Die Playoffs um den Stanley Cup des Jahres 1980 begannen am 8. April 1980 und endeten am 24. Mai 1980 mit dem 4:2-Sieg der New York Islanders gegen die Philadelphia Flyers. Die Islanders gewannen damit bei ihrer ersten Finalteilnahme ihren ersten Stanley Cup und stellten mit Bryan Trottier sowohl den Topscorer als auch den mit der Conn Smythe Trophy ausgezeichneten Most Valuable Player dieser post-season. Zudem war dieser Erfolg der erste einer Serie von vier Stanley-Cup-Siegen in Folge für die Islanders, während sie zugleich die Ära der Canadiens de Montréal beendeten, die in den letzten vier Jahren jeweils siegreich aus den Playoffs hervorgegangen waren. Die Philadelphia Flyers hingegen mussten in ihrem vierten Finale die zweite Niederlage hinnehmen, zuletzt verloren sie 1976 gegen Montréal.

Ferner gewannen mit den Schweden Anders Kallur und Stefan Persson erstmals zwei in Europa ausgebildete Spieler den Stanley Cup.

Modus Die 16 für die Playoffs qualifizierten Teams wurden entsprechend ihrer Leistung in der regulären Saison (meiste Punkte; bei Gleichstand meiste Siege) gesetzt. In der ersten Runde traf die am höchsten gesetzte Mannschaft (1) auf die am niedrigsten gesetzte (16), dementsprechend die zweite auf die an Position 15 gesetzte usw. Nach diesem System wurden auch die Begegnungen der zweiten und dritten Runde bestimmt.

Die Serien der ersten Runde werden im Best-of-Five-, die Serien aller folgenden Runden im Best-of-Seven-Modus ausgespielt, das heißt, dass ein Team ab der zweiten Runde vier Siege zum Weiterkommen benötigt; in der ersten Runde drei. Das höher gesetzte Team hat dabei in den ersten beiden Spielen Heimrecht, die nächsten beiden das gegnerische Team. Sollte bis dahin kein Sieger aus der Runde hervorgegangen sein, wechselt das Heimrecht von Spiel zu Spiel. So hat die höher gesetzte Mannschaft in den Spielen 1, 2, 5 und 7, also vier der maximal sieben Spiele, einen Heimvorteil.

Bei Spielen, die nach der regulären Spielzeit von 60 Minuten unentschieden bleiben, folgt die Overtime. Sie endet durch das erste erzielte Tor (Sudden Death).

Qualifizierte Teams (1) (2) (3) (4) (5) (6) (7) (8) (9)    (10) (11) (12) (13) (14) (15) (16)

Playoff-Baum

Achtelfinale (1) Philadelphia Flyers – (16) Edmonton Oilers

(2) Buffalo Sabres – (15) Vancouver Canucks

(3) Canadiens de Montréal – (14) Hartford Whalers

(4) Boston Bruins – (13) Pittsburgh Penguins

(5) New York Islanders – (12) Los Angeles Kings

(6) Minnesota North Stars – (11) Toronto Maple Leafs

(7) Chicago Black Hawks – (10) St. Louis Blues

(8) New York Rangers – (9) Atlanta Flames

Viertelfinale (1) Philadelphia Flyers – (8) New York Rangers

(2) Buffalo Sabres – (7) Chicago Black Hawks

(3) Canadiens de Montréal – (6) Minnesota North Stars

(4) Boston Bruins – (5) New York Islanders

Halbfinale (1) Philadelphia Flyers – (6) Minnesota North Stars

(2) Buffalo Sabres – (5) New York Islanders

Stanley-Cup-Finale (1) Philadelphia Flyers – (5) New York Islanders

Stanley-Cup-Sieger Stanley-Cup-Sieger 80px|Logo der New York Islanders New York IslandersTorhüter: Glenn Resch, Billy Smith

Verteidiger: Gord Lane, Dave Langevin, Bob Lorimer, Ken Morrow, Stefan Persson, Denis Potvin (C), Jean Potvin

Angreifer: Mike Bossy, Bob Bourne, Clark Gillies, Butch Goring, Lorne Henning, Garry Howatt, Anders Kallur, Alex McKendry, Wayne Merrick, Bob Nystrom, Duane Sutter, Steve Tambellini, John Tonelli, Bryan Trottier

Cheftrainer: Al Arbour  General Manager: Bill Torrey

Beste Scorer Abkürzungen: GP = Spiele, G = Tore, A = Assists, Pts = Punkte, +/− = Plus/Minus, PIM = Strafminuten; Fett: Bestwert Spieler Team GP G A Pts +/− PIM Bryan Trottier NY Islanders 21 12 17 29 +8 16 Mike Bossy NY Islanders 16 10 13 23 −4 8 Ken Linseman Philadelphia 17 4 18 22 +13 40 Bill Barber Philadelphia 19 12 9 21 +10 23 Gilbert Perreault Buffalo 14 10 11 21 +3 8 Paul Holmgren Philadelphia 18 10 10 20 +15 47 Bobby Clarke Philadelphia 19 8 12 20 +10 16 Bob Bourne NY Islanders 21 10 10 20 +2 10 Butch Goring NY Islanders 21 7 12 19 +8 2 Denis Potvin NY Islanders 21 6 13 19 +10 24 André Dupont von den Philadelphia Flyers erreichte die beste Plus/Minus-Statistik mit einem Wert von +21.

Beste Torhüter Die kombinierte Tabelle zeigt die jeweils drei besten Torhüter in den Kategorien Gegentorschnitt und Fangquote sowie die jeweils Führenden in den Kategorien Shutouts und Siege.

Abkürzungen: GP = Spiele, Min = Eiszeit (in Minuten), W = Siege, L = Niederlagen, GA = Gegentore, SO = Shutouts, Sv% = gehaltene Schüsse (in %), GAA = Gegentorschnitt; Fett: Bestwert; Sortiert nach Gegentorschnitt. Erfasst werden nur Torhüter mit 180 absolvierten Spielminuten. Spieler Team GP Min W L GA SO Sv% GAA Bob Sauvé Buffalo 8 499:19 6 2 17 2 92,6 2,04 Michel Larocque Montréal 5 300:27 4 1 11 1 92,3 2,20 Tony Esposito Chicago 6 370:00 3 3 14 0 92,4 2,27 John Davidson NY Rangers 9 536:35 4 5 21 0 92,7 2,35 Billy Smith NY Islanders 20 1198:42 15 4 54 1 90,3 2,70

Weblinks Stanley-Cup-Playoffs 1980 auf hockey-reference.com Alle Boxscores der Playoffs (PDF; 1,1 MB) bigmouthsports.com

#1980 Kategorie:Eishockeyveranstaltung 1980