Liste Adresse Name Inschrift mit Ergänzungen Verlegedatum Bild AnmerkungGestiftet vonGemäß der offiziellen Liste der Stadt Mainz (PDF) Eisenbahnstraße 12 140px Friedel Janecek Hier wohnte Friedel Janecek Jg. 1905 Verhaftet 1933 KZ Osthofen Überlebt 100px Janecek und seine Frau Ella waren in den 50er und 60er Jahren mehrmals wegen ihres Engagements gegen die Remilitarisierung und für die illegale KPD angeklagt. 1979 wurde Friedel Janecek von Oberbürgermeister Jockel Fuchs für Verdienste um den Sport mit dem Wappenteller der Stadt Mainz ausgezeichnet. Förderkreis Gedenkstätte AKK Eleonorenstraße 16 140px 140px Abraham Laub Hier wohnte Abraham Laub Jg. 1895 Deportiert 1942 Piaski Ermordet 100px Abraham und Itta Laub waren eine wohlhabende Kaufmannsfamilie, die in Mainz eine Rohstoffhandlung mit Metallen, Tierfellen und Lumpen betrieben. Bevor sie 1940 enteignet und zwangsweise nach Mainz-Kastel umziehen mussten, konnten sie noch ihre drei Söhne in der Schweiz in Sicherheit bringen. Abraham Laub fühlte sich ganz als Deutscher und war Mitglied im Brieftaubenverein und einem Zusammenschluss von BMW-Motorradfahrern.Hartmut Bohrer: Stolpersteine in Wiesbaden. Band 2: 2009–2010. Aktives Museum Wiesbaden, Wiesbaden 2011, ISBN 978-3-941289-07-9, S. 56. Itta Laub Hier wohnte Itta Laub Jg. 1896 Deportiert 1942 Piaski Ermordet 100px Marie Oppenheim Hier wohnte Marie Oppenheim Jg. 1881 Deportiert 1942 Piaski Ermordet 100px Von der Familie Oppenheim ist wenig bekannt. Moritz Oppenheim war Bankbeamter und vermutlich Prokurist bei der Deutschen Diskontobank in Mainz, seine Frau Marie Hausfrau. Ihr 1906 geborener Sohn Alfred wanderte schon 1933 nach Argentinien aus und verstarb dort 1977. Er sah seine Eltern nie wieder.Hartmut Bohrer: Stolpersteine in Wiesbaden. Band 2: 2009–2010. Aktives Museum Wiesbaden, Wiesbaden 2011, ISBN 978-3-941289-07-9, S. 58. Kennkarte Marie Oppenheim Kennkarte Moritz Oppenheim Moritz Oppenheim Hier wohnte Moritz Oppenheim Jg. 1877 Deportiert 1942 Piaski Ermordet 100px Dr. Julius Thilo Hier wohnte Dr. Julius Thilo Jg. 1866 Deportiert 1942 Auschwitz Ermordet 3.12.1942 100px Dr. Thilo, Inhaber einer von ihm 1901 gegründeten chemischen Fabrik in Mainz, wurde 1942 wegen der „Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens“ verhaftet und verurteilt und kehrte nie mehr in sein Haus zurück.Hartmut Bohrer: Stolpersteine in Wiesbaden. Band 2: 2009–2010. Aktives Museum Wiesbaden, Wiesbaden 2011, ISBN 978-3-941289-07-9, S. 54. Kennkarte Dr. Julius Thilo Heinrich Wolff Hier wohnte Heinrich Wolff Jg. 1878 Deportiert 1942 Piaski Ermordet 100px Die Familie Wolff betrieb in Nackenheim eine Weingroßhandlung. Heinrich Wolff war Frontkämpfer im 1. Weltkrieg und in Nackenheim als Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr und des TuS Nackenheim sehr beliebt. Die beiden Söhne der Familie konnten 1938 durch ihre Flucht nach NYC den Nazis entkommen. Wenige Wochen vor ihrer Deportation wurde Selma und Heinrich Wolff die Wohnung in Kastel zugewiesen.Raymond Wolff, Stolpersteine in Wiesbaden. Band 2: 