Starbound ist ein Sandbox-Actionspiel des britischen Indie-Entwicklers Chucklefish. Das Spiel erschien bereits während seiner Alphaphase am 4. Dezember 2013 via Steam. Der Release der 1.0-Version erfolgte aber erst am 22. Juli 2016. Seit dem Erscheinen in der Alpha-Phase wurden bis August 2019 kontinuierlich Updates für das Spiel entwickelt. Starbound hat sich über 2,5 Mio. mal verkauft.

Handlung Der Spieler schlüpft am Anfang des Spiels in die Rolle eines Auszubildenden der sogenannten „Protectors“ einer auf der Erde basierten Friedenserhaltungs- und Forschungsorganisation. Der Spieler erwacht am Tag seines Abschlusses und wird von der künstlichen Intelligenz „S.A.I.L“ begrüßt. Der Spieler wird zunächst mit der grundlegenden Steuerung vertraut gemacht und macht sich auf den Weg zur Zeremonie, auf der ein neues Werkzeug namens „Matter-Manipulator“ vorgestellt wird. Die Zeremonie wird unterbrochen, indem ein tentakelähnliches Wesen alle Lebewesen auf dem Planeten tötet. Der Spieler wird aufgefordert, den Manipulator zu nehmen und sich in Sicherheit zu begeben. Er wird anschließend von „S.A.I.L“ weiter angeleitet und bekommt eine Waffe ausgehändigt. Der Spieler kämpft sich weiter durch und kann am Ende noch gerade so mit seinem Raumschiff entkommen.

Am Raumschiff angekommen, startet der Spieler die Systeme neu und wird von „S.A.I.L“ über die aktuelle Situation informiert. Er findet schließlich heraus, dass die Erde zerstört wurde. Das Raumschiff ist zudem beschädigt und nicht funktionstüchtig. Das Raumschiff befindet sich nun auf einem neuen, unbekannten Planeten. Der Spieler wird von „S.A.I.L“ aufgefordert, den umkreisten Planeten zu betreten und zu erkunden, um einen Weg zu finden, das Raumschiff zu reparieren. Auf dem Planeten angekommen, den das verlorene Raumschiff umkreist, entdeckt der Spieler ein Portal, um dieses zu aktivieren, muss der Spieler zunächst einige Core-Fragmente finden, die er überall in der Spielwelt findet. Nachdem der Spieler alle Core-Fragmente gefunden und gesammelt hat, kann er das Portal aktivieren. Er empfängt eine mysteriöse Nachricht, welche ihn um Hilfe bittet. Das Portal bringt ihn auf einen Außenposten, wo er Bekanntschaft mit weiteren Spezies und anderen Völkern macht. Der Spieler begegnet schließlich der ehemaligen Anführerin der „Protectors“, Esther Bright, welche ihn von mysteriösen Artefakten erzählt, die der Spieler finden muss, um das Universum zu retten. Der Spieler wird zunächst aufgefordert, sein Schiff zu reparieren. Der örtliche Schiffskapitän am Außenposten fordert ihn jedoch zunächst dazu auf, in die „Erchius Mining Facility“ zu gehen und ihm einige „Erchius Kristalle“ zu bringen, um das Schiff zu reparieren.

Der Spieler kämpft sich durch die Facility und stoßt auf den ersten Bossgegner, den „Erchius Horror“ ein großes Auge, welches Strahlen verschießt. Nachdem der Spieler den Gegner bekämpft und die Kristalle gesammelt hat, kann er das Schiff reparieren, womit es für ihn nun möglich ist, andere Planeten anzusteuern und zu betreten. Der Spieler wird inzwischen mit dem Scanner-Modus des Manipulators vertraut gemacht. Esther Bright fordert ihn schließlich dazu auf, mehr Informationen über die anderen Spezies herauszufinden, indem er bestimmte Gegenstände der anderen Kulturen und Spezies mit dem Scanner-Modus des Manipulators scannt.

