mini|Sir John William Lubbock, 3. Baronet, 1843 Sir John William Lubbock, 3. Baronet (* 26. März 1803 in London; † 21. Juni 1865 in High Elms, KentCharles Knight: Biography. Bradbury, Agnew & Co, London 1856–1872, 7 Bände (The English Cyclopaedia, Division III).) war ein britischer Astronom, Physiker, Mathematiker und Bankier. Er galt als führend in der Verbreitung der Wahrscheinlichkeitstheorie von Laplace in England. Er erwarb sich Verdienste um die Theorieentwicklung zu den Gezeiten und um die Beschreibung der Bewegung von Kometen und Planeten und ihren Perturbationen.

Leben Lubbock war das einzige Kind von Sir John William Lubbock, 2. Baronet (1774–1840) und Mary Entwisle. Beim Tod seines Vaters erbte er 1840 dessen 1806 in der Baronetage of the United Kingdom geschaffenen Adelstitel als 3. Baronet, of Lammas.

Lubbock studierte ab 1821 am Trinity College der University of Cambridge, wo er 1825 den Abschluss eines Bachelor of Arts und 1833 den eines Master of Arts erwarb. 1825 trat er in das Bankhaus seines Vaters ein (Lubbock & Co., eine Vorgängerinstitution der Royal Bank of Scotland). 1828 wurde er Fellow der Astronomical Society (seit 1831 Royal Astronomical Society) und 1829 Fellow der Royal Society, deren Schatzmeister und Vizepräsident er von 1830 bis 1835 und von 1838 bis 1847 war. 1832 wurde Lubbock in die American Academy of Arts and Sciences und 1849 in die Accademia delle Scienze di Torino gewählt. 1834 wurde er mit der Royal Medal ausgezeichnet, 1836 hielt er die Bakerian Lecture über die Gezeiten im Londoner Hafen, 1848 erhielt er eine Anerkennungsmedaille der Royal Astronomical Society.Gold Medal Winners (PDF, 308 kB) der Royal Astronomical Society (ras.org.uk); abgerufen am 28. Oktober 2017. Von 1837 bis 1842 fungierte er als Vizekanzler der University of London, 1852 als High Sheriff of Kent.

Nach ihm sind der Mount Lubbock in der Antarktis und der Mondkrater „Lubbock“ benannt.

Aus seiner am 29. Juni 1833 geschlossenen Ehe mit Harriet Hotham hatte er elf Kinder. Sein ältester Sohn, John Lubbock, 1. Baron Avebury, erbte 1865 seinen Baronettitel.

Literatur

Anon.: Sir John William Lubbock, Bart. Monthly Notices of the Royal Astronomical Society, Band 26, S. 118 (Nachruf)

Weblinks

Sir John William Lubbock, 3rd Bt. bei thepeerage.com Veröffentlichungen von J.W. Lubbock im Astrophysics Data System

Einzelnachweise

Kategorie:Astronom (19. Jahrhundert) Kategorie:Physiker (19. Jahrhundert) Kategorie:Mathematiker (19. Jahrhundert) Kategorie:Bankier Kategorie:Baronet Kategorie:Mitglied der Royal Society Kategorie:Mitglied der Royal Astronomical Society Kategorie:Mitglied der American Academy of Arts and Sciences Kategorie:Mitglied der Accademia delle Scienze di Torino Kategorie:Person als Namensgeber für einen Mondkrater Kategorie:Brite Kategorie:Geboren 1803 Kategorie:Gestorben 1865 Kategorie:Mann