Nava Ebrahimi (* 1978 in Teheran, IranVerlagsgruppe Random House: Nava Ebrahimi. Abgerufen am 8. November 2017.) ist eine iranisch-deutsche Schriftstellerin.Norbert Mappes-Niediek: Klischees törnen ab, Kultur-Land Steiermark, 2018. Ihr Roman Sechzehn Wörter wurde wiederholt ausgezeichnet. Im Jahr 2021 wurde ihr der Ingeborg-Bachmann-Preis für ihren Text Der Cousin zugesprochen.

Leben Ebrahimi kam mit ihren Eltern und ihrer Schwester im vierten Lebensjahr nach Deutschland.„Ich bin im Dazwischen zu Hause.“ Video, Büchereiverband Österreichs Sie besuchte die Kölner Journalistenschule, studierte Volkswirtschaftslehre in Köln und arbeitete unter anderem als Redakteurin bei der Financial Times Deutschland und der Kölner StadtRevue sowie als Nahost-Referentin für die Bundesagentur für Außenwirtschaft. 2007 war sie Finalistin beim Literaturpreis Open Mike, 2013 nahm sie an der Bayerischen Akademie des Schreibens teil.Literarische Agentur: Nava Ebrahimi. Abgerufen am 8. November 2017. In Anthologien, Zeitungen und Zeitschriften veröffentlichte sie verschiedene Kurzgeschichten.

Seit 2012 lebt sie mit ihrer Familie in Graz.Wiener Zeitung: Österreichischer Buchpreis für Eva Menasse. Artikel vom 7. November 2017, abgerufen am 8. November 2017. Für ihren ersten Roman Sechzehn Wörter wurde sie im Rahmen der Verleihung des Österreichischen Buchpreises 2017 mit dem mit 10.000 Euro dotierten Debütpreis ausgezeichnet.orf.at: Österreichischer Buchpreis an Eva Menasse. Artikel vom 7. November 2017, abgerufen am 7. November 2017. In diesem Roman reist die Protagonistin Mona mit ihrer Mutter von Köln zur Beerdigung ihrer Großmutter in den Iran. 2023 wurde eine Bühnenfassung des Romanes von Margit Mezgolich mit der Gruppe Theater IG Fokus in der Zacherlfabrik auf die Bühne gebracht. 2025 wurde Sechzehn Wörter am Theater im Fridericianum des Staatstheaters Kassel von Dariusch Yazdkhasti inszeniert.

2018 wurde sie zum Festival Neue Literatur in New York City eingeladen.Festival Neue Literatur in New York: Deutsche Autoren im Big Apple. Artikel vom 6. März 2018, abgerufen am 7. März 2018. Mit Das Paradies meines Nachbarn veröffentlichte sie 2020 ihren zweiten Roman, dessen Hauptfigur ein exzentrischer Münchner Star-Designer und Exil-Iraner namens Ali Najjar ist. Der Roman kam im Mai und Juni 2020 auf die ORF-Bestenliste.

Von Klaus Kastberger wurde sie 2021 zum Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb eingeladen, den sie mit dem Text Der Cousin gewann. Im September 2021 hielt sie die Festrede zur Wiedereröffnung des Wiener Burgtheaters nach der Schließung des Theaters aufgrund der COVID-19-Pandemie ab November 2020. 2023 wurde ihr Stück Die Cousinen an der Volkstheater-Dunkelkammer mit Irem Gökçen, Hasti Molavian und Claudia Sabitzer unter der Regie von Laura N. Junghanns uraufgeführt. Im März 2026 wurde Und Federn überall in der Bearbeitung von Heiko Dietz (auch Regie) am Münchner theater ... und so fort uraufgeführt.

Ebrahimi hatte im akademischen Jahr 2024/25 die Poetikdozentur Neue deutsche Literatur inne, die vom Literaturhaus Hannover und dem Deutschen Seminar der Leibniz Universität Hannover 2022 gemeinsam ins Leben gerufen wurde und von der VGH Stiftung gefördert wird. Im Rahmen der Tage der Deutschsprachigen Literatur 2025 hielt sie die Klagenfurter Rede zur Literatur unter dem Titel Drei Tage im Mai. Ebenfalls 2025 folgte sie Barbara Frischmuth in der Jury des Rotahorn-Literaturpreis nach. Ihr Roman Und Federn überall über das Leben von Menschen in einer Kleinstadt, deren wichtigster Arbeitgeber ein Schlachtbetrieb ist, stieg im Oktober 2025 auf Platz drei der ORF-Bestenliste ein. Seit Februar 2025 verfasst sie eine vierwöchentliche Kolumne in der Süddeutschen Zeitung.

Auszeichnungen und Nominierungen 2017: Debütpreis des Österreichischen Buchpreises für Sechzehn Wörter 2017: Nominierung für den Klaus-Michael Kühne-Preis für Sechzehn Wörter 2017/2018: Projektstipendium Literatur BKA 2019: Morgenstern-Preis des Landes Steiermark für Sechzehn Wörter 2019: Nominierung für den AK-Literaturpreis der Arbeiterkammer Oberösterreich für Die Rückkehr der Angst (Romanauszug) 2020: Rotahorn-Literaturpreis 2021: Ingeborg-Bachmann-Preis 2024: Literaturstipendium der Stadt Graz 2025: Longlist des Deutschen Buchpreises mit Und Federn überall 2025: Péter-Horváth-Literaturpreis

Werke (Auswahl) Sechzehn Wörter. Roman, btb-Verlag, München 2017, ISBN 978-3-442-75679-7 (= Ein Buch für die Stadt 2022). Das Paradies meines Nachbarn. Roman. btb-Verlag, München 2020, ISBN 978-3-442-75869-2. Einander: Ein Buch, das Generationen verbindet. Mit Illustrationen von Sabine Presslauer, Leykam, Graz 2021, ISBN 978-3-7011-8203-9. Wer ich geworden wäre, wenn alles ganz anders gekommen wäre: Herkunft. Identität. Imagination. Literaturverlag Droschl, Graz 2024, ISBN 978-3-99059-156-7. Drei Tage im Mai. Gehalten als „Rede zur Literatur“ am 25. Juni 2025 bei den 49. Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt. Und Federn überall. Roman, Luchterhand, München 2025, ISBN 978-3-630-87745-7.

Weblinks

„Ich bin im Dazwischen zu Hause.“ – Nava Ebrahimi im Gespräch mit Günter Kaindlstorfer, Video, 25 min., Büchereiverband Österreichs.

Einzelnachweise

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