3. Nördlich grenzt es an die Immigrather Straße. Südlich liegt die Grenze im Bereich der Straße Am Förstchens Busch. Es wird durchflossen vom Galkhauser Bach, der hier Riedbach genannt wird.Karte Naturschutzgebiet Riedbachaue auf openstreetmap.org| RBK: Landschaftsplan Nr. 1 (Untere Wupper) (2004) f. Burscheid/Leichlingen, 2.1- 8 Naturschutzgebiet Riedbachaue, S. 67–69 Das Naturschutzgebiet ist Bestandteil der Bergischen Heideterrasse.
Beschreibung Es handelt sich um Wiesen und Weiden mit unterschiedlicher Standortfeuchte. Die Grünlandflächen sind durchzogen von Feuchtgräben, die von Hochstaudenfluren oder Riedgras umsäumt sind. Dazwischen gibt es strukturreiche Gehölzbestände, wie zum Beispiel Feldgehölze, Hecken, Baumreihen und landschaftsprägende Einzelbäume. Im südlichen Bereich gibt es ältere Bestände eines Auwalds. Das Gebiet steht in räumlicher Nähe zum südlich gelegenen Naturschutzgebiet Grünland- und Waldflächen bei Rothenberg, sowie dem westlich der BAB gelegenen NSG Further Moor und hat damit herausragende Bedeutung im Biotopverbund.
Bei Kartierungen des Gebietes wurden u. a. folgende z. T. lt. Roter Liste (RL mit Einstufung) seltene und besonders schützenswerte Pflanzenarten gefunden: Braun-Segge (Carex nigra) (RL 3), Kuckucks-Lichtnelke (Lychnis flos-cuculi), Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris) (RL 3), Sumpf-Schafgarbe (Achillea ptarmica) (RL V), Sumpf-Schwertlilie (Iris pseudacorus), Zweizeilige Segge (Carex disticha) (RL 3).
An bemerkenswerten Tierarten wurden die lt. Roter Liste extrem gefährdeten Arten Kiebitz (RL 1) und Mädesüß-Perlmuttfalter (RL 0) gefunden, zudem Kleinspecht (RL 3), Teichrohrsänger (RL V), Grasfrosch, Teichmolch und Bergmolch.Rheinisch-Bergischer Kreis, Die Riedbachaue Abgerufen am 12. November 2017| LANUV: Rote Liste NRW (2020) (PDF zum Download)
Schutzzwecke Das Gebiet wird zur Erhaltung, Entwicklung und Sicherung des Riedbaches und seiner gehölzreichen Auenbereiche, Feucht- und Nassfluren, Riedgrasbestände und Röhrichte geschützt. Die landschaftsbildprägenden Gehölzbestände dienen als Lebens- und Rückzugsraum zahlreicher, teilweise in ihrem Bestand bedrohten Tier- und Pflanzenarten und deren Lebensgemeinschaften, insbesondere Vögel, Amphibien und Wirbellose. Der Schutz dient besonders den folgenden Zwecken: Erhaltung und Sicherung der geschützten Biotope: Seggen und binsenreiche Nasswiesen, Sümpfe, Röhrichte und Binnengewässer. Sicherung der Funktion als Biotopverbundfläche. Erhaltung und Entwicklung des Landschaftsraums in seiner Eigenart und Schönheit. Schutz, Pflege und Entwicklung der an Feucht- und Nassfluren sowie Riedgrasbestände und Röhrichte gebundenen Lebensgemeinschaften.
Siehe auch Liste der Naturschutzgebiete im Rheinisch-Bergischen Kreis Naturschutzgebiet Grünland- und Waldflächen bei Rothenberg Naturschutzgebiet Further Moor in Langenfeld (Kreis Mettmann)
Weblinks
Rheinisch-Bergischer Kreis, Die Riedbachaue Abgerufen am 12. November 2017
| RBK: Landschaftsplan Nr. 1 (Untere Wupper) (2004) f. Burscheid/Leichlingen, 2.1- 9 Naturschutzgebiet Riedbachaue, S. 67–69 | Offenland-Stiftung
Einzelnachweise
Kategorie:Naturschutzgebiet in Leichlingen (Rheinland) Kategorie:Schutzgebiet (Umwelt- und Naturschutz) in Europa Riedbachaue