Der Førdefjord (auch Sunnfjord)Faktaark Kartverket.no, abgerufen am 5. Mai 2020 ist ein Fjord im Westen von Norwegen in der Fylke Vestland, benannt nach dem an seinem Ende liegenden Ort Førde. Er ist der längste Fjord der historischen Landschaft Sunnfjord.
Geografie Der Fjord hat eine Länge von 36 Kilometern und ist dabei maximal 2 Kilometer breit.
Er beginnt im Westen bei der Siedlung Svortevik, wo sich der Stavfjord, sein südliche Eingang vom Europäischen Nordmeer, und Brufjord, sein nördlicher Eingang, vereinigen. Zwischen den beiden, und damit an der Nordseite des Stavfjords, liegen die beiden bewohnten Inseln Askrova und Svanøya und eine Vielzahl kleinerer Inseln, Holmen und Schären, darunter etwa mittig zwischen Askrova und Svanoya das Leuchtfeuer Trefotskjærhttps://listoflights.org/leuchtfeuer/detail?id=51374 auf einer Schäre.
In den Førdefjord mündet bei Førde der Fluss Jølstra, der vom See Jølstravatn gespeist wird.
Wirtschaft Im Ort Naustdal, nördlich des Fjords, befindet sich Norwegens größtes Rutilvorkommen. Der Tourismus wird vor allem durch den Angeltourismus repräsentiert.
Bevölkerung Südlich des Fjords befinden sich die Orte Gjelsvik und Kvammen. Im Norden liegen Naustdal und Vevring. Am östlichen Ende des Fjords befindet sich der größte Ort am Fjord, Førde.
Infrastruktur Südlich des Førdefjordes führt die Straße 609 entlang. Diese trifft in der Nähe von Førde auf die Europastraße 39. Von dieser zweigt in nordwestlicher Richtung die Europastraße 5 ab. Bei Naustdal führt diese weiter nach Norden, es zweigt die Straße 611 in westliche Richtung ab.
Luftschlacht über dem Førdefjord mini|Der Zerstörer Z 33 (vorn Mitte, dunkel im hellen Eis) am 9. Februar 1945 im Førdefjord, Aufnahme aus einer angreifenden Bristol Beaufighter Am 9. Februar 1945 war der Førdefjord Schauplatz des größten Luftkampfs zwischen alliierten und deutschen Flugzeugen, der jemals über norwegischem Boden stattfand. Mehr als 40 Flugzeuge der britischen, kanadischen und australischen Luftwaffe (Bristol Beaufighter sowie P-51 Mustang) versuchten – letztendlich erfolglos –, den im Førdefjord liegenden deutschen Zerstörer Z 33 und seine Begleitschiffe zu versenken. Sie wurden gestellt von insgesamt 12 deutschen Jägern des Jagdgeschwaders 5 vom Typ Focke-Wulf 190. Die sich daraus entwickelnde Luftschlacht endete mit schweren britischen Verlusten; 14 britische Besatzungsangehörige verloren ihr Leben, vier gingen in deutsche Kriegsgefangenschaft. Auch zwei deutsche Piloten sowie mehrere Besatzungsangehörige der Schiffe verloren ihr Leben. Das Ereignis ging in die internationale Geschichtsschreibung der Alliierten als Schwarzer Freitag (englisch: Black Friday; norwegisch: Den svarte Fredag) ein. Der nur leicht beschädigte deutsche Zerstörer überlebte den Krieg und wurde danach an die Sowjetunion übergeben.
In Museen von Herdla und Naustdal wird die Erinnerung an das Ereignis wachgehalten.
Einzelnachweise
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