Carl Adalbert Günthel (* 17. Januar 1870 in Reichenberg; † im 20. Jahrhundert; vollständiger Name: Carl Adalbert Anton GünthelEs liegen mehrere Einträge im Passregister vor. Die Reihenfolge und Schreibung der Vornamen ist dabei nicht immer gleich. Vgl. z. B. die Einträge von 1911 und 1917.) war ein Architekt, der in Bremen ansässig und tätig war.
Leben Günthel arbeitete mehrere Jahre lang in einer Bürogemeinschaft mit Otto Wilhelm Hildebrand zusammen. Das Büro Hildebrand & Günthel war am Sielwall 42 in Bremen ansässig.Wiedergabe des Eintrags im Bremer Adressbuch von 1904 auf adressbuecher.genealogy.net Es war vor allem für seine Industriebauten bekannt; etliche Gebäude von Hildebrand & Günthel stehen mittlerweile unter Denkmalschutz.
Bauten des Architekturbüros wurden auch in der Abteilung Baukunst des XX. Jahrhunderts der Internationalen Baufach-Ausstellung 1913 in Leipzig ausgestellt.Hans Herzog (Hrsg.): Bericht über die Internationale Baufach-Ausstellung mit Sonderausstellungen Leipzig 1913. Leipzig 1917, S. 144. (Digitalisat auf archive.org, zuletzt abgerufen am 7. Januar 2018)
Bauten (Auswahl) Silo der Rolandmühle, Emder Straße 39: Das 1910 errichtete Bauwerk war damals mit 45 Metern Höhe der höchste Industriebau.Maren Beneke: Von Fabriken und Explosionen. In: Weser-Kurier vom 8. Juli 2016 (online auf www.weser-kurier.de) Es wurde 1925 von Carl-Heinrich Behrens-Nicolai im expressionistischen Stil umgebaut.Roland-Mühle Bremen auf www.architektur-bildarchiv.de Zwei Reihen eingeschossiger Schuppen zur Lagerung von Baumwolle am Bremer Fabrikhafen; Schuppen Nr. 1 bis 16 von 1912/1913, Schuppen Nr. 17 bis 21 und Nr. 27 von 1926/1927Bremen Hafen - alte Baumwollschuppen auf bremen-photos.de Silo der Hansamühle am Bremer Getreidehafen, erbaut 1915–1916Bremen - Blick auf die Hansamühle am Getreidehafen auf bremen-photos.de Kaffee-HAG-Werk II, Cuxhavener Straße 28 / Fabrikenufer / Hagstraße: Der Gebäudekomplex wurde in vier Bauabschnitten (1899, 1906, 1912 und 1914/1915) für die Ölmühle Groß-Gerau-Bremen erbaut und später von Kaffee Hag als Erweiterung ihres benachbarten Stammwerks (Kaffee-HAG-Werk I) genutzt. Erweiterungsbau für das Kaffee-HAG-Werk I: Der 1914 errichtete Erweiterungsbau enthält den Marmorsaal. Bremer Zweigwerk der Kunerolwerke (Emanuel Khuner & Sohn, Wien) von 1910.Die Kunerolwerke in Bremen. In: Der Industriebau, 1. Jahrgang 1910, Heft 8, S. 176.
Einzelnachweise
Kategorie:Architekt (Bremen) Kategorie:Geboren 1870 Kategorie:Gestorben im 20. Jahrhundert Kategorie:Mann