Die Wilhelmstraße ist eine der Hauptgeschäftsstraßen in der Stadt Altenkirchen im Kreis Altenkirchen in Rheinland-Pfalz. Beginnend am Schloßplatz verläuft sie von nordost nach südwestlicher Richtung, den Marktplatz der Stadt querend und an der Kreuzung von Kölner Straße und Quengelstraße, vor dem Bahnübergang der Bahnstrecke Altenkirchen-Au (Sieg) endend.
Lage 250px|links|Wilhelmstraße, Ansicht vom Schloßplatz
Die 1893 benannte Wilhelmstraße (ehemals „Vordergasse“Historisches Quartier – Stadt.Leben. Band 1: Wilhelmstraße – Marktplatz – Schlossplatz. Altenkirchen, 2017.) ist eine der Hauptgeschäftsstraßen AltenkirchensBenannt wurden 1893 außerdem die Bahnhofstraße, Dieperzbergweg, Frankfurter Straße, Gartenstraße, Hochstraße, Hohlweg, Johannisberg, Kirchstraße (am 9. Oktober. 1930 in Schulstraße umbenannt), Koblenzer Straße, Kölner Straße, Kumpstraße, Marktplatz, Marktstraße, Mühlengasse, Quengelstraße, Rathausstraße, Schloßplatz, Wallstraße und Wiedstraße. Quelle: Adressbuch für die Stadt und den Kreis Altenkirchen. Fa. Lorsbachs (Hrsg.). Siegen 1898 und seit Mitte der 1980er-Jahre Fußgängerzone. Sie war bis zum 28. November 1982 eine Durchgangsstraße; die Verbindungsstraßen nach Norden (Rathausstraße in Richtung Hachenburg und Wissen), nach Osten (Frankfurter Straße nach Limburg an der Lahn) sowie nach Süden (Koblenzer Straße nach Puderbach und Dierdorf) und nach Westen (Kölner Straße nach Hennef und Siegburg) zweigten an den Enden der Wilhelmstraße ab. Mit dem Bau der innerstädtischen Umgehung (Quengelstraße), die 1982 fertiggestellt war, wurde die Wilhelmstraße in den folgenden fünf Jahren zur Fußgängerzone umgestaltet.Host Ascheid: Fertigstellung der Fußgängerzone. In: Heimat-Jahrbuch des Kreises Altenkirchen und der angrenzenden Gemeinden 1982. Verlag: Neunkirchen, 1982, S. 60 f.
Das nördliche Teilstück der Wilhelmstraße ist baulich in den mit dem Neubau des Hauptgebäudes der Kreissparkasse Altenkirchen in den 1990er-Jahren komplett umgestalteten Schloßplatz einbezogen, dessen nördlicher, wieder auf Straßenbreite verengter Teil dem „Blücherplatz“ entspricht, der 1996 in Schloßplatz umbenannt wurde. Der Neubau war auch Auslöser für den Bau der Tiefgarage unter dem Platz, dessen Zugang am nördlichen Ende der heutigen Wilhelmstraße liegt. Verkehrstechnisch ist die Wilhelmstraße mit umliegenden Parkplätzen an die Saynstraße, Wallstraße/Marktstraße, Mühlengasse, Quengelstraße und den Weyerdamm sowie eine Bushaltestelle an der Quengelstraße angebunden.Jürgen Kolb, Horst Ascheid: Der Altenkirchener Schloßplatz. Früher, seine Veränderung, heute. In: Heimat-Jahrbuch des Kreises Altenkirchen und der angrenzenden Gemeinden 1998. Verlag: Neunkirchen, 1998 2014 wurde beschlossen, die Fußgängerzone (Wilhelmstraße/Marktplatz) komplett neu zu gestalten; zum neuen Erscheinungsbild soll unter anderem eine Art Amphitheater auf dem Marktplatz gehören.Altenkirchener Fußgängerzone bekommt ein neues Gesicht. In: Rhein-Zeitung, 2014
Geschichte Ihren Charakter als Hauptstraße1964 hieß es in den Berichten zur deutschen Landeskunde: In der Wilhelmstraße fällt die Zahl der Gaststätten; In der Kölner Straße die der Autovertretungen auf: Zit. nach: Berichte zur deutschen Landeskunde, Band 33. Selbstverlag Deutsche Akademie für Landeskunde, 1964 hat die Wilhelmstraße wohl seit dem Wiederaufbau von Altenkirchen nach 1728, als die gesamte Stadt durch ein Feuer zerstört wurde und nur das Schloss, die Kirche und wenige Privathäuser erhalten blieben. Um 1815 wird Altenkirchen zu Preußen zugehörig und der Kreis Altenkirchen entsteht. Ab 1822 wird die Stadt zunehmend an das Verkehrsnetz angeschlossen.Altenkirchen Aus einem Gehöft wird eine Stadt in Regionalgeschichte.net Die Benennung der Wilhelmstraße fand – wie aller weiteren Straßen der Innenstadt wie Marktplatz, Marktstraße, Mühlengasse, Quengelstraße, Rathausstraße und Schloßplatz – nach dem großen Stadtbrand am 23. April 1893 statt.Quelle: Adressbuch für die Stadt und den Kreis Altenkirchen. Fa. Lorsbachs (Hrsg.), Siegen 1898 Der Name geht auf Wilhelm I., den König von Preußen, zurück.
Bebauung der Wilhelmstraße Durch die Zerstörungen mit dem Stadtbrand von 1893 stehen in der Wilhelmstraße nur wenige ältere Bauten, wie die Privilegierte Apotheke. Auch der Bestand an Bauten des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts im Stil des Spätklassizismus, der Gründerzeitarchitektur und der Heimatschutzarchitektur wurde durch die Bombardierungen am 7. März 1945 erheblich dezimiert. Neben den wieder aufgebauten und z. T. restaurierten Gebäuden aus dieser Zeit besteht die Wilhelmstraße zum einen Großteil aus einfachen Wohn- und Geschäftsbauten der Nachkriegszeit.
Liste der Bauwerke Die Liste der Bauwerke erfasst alle bestehenden Bauwerke der Wilhelmstraße, geordnet nach der fortlaufenden Nummerierung der Gebäude. Nummerierungen von nicht mehr bestehenden Gebäuden sind kursiv gesetzt.