mini|St. Margaretha, Südseite mini|Innenansicht mit Blick nach Osten St. Margaretha ist eine nach der heiligen Margareta von Antiochia benannte evangelisch-lutherische Kirche in Rügland (Dekanat Ansbach).
Kirchengemeinde Ob St. Margaretha eine Filiale von St. Laurentius (Flachslanden) ist, kann nicht eindeutig nachgewiesen werden.M. Jehle: Kirchliche Verhältnisse und religiöse Institutionen an der oberen Altmühl, Rezat und Bibert, S. 286. Das Patronat übten ursprünglich die Herren von Vestenberg aus.M. Jehle: Kirchliche Verhältnisse und religiöse Institutionen an der oberen Altmühl, Rezat und Bibert, S. 285. Für das Jahr 1426 ist bezeugt, dass für St. Margaretha eine ewige Messe durch Craft von Vestenberg zu Rügland gestiftet wurde. Finanziert wurde diese durch Zehnten, Gülten und Hintersassen in Oberschlauersbach, Lentersdorf und Buch. 1427 stattete ebenderselbe die Kapelle St. Kilian und Klara (Andorf) mit den Abgaben von Gütern in Andorf, Frickendorf, Stockheim und Unternbibert aus. St. Kilian und Klara war eigentlich eine Filiale von St. Bartholomäus (Unternbibert), der Prediger wurde jedoch von den jeweiligen Rügländer Schlossherren gestellt. Erst nach dem Dreißigjährigen Krieg wurde St. Kilian und Klara von dem Prediger aus Unternbibert versorgt.M. Jehle: Kirchliche Verhältnisse und religiöse Institutionen an der oberen Altmühl, Rezat und Bibert, S. 277.
1550 wurde die Reformation eingeführt,So M. Jehle: Kirchliche Verhältnisse und religiöse Institutionen an der oberen Altmühl, Rezat und Bibert, S. 286.Nach H. Sommer (Hrsg.): Es geschah im Namen des Glaubens: evangelisch im Dekanat Ansbach, S. 122, wurde die Reformation 1527 eingeführt. Hans Sonntag wäre der erste evangelische Pfarrer gewesen. St. Margaretha blieb aber dekanatsfrei. Von 1584 bis 1984 übten die Herren von Crailsheim zu Rügland das Patronat aus.H. Sommer (Hrsg.): Es geschah im Namen des Glaubens: evangelisch im Dekanat Ansbach, S. 120f. Die Kirchenhoheit hatte seit dem 7. Juli 1796 das Fürstentum Brandenburg-Ansbach inne. Seitdem gehörte die Pfarrei zum Dekanat Leutershausen.
Um 1800 gehörten zur Pfarrei die Orte Lindach, Pilsmühle, Rosenberg und Rügland. Seit 1810 gehört St. Margaretha zum Dekanat Ansbach. 1827 wurde Haasgang von St. Jakob (Weihenzell) nach St. Margaretha umgepfarrt, 1839 der Ebenhof von St. Laurentius (Flachslanden). Nach 1840,Hier pfarrt Ruppersdorf noch nach Flachslanden. jedoch vor 1861Hier pfarrt Ruppersdorf bereits nach Rügland. kam noch Ruppersdorf ebenfalls von St. Laurentius nach Rügland.
Seit 1980 wird die Pfarrei St. Bartholomäus (Unternbibert) vom Rügländer Pfarrer mitversorgt.H. Sommer (Hrsg.): Es geschah im Namen des Glaubens: evangelisch im Dekanat Ansbach, S. 124.
Kirchengebäude Die heutige Kirche wurde 1754 vom Maurermeister Jakob Wallgreuth aus Ansbach im Markgrafenstil errichtet. Von den Vorgängerbauten (12. Jahrhundert und 1486/87) ist nichts erhalten geblieben. Lediglich acht Epitaphien des 15./16. Jahrhunderts wurden übernommen.
Der Turm im Westen hat einen quadratischen Grundriss. Durch ein Stichbogenportal im Westen betritt man die Eingangshalle. An der Südseite sind drei Stichbogenfenster übereinander angeordnet. Das Glockengeschoss hat abgeschrägte Ecken, weist Putzfeldergliederung auf und hat zu allen Seiten rundbogige Schallöffnungen mit Ziffernblatt. Abgeschlossen wird der Turm durch eine welsche Haube. Das Langhaus weist ebenfalls Putzfeldergliederung auf und rustizierte Ecklisenen. Er hat an der Nord- und Südseite auf drei Achsen hohe Rundbogen- und darunter Stichbogenfenster bzw. in der Mitte -portale. An der Ostseite gibt es zwei Rechteckfenster. Er hat ein Satteldach, das gegen Osten abgewalmt ist, zwei Achsen mit Walmgauben an der Nord- und Südseite und zwei Fledermausgauben an der Südseite. Am Osten schließt sich ein Anbau mit Walmdach an.
Der einschiffige Saal schließt mit einer Decke flach ab. Eine Doppelempore, die auf toskanischen Säulen ruht, ist an der West-, Nord- und Südseite eingezogen. An der Ostseite gibt es eine Orgelempore. An den Emporenbrüstungen sind 44 Darstellungen aus dem Leben Christi angebracht. Die Herrschaftsempore befindet sich an der Westseite. Der Kanzelaltar befindet sich an der Ostseite, davor der Taufstein, links und rechts davon sind Sitzgelegenheiten für die Herrschaften. Die gesamte Inneneinrichtung stammt aus dem Jahr des Kirchenneubaus.
1954 und 1987 wurde die Kirche renoviert.
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
St. Margaretha Kategorie:Kirchengebäude im Landkreis Ansbach Kategorie:Kirchengebäude des Kirchenkreises Ansbach-Würzburg Kategorie:Margareta-von-Antiochia-Kirche Kategorie:Kirchengebäude in Europa Kategorie:Barocke Kirche Kategorie:Barockbauwerk in Bayern Kategorie:Bauwerk in Rügland rugland