Elsenau ist ein Ort im Wechselland in der Steiermark wie auch Ortschaft und Katastralgemeinde der Gemeinde Schäffern im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld. Die Ortschaft hat Einwohner (Stand ).

Geographie Der Ort liegt an der Ostabdachung des Wechsels, unweit der niederösterreichischen Grenze, und kann auch schon in den Raum der Bernsteiner Berge respektive der Buckligen Welt gerechnet werden. Er befindet sich etwa 20 Kilometer nordöstlich der Stadt Hartberg, 4 Kilometer östlich von Pinggau/Friedberg, und 3½ km südlich des Gemeindehauptortes Schäffern.

Die Rotte Elsenau liegt als Straßendorf im Tal des Schäffernbachs, auf um die Höhe. Der Bach mündet 3 km südwestlich bei Tanzegg-Schäffernsteg in die Pinka. Durch den Ort verläuft die Elsenauerstraße (L423), die bei Schäffernsteg von der Abzweigung von der Steinamangerer Straße (B63) abzweigt, den Schäffernbach entlangläuft, und hinter Laglmühle als niederösterreichische L146 über Gschaidt und Hochneukirchen nach Krumbach weiterführt. Dabei bildet die Landesstraße – im Ort die Alte Landesstraße – hier die Grenze zu Sparberegg (Gemeinde Pinggau) und Götzendorf. Die Häuser talauswärts links der Straße gehören zur Katastralgemeinde Götzendorf, wenige auch zu Sparberegg, und werden als Elsenau-Sparberegg geführt (was heute nurmehr die Sparberegger Häuser bezeichnet). Die Ortslage umfasst etwa 35 Häuser.

(In der) Elsenau ist auch der Name der ganzen Talung des mittleren Schäffernbachs. Diese Ortschaft erstreckt sich noch bachaufwärts über Laglmühle bis zur Hofersiedlung, die schon direkt beim Ort Schäffern liegt. Das umfasst knapp 100 Adressen mit etwa 300 Einwohnern. Dazu gehört auch die Ruine Bärnegg talauswärts oberhalb des Ortes.

Zur Katastralgemeinde Elsenau mit 872 Hektar gehört auch die Ortschaft Karnegg, die sich nordwestlich des Ortes am Rücken und in das Tal des Sulzbachs erstreckt. Dieser Bach bildet ab der Linie Bärneggraben – Samer die westliche Katastalgrenze. Östlich geht sie bis an die Landesgrenze am Gemeinderiegel () bei Ulrichsdorf, und dem hohen Mugel bei Schäffern.

Geschichte, Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Berneck in der Elsenau (Vischer 1681)

Die Burg Bärnegg (Perneck) wurde im späten 12. Jahrhundert, und ihre Herrschaft umfasste den ganzen Raum der steirischen Nordwestspitze östlich des Wechsel. Am heutigen Dreiländereck grenzte schon das Königreich Ungarn an. Das Gebiet gehört ursprünglich zum Chorherrenstift Vorau, dann den Herren von Schildgraben, den Pernern und den Rindsmaul.Kurze Geschichte in Heinrich Purkarthofer: Die in den Jahren 1991 und 1992 verliehenen steirischen Gemeindewappen. In: Mitteilungen des Stmk. Landesarchivs 42–43 (1992/1993), Anhang, S. 57 (ganzer Artikel S. 45–64, landesarchiv.steiermark.at; dort S. 13). Die Burg ist erst in den letzten Jahrzehnten zur Ruine verfallen, steht aber unter Denkmalschutz ().

Die Ortslage selbst ist schon 1316 als Puschenaw (‚Busch-Aue‘) urkundlich, und 1521 als ElsenawAndrea Zingl, Herbert Heissenberger: Elsenau – ein Ortsteil rund um den Schäffernerbach. In: Zeidung von Schäffern, Nr. 11, 2006, S. 12–13 (, zeidung.heimat.eu). (zu ‚Else‘, Traubenkirsche).

Kirchlich gehörte der Ort anfangs zur Pfarre Bärnegg, die Pfarrkirche Hl. Nikolaus stand bei der Burg und war Grablege der Perner von Pernegg. Sie wurde bis 1531 genutzt und verfiel in der Zeit der Gegenreformation. Bis 1741 wurde sie spätbarock neuerrichtet, verfiel durch die abgelegene Lage aber neuerlich, und wurde 1915 für den Neubau eines abgebrannten Bauernhauses bis auf den Turm weitgehend abgetragen. Auch diese Ruine ist heute denkmalgeschützt. Nach Auflösung der Pfarre Bärnegg gehörte Elsenau zu der dem Augustiner-Chorherrenstift Reichersberg (seit 1991 wieder Vorau) stift-vorau.at, abgerufen am 28. Oktober 2017. stift-vorau.at, abgerufen am 28. Oktober 2017. angegliederten Pfarrkirche Schäffern, die schon seit 1393 geschlossen urkundlich ist.Geschichte unserer Pfarre. schaeffern.at, abgerufen am 6. November 2017. Eine interessante, Glockenturmartige Kapelle steht gegenüber vom Gasthaus Jostl (Zingl), sie wurde 1833 erbaut und ist ebenfalls denkmalgeschützt. Die Friedenskapelle beim Anwesen Gamperl wurde 1989 errichtet. Foto, zeidung.heimat.eu, abgerufen am 6. November 2017.

Das heutige Gebiet des Ortes war schon seit Schaffung der Ortsgemeinden nach 1848/49 an der Straße geteilt, zwischen Schäffern und Sparbaregg (1964 Sparberegg). Die dortigen Häuser bildeten die Ortschaft Elsenau Sparberegg (Ortschaftskennziffer 15202). Per 1968 kam die Gemeinde Sparberegg zu Schäffern, damit lag der ganze Ort in einer Gemeinde. Im Jahr darauf kam die Ortschaft/Katastralgemeinde Sparberegg aber zu Pinggau. Die Ortschaft Elsenau Sparberegg wurde 2012 aufgelöst und zu Elsenau gegliedert, die Ortslage des Namens Elsenau-Sparberegg wird heute im Pinggauer Gemeindegebiet verortet. Im selben Jahr wurden auch die zerstreuten Häuser Karnegg eine eigene Ortschaft.

+ Bevölkerung und Gebäudestand Herzogtum Steiermark Bundesland Steiermark (Kthm. Österr.) (Österr.- Ugrn.) (Rep. Österr.) 1521 1527 1542 1572 1685 1770 1782 1810 1812 1846 18691951 1961 1971 1981 1991 2001 20112017 Elsenau (Ortsch.) – 407 345 230 294 403 341 317 315 344 396 427 374 361 // 30423 19 20 21 – 78 – 74 70 – 60 49 54 57 81 88 91 // 94 Elsenau (OB) – 170 193 –11 7 8 8 10 – 26 34 – Elsenau-Sparberegg – – 42 // – – – // – // … Sprung der Reihe 2011 zu 2017: Ortschaft mit Elsenau-Sparberegg (2006: 14 Häuser), aber ohne Karnegg (2017: 80 EW, 33 Adr.) OB … Ortschaftsbestandteil (der eigentliche Ort)

Literatur Annemarie Winkler: Elsenau. Heimatbuch, 3. Auflage, Eigenverlag, Elsenau 2011.

Weblinks

Nachweise

Kategorie:Ort im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld Kategorie:Geographie (Schäffern) Kategorie:Katastralgemeinde im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld Kategorie:Randgebirge östlich der Mur Kategorie:Ersterwähnung 1316