Iclod (veraltet Iclodul Mare; oder Iklód) ist eine Gemeinde im Kreis Cluj, in der Region Siebenbürgen in Rumänien.

Geographische Lage miniatur|links|Lage der Gemeinde Iclod im Kreis Cluj Die Gemeinde Iclod liegt im Somesch-Hochland (Podișul Someșelor) im Norden des Siebenbürgischen Beckens auf einer Gesamtfläche von etwa 6800 Hektar. Die vier Dörfer befinden sich zwei bis neun Kilometer vom Gemeindezentrum entfernt. An der Mündung des Baches Pârâul Mărului in den Gădălin – ein rechter Zufluss des Someșul Mic (Kleiner Somesch) – liegt der Ort Iclod an der Nationalstraße 1C und der Bahnstrecke Apahida–Dej acht Kilometer südwestlich von der Stadt Gherla (Neuschloss) und etwa 35 Kilometer nordöstlich von der Kreishauptstadt Cluj-Napoca (Klausenburg) entfernt.

Geschichte Der Ort Iclod wurde erstmals 1320 urkundlich erwähnt. Im 18. und 19. Jahrhundert lebten hier außer rumänischen Bauern und ungarischen Kleinadligen auch viele Juden. Auf eine Besiedlung der Region in der Jungsteinzeit deuten archäologische Funde im eingemeindeten Dorf Fundătura (ungarisch Szamosjenő) auf dem Areal von den Einheimischen PodereiRepertoriul Arheologic al României – Fundătura (rumänisch) abgerufen am 7. November 2017. und bei Tabla PopiiListe historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2015 aktualisiert (PDF; 12,7 MB; rumänisch). genannt, als auch in Livada (ungarisch Dengeleg).Repertoriul Arheologic al României – Livada (rumänisch) abgerufen am 7. November 2017. Auch Reste einer römischen Befestigung und eine Römerstraße sind auf dem Areal des eingemeindeten Dorfes Iclozel (ungarisch Kisiklód)Repertoriul Arheologic al României – Iclozel (rumänisch) abgerufen am 7. November 2017. wie auch in Livada vermerkt.

Im Königreich Ungarn gehörte die heutige Gemeinde dem Stuhlbezirk Szamosújvár in der Gespanschaft Szolnok-Doboka, anschließend dem historischen Kreis Someș und ab 1950 dem heutigen Kreis Cluj an.

Bevölkerung Die Bevölkerung der Gemeinde entwickelte sich wie folgt: VolkszählungVarga E. Árpád: Volkszählungen 1850–2002 bei kia.hu, letzte Aktualisierung am 2. November 2008 (PDF; 1 MB; ungarisch). Ethnie Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche Andere 1850 3026 2503 302 - 221 1920 4062 3551 351 3 157 1977 5799 5615 182 1 1 2002 4420 4204 113 1 102 2011 4263 3874 97 2 290 2021 3825 3269 2 - 554 (68 Roma) Seit 1850 wurde auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde die höchste Einwohnerzahl und auch die der Rumänen 1977 ermittelt. Die höchste Bevölkerungszahl der Magyaren (973) wurde 1941, der Roma (100) 2002 und die der Rumäniendeutschen (154) 1890 registriert.

Sehenswürdigkeiten Die griechisch-katholische Kirche Înălțarea Domnului, 1791 errichtet,Angaben zur griechisch-katholischen Kirche in Iclod bei biserici.org (rumänisch), abgerufen am 6. November 2017. steht unter Denkmalschutz. Im eingemeindeten Dorf Orman (ungarisch Ormány) die orthodoxe Kirche, 1866 errichtet, wurde 1963 renoviert.Angaben zur orthodoxen Kirche in Orman bei biserici.org (rumänisch), abgerufen am 6. November 2017. Die Ruinen der reformierten Kirche im 13. und dem Glockenturm im 18. Jahrhundert in Orman errichtet, sind notdürftig abgedecktAngaben zur Kirchenruine in Orman bei biserici.org (rumänisch), abgerufen am 6. November 2017. und stehen unter Denkmalschutz.

Persönlichkeiten

Kálmán Esterházy (1830–1916), ungarischer Politiker, Obergespan und Feldwebel

Weblinks

Iclod bei ghidulprimariilor.ro Iclod auf der Website des Kreisrates von Cluj

Einzelnachweise

Kategorie:Ersterwähnung 1320