Chenggong () ist eine Stadtgemeinde im Landkreis Taitung auf Taiwan, Republik China.

Name und Geschichte Am Ort des heutigen Chenggong befand sich ursprünglich eine Siedlung der Amis, eines der indigenen Völker Taiwans. Der amisische Ortsname Madawdaw wurde im Chinesischen 麻荖漏 (Malaolou) transkribiert. Während der japanischen Herrschaft über Taiwan 1895 bis 1945 wurde hier ein Fischereihafen erbaut und die Siedlung erhielt den Namen 新港街 (Shinkō machi, „Neue Hafenstadt“). Nach der Übergabe Taiwans an die Republik China 1945 wurde der Name mit den identischen Schriftzeichen 新港 bei chinesischer Aussprache Xingang übernommen. Da es auf Taiwan noch zwei weitere Orte dieses Namens gab (Xingang im Landkreis Chiayi sowie das heutige Xinshi in Tainan), wurde die Gemeinde nach 1945 umbenannt und erhielt zu Ehren des chinesischen Eroberers Zheng Chenggong (Koxinga) den Namen Chenggong (成功). Wörtlich bedeutet dies „Erfolg“. Chenggong Zhèn (成功鎮) könnte man somit auch als „Stadt des Erfolges“ oder die „Erfolgreiche Stadt“ lesen.

Archäologische Funde weisen auf eine menschliche Besiedlung seit einigen Jahrtausenden hin. An einigen Orten finden sich Relikte der jungsteinzeitlichen Changbin-Kultur. Die Örtlichkeit Xiaoma gehört neben Baxiandong in der Nachbargemeinde Changbin zu den wichtigsten Fundstätten.

Lage, Klima Die Gemeinde liegt am Pazifik und besteht aus einem Küstenstreifen, der zum Landesinneren hin an das parallel zur Küste verlaufende Haian-Gebirge grenzt. Die Nachbargemeinden sind Changbin im Norden, Fuli (Landkreis Hualien) im Westen und Donghe im Südwesten und Süden.

Das Klima ist feucht-warm und wie im ganzen Landkreis Taitung durch den Monsun geprägt. Die Regenzeit beginnt im Mai und endet im Oktober.

Bevölkerung Gliederung von Chenggong 200px

Chenggong ist in acht Stadtteile unterteilt: Xinyi (信義里), Heping (和平里), Zhongren (忠仁里), Zhongzhi (忠智里), Sanmin (三民里), Sanxian (三仙里), Zhongxiao (忠孝里), Boai (博愛里).

Die Mehrheit (etwa 50–60 %) der Bevölkerung gehört der Ethnie der Amis an. Die traditionelle Amis-Volkskunst und Folklore spielt daher eine bedeutende Rolle. Die nach offiziellen Erhebungen im Jahr 2010 zu Hause gesprochenen Sprachen waren: Hochchinesisch (82 %), Taiwanisch (55 %), indigene Formosa-Sprachen (42 %), Hakka (2 %) und andere (2 %). Ein Großteil der Bevölkerung war mehrsprachig.

Die Bevölkerung nimmt mindestens seit den 1980er Jahren aufgrund von Abwanderung und Überalterung ab.

Wirtschaft und Verkehr Chenggong ist der bedeutendste Fischereihafen an der Ostküste Taiwans. Hauptsächlich werden Echter Bonito, Schwertfisch, Goldmakrelen (Mahi mahi), Thunfische und Dorsche gefangen. Durch langdauernde Überfischung sind die Fangerträge in der Vergangenheit kontinuierlich zurückgegangen. Landwirtschaftliche Produkte der Region sind Jackfrucht, Orangen, Pflaumen und Mandarinen.

Die Hauptverkehrsader ist die Provinz-Schnellstraße 11, die die Gemeinde in Nord-Süd-Richtung durchquert.

Sehenswürdigkeiten In Chenggong gibt es unter anderem die folgenden Sehenswürdigkeiten: das Amis-Volksmuseum, ein Freilandmuseum zur Volkskultur der Amis () den Chengguang’ao-Mazu-Tempel, den ältesten Mazu-Tempel des Landkreises () das Taitung-Museum für Meeresbiologie mit Aquarium () das Naturhistorische Museum () Shiyusan (石雨傘), den „Steinernen Regenschirm“, eine Felsformation () Sanxiantai (三仙台), eine kleine vorgelagerte Felsinsel, die durch eine pittoreske Rundbogenbrücke vom Festland aus erreichbar ist ()

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Einzelnachweise

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