2009–2010. Aktives Museum Wiesbaden, Wiesbaden 2011, ISBN 978-3-941289-07-9, S. 60. Kennkarte Heinrich Wolff Kennkarte Selma Wolff Selma Wolff Hier wohnte Selma Wolff Jg. 1883 Deportiert 1942 Piaski Ermordet 100px In der Witz 36 140px Johann Juli Hier wohnte Johann Juli Jg. 1894 Verhaftet 1936 Gefängnis Mainz Überlebt 100px Johann Juli, letzter Vorsitzender der SPD in Mainz-Kastel vor der Machtergreifung des NS-Regimes, im Widerstand tätig, 1936 zu zwölf Monaten Gefängnis verurteilt. Kirche am Rochusplatz 140px Johann Baptist Schwalbach Hier wirkte Pfarrer Johann Baptist Schwalbach Jg. 1889 Verhaftet 1938 und 1941 Zuchthaus Darmstadt Überlebt 100px Pfarrer Johannes Baptist Schwalbach besetzte die Pfarrstelle in Mainz-Kastel am 01.03.1923 und bekleidete ab dem 03.11.1936 zugleich die Position des Diözesanpräses der Katholischen Männer- und Arbeitervereine, womit er in das Visier der Nationalsozialisten gelangte. Dies brachte ihm vom 11.02. bis 29.09.1938 und noch einmal 1941 für drei Wochen in Frankfurt/Main und Darmstadt eine „Schutzhaft“ ein. Pfarrer Schwalbach starb 1957 und wurde in Nierstein beigesetzt.Bischöfliche Kanzlei (Hrsg.): Necrologium Moguntinum 1802/03 – 2009. Mainz 2009, S. 193–194. Mainzer Straße 1 140px Peter Hück Hier wohnte Peter Hück Jg. 1905 Verhaftet 1936 und 1944 wegen „Hetze“ Zuchthaus Kassel Buchenwald Strafbataillon 999 Überlebt 100px Peter Hück, regionaler Stützpunktleiter des Zusammenschlusses des von überregionalen SPD- und KPD-Mitgliedern organisierten Widerstandes gegen das NS-Regime, wurde 1936 zu einer Zuchthausstrafe von zwei Jahren und drei Monaten verurteilt. Mainzer Straße 2 140px August Klotzbach Hier wohnte August Klotzbach Jg. 1899 Verhaftet 1935 wegen „Heimtücke“ Zuchthaus Darmstadt Überlebt 100px August Klotzbach, hatte im 1. Weltkrieg als Soldat eine Gasvergiftung erlitten, von der er sich nie erholt hatte und war deshalb invalide. Klotzbach wurde noch in Friedenszeiten 1934 wegen Verstoßes gegen das „Heimtückegesetz“ zu 15 Monaten Haft verurteilt. Eine Entschädigung für die zu Unrecht erlittene Haft wurde ihm 1951 verweigert.Hartmut Bohrer: Stolpersteine in Wiesbaden. Band 2: 2009–2010. Aktives Museum Wiesbaden, Wiesbaden 2011, ISBN 978-3-941289-07-9, S. 112. Zehnthofstraße 38 140px Peter Schneider Hier wohnte Peter Schneider Jg. 1907 Verhaftet 1933 KZ Osthofen Überlebt 100px Peter Schneider, Werkzeugmacher bei Opel in Rüsselsheim, Gewerkschaftler und Sozialdemokrat, wurde schon 1933 von den Nazis in das KZ Osthofen eingeliefert. Dort lernte er Carlo Mierendorff kennen, der sein weiteres Leben nachhaltig prägte. Nach dem Krieg engagierte er sich als „Unbelasteter“ in der Kommunalpolitik seines Heimatortes Mainz-Kastel.Richard Schneider: Stolpersteine in Wiesbaden. Band 2: 2009–2010. Aktives Museum Wiesbaden, Wiesbaden 2011, ISBN 978-3-941289-07-9, S. 218.
Weblinks Liste der Stolpersteine in Mainz inkl. Mainz-Kastel (PDF) Stolpersteine Mainz Stolpersteine in Mainz (einschließlich Mainz-Kastel) bei regionalgeschichte.net
Einzelnachweise
Mainz-Kastel Kategorie:Mainz-Kastel