Der folgende Spielablauf ist dabei immer der gleiche. Der Spieler besucht zahlreiche Dörfer und Standorte von verschiedenen Spezies auf unterschiedlichen Planeten, sammelt und scannt mit seinem Manipulator einige Hinweise und findet mehr über die unterschiedlichen Kulturen heraus und betritt anschließend ein größeres Areal, wo er sich durchkämpft. Der Spieler muss hin und wieder Sprungpassagen durchqueren und Rätsel lösen und am Ende einen Bossgegner ausschalten, um so anschließend die verschiedenen Artefakte zu sammeln. Die erste Spezies sind die Floraner, die sich meist in Waldgebieten aufhalten und anhand der Kultur Ureinwohnern ähneln. Nachdem der Spieler alle Hinweise gescannt hat, sind sein erstes Ziel die „Ceremonial Hunting Caverns“, wo er das erste Artefakt findet. Hier stößt er auf zahlreiche Gegner sowie am Ende auf den Bossgegner „Ixodoom“, ein spinnenähnliches Wesen, das an Wänden krabbelt und den Spieler mit Säure attackiert. Die zweite Spezies sind die Hylotl, welche überwiegend auf und unter Wasserplaneten leben und einen hohen technologischen Fortschritt besitzen. Auch hier müssen zunächst Hinweise gescannt werden, um mehr über die Spezies herauszufinden. Der Spieler begibt sich zur „Grand Pagoda Library“, wo er das zweite Artefakt finden soll. Der Spieler stößt auf die Kultanführerin „Asra Nox“, den dritten Bossgegner des Spiels, welcher sich durchgehend teleportieren kann und darüber hinaus eine hohe Geschwindigkeit besitzt. Nox gibt, wenn der Spieler sie besiegt hat, schließlich auf und überlässt dem Spieler widerwillig das zweite Artefakt.

Die dritte Spezies sind die Avianer, vogelähnliche Wesen, welche sich meistens in dschungelähnlichen Gebieten und Planeten aufhalten und in einer eher antikeren Kultur leben. Der Spieler begibt sich in den „Great Sovereign Temple“, wo er verschiedene Sprungpassagen und Rätsel lösen muss, um in die weiteren Abschnitte zu kommen. Der Bossgegner dieser Mission ist der „Kluex Avatar“, ein antiker Wächter, der in zwei Phasen angreift. In der ersten Phase bewegt er sich nicht und greift vom Boden aus an. In der zweiten Phase steht er allerdings auf und verschießt durchgehend Blitze und Strahlen. Die vierte Spezies sind die Apex, affenähnliche Wesen, die meistens auf Eisplaneten und in kälteren Regionen zu finden sind. Das nächste Ziel ist die „Miniknog Stronghold“ Festung. Auch hier wird der Spieler, von zahlreichen Gegnern attackiert und muss einige Rätsel lösen. Der Endgegner dieser Mission ist der holografische „Big Ape“ Kopf, der von mehreren kleineren Maschinen geschützt wird und den Spieler mit Schüssen von allen Seiten attackiert. Die fünfte Spezies sind die Glitch, es handelt sich hierbei um Roboter, die überwiegend auf feurigen und vulkanischen Planeten zu finden sind. Im nächsten Ziel, dem „Baron's Keep“ muss der Spieler mehrere Wellen von Banditen und Ballisten bekämpfen, bevor anschließend der Endgegner „Bone Dragon“ erscheint. Es handelt sich hierbei um einen riesigen Knochendrachen, der Gebäude zerstören kann und auf den Spieler mit gezielten Attacken anstürmt. Nachdem der Spieler den Drachen besiegt hat, bekommt er vom Baron, dem Auftraggeber dieser Mission, das nächste Artefakt ausgehändigt.

Der Spieler kehrt zu Esther Bright zurück und erfährt, dass das letzte Artefakt in Wahrheit der „Matter-Manipulator“ ist. Das Werkzeug, welches der Spieler zum Abbauen, Platzieren und Scannen von Objekten verwendet. Es öffnet sich ein großes Portal, auf dem alle gesammelten Artefakte platziert wurden. Der Spieler wird auf einen tentakelähnlichen Planeten teleportiert. Auf dem Planeten angekommen muss der Spieler das Herz des Zerstörers finden und zerstören. Der Spieler trifft erneut auf „Asra Nox“, einen der früheren Bossgegner und will ihn am Weiterkommen hindern. Sie beschwört einen neuen, riesigen Gegner, den „Ruin“, den Endgegner des Spiels. Es handelt sich um ein riesiges Tentakelwesen mit einem Auge, welches riesige Strahlen verschießt, die den Spieler innerhalb kürzester Zeit außer Gefecht setzen. Der Spieler wird anschließend nach dem gewonnenen Kampf durch eine riesige Explosion, die das Auge verursacht, getötet, wird jedoch nach kurzer Zeit von einer mysteriösen Gottheit wiederbelebt. Er bekommt anschließend von ihm erzählt, dass das Zusammenbringen aller Artefakte das Universum gerettet hat. Der Spieler kehrt nach den Credits noch einmal zu Esther Bright zurück und bekommt von ihr eine letzte Belohnung.

