Die Playoffs um den Stanley Cup des Jahres 1979 begannen am 10. April 1979 und endeten am 21. Mai 1979 mit dem 4:1-Erfolg der Canadiens de Montréal über die New York Rangers. Die Canadiens errangen somit ihren vierten Stanley Cup in Folge sowie den insgesamt 22. ihrer Franchise-Geschichte. Zudem stellten sie in Bob Gainey den mit der Conn Smythe Trophy ausgezeichneten Most Valuable Player dieser post-season, während ihre Angreifer Guy Lafleur und Jacques Lemaire die Scorerliste der Playoffs anführten. Die unterlegenen Rangers hingegen bestritten ihr insgesamt neuntes Stanley-Cup-Finale, zuletzt verloren sie 1972 gegen die Boston Bruins. Ferner war das Endspiel 1979 bis zum Jahr 2013 das vorerst letzte, in dem zwei Teams der Original Six aufeinander trafen.
Modus Die zwölf für die Playoffs qualifizierten Teams wurden entsprechend ihrer Leistung in der regulären Saison (meiste Punkte; bei Gleichstand meiste Siege) auf der Setzliste platziert. Dabei waren allerdings die vier Divisionssieger per Freilos für das Viertelfinale gesetzt, während die übrigen acht Teilnehmer eine Vorrunde ausspielten. In allen Runden wurden die Paarungen durch die Setzliste bestimmt, so traf jeweils die am höchsten gesetzte auf die am niedrigsten gesetzte Mannschaft, die Nummer zwei auf das vorletzte Team usw.
Die Serien der Vorrunde wurden im Best-of-Three-, die Serien aller folgenden Runden im Best-of-Seven-Modus ausgespielt, das heißt, dass ein Team ab dem Viertelfinale vier Siege zum Weiterkommen benötigte; in der ersten Runde nur zwei. Das höher gesetzte Team hatte dabei – ab der zweiten Runde – in den ersten beiden Spielen Heimrecht, die nächsten beiden das gegnerische Team. Sollte bis dahin kein Sieger aus der Runde hervorgegangen sein, wechselte das Heimrecht von Spiel zu Spiel. So hatte die höher gesetzte Mannschaft in den Spielen 1, 2, 5 und 7, also vier der maximal sieben Spiele, einen Heimvorteil. In der Vorrunde wechselte das Heimrecht dagegen von Spiel zu Spiel.
Bei Spielen, die nach der regulären Spielzeit von 60 Minuten unentschieden blieben, folgte die Overtime. Sie endete durch das erste erzielte Tor (Sudden Death).
Qualifizierte Teams (1) (2) (3) (4) (5) (6) (7) (8) (9) (10) (11) (12) Legende:
Playoff-Baum
Vorrunde (4) Philadelphia Flyers – (12) Vancouver Canucks
(5) New York Rangers – (10) Los Angeles Kings
(6) Atlanta Flames – (9) Toronto Maple Leafs
(7) Buffalo Sabres – (8) Pittsburgh Penguins
Viertelfinale (1) New York Islanders – (11) Chicago Black Hawks
(2) Canadiens de Montréal – (9) Toronto Maple Leafs
(3) Boston Bruins – (8) Pittsburgh Penguins
(4) Philadelphia Flyers – (5) New York Rangers
Halbfinale (1) New York Islanders – (5) New York Rangers
(2) Canadiens de Montréal – (3) Boston Bruins
Stanley-Cup-Finale (2) Canadiens de Montréal – (5) New York Rangers
Stanley-Cup-Sieger Stanley-Cup-Sieger 100px|Logo der Montréal Canadiens Canadiens de MontréalTorhüter: Ken Dryden, Michel Larocque, Richard Sévigny
Verteidiger: Rick Chartraw, Brian Engblom, Rod Langway, Guy Lapointe, Gilles Lupien, Larry Robinson, Serge Savard
Angreifer: Cam Connor, Yvan Cournoyer (C), Bob Gainey, Réjean Houle, Pat Hughes, Doug Jarvis, Guy Lafleur, Yvon Lambert, Pierre Larouche, Jacques Lemaire, Pierre Mondou, Mark Napier, Doug Risebrough, Steve Shutt, Mario Tremblay Cheftrainer: Scotty Bowman General Manager: Irving Grundman
Beste Scorer Abkürzungen: GP = Spiele, G = Tore, A = Assists, Pts = Punkte, +/− = Plus/Minus, PIM = Strafminuten; Fett: Bestwert Spieler Team GP G A Pts +/− PIM Jacques Lemaire Montréal 16 11 12 23 +3 6 Guy Lafleur Montréal 16 10 13 23 +8 0 Phil Esposito NY Rangers 18 8 12 20 −1 20 Don Maloney NY Rangers 18 7 13 20 +3 19 Bob Gainey Montréal 16 6 10 16 +4 10 Larry Robinson Montréal 16 6 9 15 +16 8 Jean Ratelle Boston 11 7 6 13 +5 2 Mike McEwen NY Rangers 18 2 11 13 −5 8 Don Murdoch NY Rangers 18 7 5 12 +4 12 Ron Greschner NY Rangers 18 7 5 12 +4 16 Carol Vadnais von den New York Rangers erreichte die beste Plus/Minus-Statistik mit einem Wert von +17.
Beste Torhüter Die kombinierte Tabelle zeigt die jeweils drei besten Torhüter in den Kategorien Gegentorschnitt und Fangquote sowie die jeweils Führenden in den Kategorien Shutouts und Siege.
Abkürzungen: GP = Spiele, Min = Eiszeit (in Minuten), W = Siege, L = Niederlagen, GA = Gegentore, SO = Shutouts, Sv% = gehaltene Schüsse (in %), GAA = Gegentorschnitt; Fett: Bestwert; Sortiert nach Gegentorschnitt. Erfasst werden nur Torhüter mit 180 absolvierten Spielminuten. Spieler Team GP Min W L GA SO Sv% GAA Billy Smith NY Islanders 5 311:01 4 1 10 1 93,2 1,93 Glenn Resch NY Islanders 5 298:56 2 3 11 1 92,2 2,21 John Davidson NY Rangers 18 1103:31 11 7 42 1 92,1 2,28 Ken Dryden Montréal 16 985:41 12 4 41 0 89,9 2,50
Weblinks Stanley-Cup-Playoffs 1979. hockey-reference.com Alle Boxscores der Playoffs. (PDF; 902 kB)
#1979 Kategorie:Eishockeyveranstaltung 1979