Der Friedhof Biesdorf ist ein landeseigener Friedhof im Berliner Ortsteil Biesdorf. Er geht auf eine Landschenkung der Familie Siemens an das damalige Dorf Biesdorf im Umland von Berlin zurück und wurde 1898 eröffnet.

Lage Der parkähnliche kommunale Friedhof liegt am Biesdorfer Friedhofsweg 10. Sein Eingang befindet sich etwa 300 m nördlich der Straße Alt-Biesdorf. Der sechs ha große FriedhofListe der Friedhöfe in Berlin ist in Dreiecksform angelegt und wird im Nordwesten von der Trasse der U-Bahn-Linie U5, im Süden von der Biesdorfer Höhe und im Osten vom Landschaftspark Wuhletal begrenzt.

Geschichte mini|links|Feierhalle Der Friedhof Biesdorf wurde 1898 als Gemeindefriedhof eröffnet. Er war eine Schenkung der Familie Wilhelm von Siemens, des Besitzers des Schlosses Biesdorf und umfasste ursprünglich eine Fläche von etwa einem Hektar. Die Feierhalle ist ein Backsteinbau in neogotischem Stil mit einer Vorhalle und polygoner Apsis, die zugleich mit der Anlage errichtet wurde. An der Südseite des Friedhofs befinden sich 1994/95 rekonstruierte Erbbegräbnisstätten mit eindrucksvollen Wand-Grabmalen von Familien Biesdorfer Landwirte und Gemüsebauern.Erbbegräbnisstätten. – Die Gesamtanlage des Friedhofs steht unter Denkmalschutz.Beispiele einer Familiengrabstätte auf diesem Friedhof, abgerufen am 24. Oktober 2021. mini|links|Erbbegräbnisse (südöstlich der Kapelle)

Im Jahr 1998 wurde die Skulptur Unitas des Bildhauers Volker Hansen aufgestellt. auf www.kulturfuehrer-berlin.de.Foto der Skulptur Unitas (Nr. 5974 aufrufen), abgerufen am 24. Oktober 2021. Unweit davon befindet sich eine zweite, namenlose Skulptur des Bildhauers Hans-Peter Goettsche aus dem Jahr 1960.Auf dem Sockel eingraviert sind Nachname des Bildhauers und Entstehungsjahr. Wann sie dort errichtet wurde, ist nicht bekannt. mini|rechts|Volker Hansen: UNITAS (1998)

Auf dem Gelände des Friedhofs befinden sich sechs Gemeinschaftsgrabanlagen, in denen 360 Opfer von Krieg und Gewalt bestattet worden sind. Die Anlagen wurden in den 2010er Jahren wieder hergerichtet. Sie sind durch gemeinsame Grabplatten mit den Namen der hier bestatteten Personen gekennzeichnet.Alle Namen der auf dem Biesdorfer Friedhof Bestatteten mit Geburts- und Todesdatum, alphabetisch geordnet, auf www.denkmalprojekt.org, abgerufen am 24. Oktober 2021.

mini|rechts|Skulptur des Bildhauers Hans-Peter Goettsche aus dem Jahr 1960

Bestattete Persönlichkeiten

Günter Mittag, Mitglied des Politbüros des Zentralkomitees der SED, wurde 1994 auf dem Friedhof beigesetztSeit hundert Jahren werden auf dem Friedhof an der Straße Alt-Biesdorf Verstorbene zur letzten Ruhe gebettet. „Wir sind eben ein Dienstleistungsunternehmen“. In: Berliner Zeitung, 12. August 1995., später aber auf den Friedhof in Zepernick umgebettet. mini|links|Erbbegräbnis Familie Julius Palm

Siehe auch Berliner Bestattungswesen Liste der Friedhöfe in Berlin

Weblinks

Lageplan Fotos des Friedhofs Informationen zum Friedhof Biesdorf

Einzelnachweise

Kategorie:Friedhof im Bezirk Marzahn-Hellersdorf Kategorie:Berlin-Biesdorf Kategorie:Kulturdenkmal (Berlin) Kategorie:Erbaut in den 1890er Jahren