Franz Petrowitsch Schiller (; * 10. November 1898 im Dorf Tonkoschurowka (Mariental), Gouvernement Samara, Russisches Kaiserreich; † 22. Juni 1955 in Tinskaja, Region Krasnojarsk, Sowjetunion) war ein sowjetischer Literaturwissenschaftler.

Leben

Schiller wurde in eine Familie russlanddeutscher Kleinbauern im wolgadeutschen Dorf Mariental geboren.

Von 1917 bis 1921 arbeitete er als Lehrer. Danach begann er ein Studium an der Moskauer Staatsuniversität. Ab 1929 lehrte er dort Literatur. Zudem war er Mitarbeiter des Gorki-Instituts für Weltliteratur und des Marx-Engels-Institut, wo er half, Marx’ Manuskripte zu transkribieren. Er schrieb außerdem für die Zeitschrift Literaturny Kritik im Umfeld von Georg Lukács und Michail Lifschitz.

1938 wurde er im Zuge der Stalinschen Säuberungen verhaftet. Nach seiner Freilassung 1946 arbeitete er als Schullehrer für Deutsch in der Omsker Region.

Weblinks

https://lexikon.wolgadeutsche.net/article/330

Einzelnachweise

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