mini|Jōdo-Halle mini|Plan der Anlage (siehe Text) Das Jōdo-ji () ist ein Tempel der Shingon-Richtung des Buddhismus in der Stadt Ono in der Präfektur Hyōgo, Japan.

Geschichte Die Gegend um Ono gehört seit der Mitte des 12. Jahrhunderts zum Grundbesitz des Tōdai-ji. Nach dem Verlust des großen Hauptgebäudes durch Brand im Jahr 1180 bemühte sich Priester Shunjōbō Chōgen (; 1121–1206) auf Wunsch des Kaisers Go-Shirakawa um den Wiederaufbau. Dazu sollten die Erträge des Ono-Gebietes beitragen, das dabei durch den Bau des Jōdo-ji gestärkt wurde.Chōgen initiierte zahlreiche Tempelbauten. Neben dem Jōdo-ji ist die neue Haupthalle des Tōdai-ji und das Shinbessho () auf dem Berg Koya zu nennen.

Die Anlage mini|Jōdo-Halle Über eine Treppe erreicht man das etwas höher gelegene Tempelgelände. Die Hauptgebäude bilden ein Dreieck mit der Jōdo-Halle (; 1) im Westen, die Yakushi-Halle (; 2) im Osten und dem Hachiman-Schrein (; 8) im Norden. Die Jōdo-Halle wird wegen ihrer Hauptkultfigur, dem Amida Nyorai (), auch Amida-Halle genannt. Sie gehört neben dem Südtor () des Tōdai-ji zu den einzigen noch existierenden Beispielen des Daibutsu-Stils, hier kenntlich an der Struktur der Kapitelle. Sie ist als Nationalschatz registriert. Sie ist quadratisch mit 3 Ken Seitenlänge und ist mit Ziegeln gedeckt. Der Abstand ist mit 20 Shaku, also etwa 6 m, sehr weit. Innen besitzt das Gebäude oben keine Decke, sondern man sieht direkt das innen bemalte Holzdach.

Die gegenüber stehende Yakushi-Halle ist ein wenig größer und ebenfalls quadratisch, aber sie ist mit 5 × 5 Ken anders gegliedert. Ursprünglich war sie auch im Daibutsu-Stil erbaut, ging aber in der Muromachi-Zeit durch Brand verloren. Die gegenwärtige Halle stammt aus dem Jahr 1517 und ist im sogenannten japanischen Stil erbaut. Die Halle ist als Wichtiges Kulturgut Japans registriert.

Der Hachiman-Schrein wurde 1235 erbaut. Die Haupthalle () hinten ist 3 Ken breit und hat ein nach vorne herab schwingendes Nadare-Dach, das Irimoya-Dach ist mit Zedernschindeln gedeckt. Das kleine Gebäude ist ein gutes Beispiel für Schrein-Architektur der Muromachi-Zeit. Die Gebetshalle () davor ist in einem Mischstil erbaut, sie zeigt Baumerkmale der späten Kamakura-Zeit. Beide Gebäude sind wichtiges Kulturgut.

Die weiteren Gebäude auf dem Tempelgelände, der Glockenturm (; 3), die Fudō-Halle (; 4), die Kaisan-Halle (, Kaisan-dō; 5), in der der Tempelgründer verehrt wird, der Sutren-Speicher (, Kyōzō; 6) und die Monju-Halle (, Monju-dō; 7), in der der heilige Monju verehrt wird, bilden zusammen mit den Hauptgebäuden ein eindrucksvolle Tempelanlage (, Garan).

Schätze des Tempels Die Hauptkultfigut, der Amida-Nyorai in der Haupthalle, beeindruckt mit einer Höhe von 5,3 m. Er wird rechts und links von zwei Heiligen begleitet. Es sind die heilige Kannon () und der heilige Seishi (), beide 3,7 m groß. Diese Trinität wurde von Kaikei hergestellt und ist wie die Halle selbst Nationalschatz. Es gibt einen weiteren Amida und 25 Heiligengesichter, die ebenfalls von Kaikei und Mitarbeitern stammen und die als Wichtiges Kulturgut registriert sind. Früher wurden sie auf der Nyorai-Zusammenkunft (, Nyorai-e) gezeigt, die aber gegenwärtig nicht stattfindet.

Bilder

Anmerkungen

Literatur Hyōgo-ken no rekishi sampo henshu iinkai (Hrsg.): Jodo-ji. In: Hyogo-ken no rekishi sampo (ge). Yamakawa Shuppan, 2012. ISBN 978-4-634-24828-1.

Weblinks

Kategorie:Buddhistischer Tempel in der Präfektur Hyōgo Kategorie:Erbaut in den 1100er Jahren Kategorie:Ono (Hyōgo)