San Ponziano () ist eine Pfarrkirche und Titeldiakonie im römischen Stadtteil Monte Sacro Alto mini|Innenansicht

Kirchenpatron ist Pontianus von Spoleto, ein frühchristlicher Märtyrer.

Geschichte Die Pfarrei wurde am 3. Februar 1963 mit einem Erlass von Kardinalvikar Luigi Traglia gegründet. Zwischen 1970 und 1974 wurde die Kirche von dem Architekten Giuseppe Russo Rocca (1930–?) gebaut. Am 2. Mai 1982 wurde die Kirche von Papst Johannes Paul II. als erste Kirche nach seinem Attentat besucht.

Am 24. November 2007 wurde die Kirche von Papst Benedikt XVI. zur Titeldiakonie erhoben.

Beschreibung San Ponziano ist eine Saalkirche, deren Front ihre ungewöhnliche Innenarchitektur spiegelt. Die Frontseite ist gegliedert in zwei Zonen. In der unteren, gleichmäßig verputzten Zone, die durch ein durchlaufendes Putzband abgeschlossen wird, öffnet sich trapezförmig das Portal. Die folgende Zone mit dem hohen zentralen Kreuz aus Metall ist gegliedert durch parallel angeordnete Längsstreifen, die sich am First, treppenartig gestuft, dem Verlauf der Linien des Giebels anpassen. Horizontal gegliedert wird die durch eine Fensterband an der Basis mit kleinen, fünfeckigen Fensteröffnungen.

Das Innere der Kirche wird durch das raumhohe Wandgemälde des Kapuzinerpaters Ugolino da Belluno (1919–2002) aus dem Jahr 1994 dominiert. Als Dreifaltigkeit dargestellt ist Gott Vater symbolisch durch ein Dreieck, der Heilige Geist in der Gestalt einer Taube und Christus als Auferstandener (Cristo risorto e benedicente), mit den Vier-Evangelisten-Symbolen sowie Maria, der Mutter Jesu und dem Heiligen Ponziano. Hinter Maria stehen die Schatten von zwei Frauen, eine Anspielung auf die drei Marien, hinter Ponziano der Schatten Johannes des Täufers mit einem Lamm auf der Schulter.

Die Terrakottareliefs des Kreuzwegs stammen von Agatina Perrotta.

Kardinaldiakone Die bisherigen Kardinaldiakone waren: Urbano Navarrete SJ, Theologe, 24. November 2007 – 22. November 2010 Santos Abril y Castelló, Kurienkardinal, seit 18. Februar 2012 (seit 4. März 2022 Kardinalpriester pro hac vice)

Einzelnachweise

Literatur G. Carpaneto: Quartiere XXVIII. Monte Sacro Alto, in AA.VV, I quartieri di Rom. Newton & Compton Editori, Roma 2006. Claudio Rendina: Le Chiese di Roma. Newton & Compton Editori, Rom 2000. S. 314, ISBN 978-88-541-1833-1

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