mini Michael Sazarin (* 2. Oktober 1943 in Danzig; † 7. November 2023Traueranzeige im Hamburger Abendblatt vom 25. November 2023, abgerufen am 25. November 2023) war ein deutscher Künstler. Sein Werk umfasst Malerei, Radierungen, Collagen und Materialarbeiten. Michael Sazarin lebte und arbeitete in Hamburg-St. Georg.

Leben Sazarin wurde als Sohn der russischen Tänzerin und Schauspielerin Maria Sazarina 1943 in Danzig geboren. Von 1943 bis 1945 lebte er mit seiner Mutter auf dem Gut seines Patenonkels Max Schmeling in Ostpreußen. 1945 flohen seine Eltern mit dem Kind nach Hamburg. Mit 16 Jahren lernte er den Tischlerberuf bei Blohm & Voss. 1962 wanderte Sazarin die USA aus. Er jobbte in unterschiedlichen Berufen und war in der US Army. 1969 kehrte er nach Deutschland zurück, um autodidaktisch Literatur und Kunstgeschichte zu studieren. 1971 begann Sazarin mit ersten Zeichnungen. 1981 zog Sazarin in das Haus für Kunst & Handwerk und lebte seither als freischaffender Künstler.

Werk Das Werk Sazarins umfasst neben der Malerei auch Zeichnungen, Radierungen, Rost- und Materialarbeiten. Aus der figürlichen Zeichnung kommend, wurden seine Arbeiten im Lauf der Zeit zunehmend abstrakter. So deutete er oft Körper und Porträts nur an. Während des Malens und aus Farbschüttungen entstanden zufällige Strukturen, mit denen der Künstler anschließend weiterarbeitete. Beeinflusst wurde Sazarin unter anderem von der japanischen Zen-Philosophie und dem Taoismus Lao-Tses.

Bezeichnend für seine Werke ist zudem eine mehrschichtige Struktur. Diese erreichte er unter anderem durch die Verwendung von Erde, Sand, Zement und spiegelnden Lasuren. Dabei dominieren die Farben Schwarz, Weiß und Rot. Im Gespräch mit dem Autor Peter Schütt äußerte Sazarin sich folgendermaßen: „Das Bild malt sich selbst. Es kommt auf mich, es fließt durch mich hindurch, es erscheint mir vor meinem inneren Auge und springt von dort direkt auf die Leinwand.“

Das Gesamtwerk Sazarins umfasst ca. 500 großformatige Gemälde und rund 1.000 Zeichnungen.

Einzelausstellungen (Auswahl) 1978: Kunsthaus Hamburg 1979: Galerie L., Hamburg 1980: Galerie Metzner, Hamburg 1983: Galerie Bollhagen, Worpswede 1984: Ernst-Deutsch-Theater, anlässlich der Aufführung von „Montserrat“ 1996: Sankt-Jacobi-Kirche (Südschiff), Hamburg 2000–06: Galerie Curare, Hamburg 2007: Projekthaus Altona, Hamburg 2007: Galerie Anne Moerchen, Hamburg 2008: Galerie Puncto, Wien 2010: Galerie Anne Moerchen, Hamburg 2011: Museumsschiff „Cap San Diego“ im Hamburger Hafen 2012: Galerie auf Zeit, Wismar 2014: Artgeschoss, Wolfenbüttel 2015: Ausstellung im eigenen Atelier 2016: Ausstellung im eigenen Atelier 2017: Ausstellung im eigenen Atelier 2018: Grace Denker Gallery – Urknall und Stille, Hamburg

Internationale Ausstellungen

1985: Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Vatikanstadt 2008: Galerie Puncto, Wien 2012: Art Madrid / Spanien 2012: Art Beijing / China 2012: Shanghai Art Fair / China

Weblinks Website von Michael Sazarin Michael Sazarin bei Artists.de Interview in: Brigitte.de Ganz Hamburg Sazarin - ein Portrait

Einzelnachweise

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