Spielprinzip Starbound wurde stark von Spielen wie Minecraft und Terraria inspiriert und spielt ebenso wie letzteres in einer zweidimensionalen Welt mit Pixel-Optik. Das Ziel des Spiels ist neben dem Verfolgen der Hauptgeschichte und dem Faktor des Überlebens die Entdeckung weiterer Planeten und Erkundung von Höhlensystemen, in denen der Spieler Rohstoffe abbauen und weiterverarbeiten kann. Der Spieler muss regelmäßig Nahrung zu sich nehmen und seine Hungerleiste sowie seinen Gesundheitsbalken im Auge behalten. Am Anfang des Spiels erhält man bereits einige Vorräte und Ressourcen. Nahrung kann entweder durch das Töten von Mobs und Kreaturen gesammelt werden oder durch das Betreiben von Ackerbau. Der Spieler findet in der Spielwelt immer mal wieder Samen und Pflanzen, die er auf einem umgegrabenen Feld anpflanzen kann, um diese später weiterzuverarbeiten und neue Gerichte zu kochen und zu backen. Dies ist allerdings recht schlicht gehalten und der Spieler muss seine Felder bspw. nicht regelmäßig gießen oder auf andere Einwirkungen achten. Der Spieler muss jedoch darauf achten, dass die Samen ausreichend Platz zum Wachsen besitzen. Der Spieler muss zudem darauf achten, sein Essen nicht mit sich rumzutragen, andernfalls führt dies zum Verderb und schlecht werden des Essens. Dies kann unter anderem vermieden werden, indem der Spieler Kühlschränke baut, um das Essen länger frisch zu halten. Der Spieler trifft in der Welt immer wieder auf Monster und andere Kreaturen, diese sind mal freundlich und mal feindlich gesinnt. Feindliche Kreaturen können mit Schwertern, Speeren und anderen Nahkampfwaffen sowie Schusswaffen bekämpft werden und lassen des Öfteren nützliche Gegenstände wie Fleisch, Pixel (Währung), Waffen oder andere nützliche Ausrüstung fallen. Neben den Monstern trifft der Spieler auf den Planeten immer mal wieder auf verschiedene Konstruktionen wie Dörfer, Labore, Forschungsstationen und Ähnliches. Diese werden meist von einem der Völker bewohnt und bieten nützliche Ausrüstung an. Es ist zudem möglich mit diesen Bewohnern zu handeln oder gesammelte Gegenstände im Gegenzug für Pixel zu verkaufen. Der Spieler kann die Völker bestehlen, was allerdings oft zur Folge hat, dass der Spieler von Wachen oder anderen Wächtern angegriffen und getötet wird. Der Spieler stößt auch oft auf feindliche Konstruktionen, in so einem Fall wird der Spieler in der Regel direkt angegriffen, wobei er auch des Öfteren vor dem Betreten des Ortes gewarnt wird und sich bei Nichteinhaltung seinen Weg durchkämpfen muss. Neben der Erkundung der Planeten und der Dörfer steht das Sammeln von Rohstoffen und Ressourcen in Höhlensystemen im Fokus. Der Spieler kann zufallsgenerierte Höhlen betreten oder sich selber seinen Weg nach unten bahnen. In diesen Höhlen findet der Spieler Rohstoffe wie Kohle, Eisen, Silber, Kupfer, Gold und Diamanten, die später zur weiteren Herstellung von besserer Ausrüstung und Waffen sowie des Öfteren zum Fortschritt der Hauptgeschichte benötigt werden. Auch in den Höhlen stößt der Spieler auf zahlreiche Monster, wobei das Kämpfen durch oft engere Schächte und Bereiche erschwert wird. Es ist ebenso möglich vereinzelt Dungeons oder verlassene Verliese in Höhlen zu finden, wo sich oft Kisten mit nützlicher Ausrüstung befinden.

Die Währung im Spiel werden Pixel genannt, mit denen gehandelt und bezahlt wird. Pixel erhält der Spieler bspw., indem er Quests abschließt, Sachen verkauft, Monster und Feinde tötet oder andere Völker bestiehlt. Pixel können benutzt werden, um bessere Waffen und Ausrüstung zu kaufen, sein Raumschiff zu erweitern, Upgrades freizuschalten oder um Möbel und Einrichtungsgegenstände zu kaufen.