mini|Wappen der Adelsfamilie Transehe

Transehe-Roseneck ist der Familienname eines deutsch-baltischen Adelsgeschlechts, dessen Ursprung seit 1670 nachgewiesen werden kann. Anfangs unterlag die Registrierung mehrerer Fehler, die durch willkürliche Eintragungen in die livländische Adelsmatrikel erfolgt waren. Die urkundliche Darstellung beginnt mit einer Eingabe des Valerius von Transehe, die er um 1660 an die schwedische Regierung gerichtet hatteGenealogisches Handbuch der baltischen Ritterschaften (GHdbR), personen.digitale-sammlungen.de, S. 692.. Gemäß dieser Eingabe konnte, soweit urkundlich belegbar, nachgewiesen werden, dass der Großvater des Valerius mit Namen Thies Transehe infolge der Inquisition aus den Spanischen Niederlanden geflüchtet sein – was nicht eindeutig belegbar ist – und sich in Livland angesiedeltGHdbR, S. 692 und 698. haben soll. In den Jahren 1641 und 1663 wurden Mitglieder der Familie in den schwedischen Adelsstand erhoben, 1747 erhielt die Adelsfamilie das livländische Indigenat.

Geschichte Aus seiner Ehe mit einer geborenen Blank hatte Thies Transehe († um 1558) den Sohn Gerhard (* um 1555, † um 1599). Gerhard wurde von seinem Taufpaten, dem OrdensratAmtsträger bei einem Ritterorden. In: Deutsches Rechtswörterbuch (DRW) drw-www.adw.uni-heidelberg.de Gerhard NoldePfandurkunde vom 23. Februar 1560 herder-institut.de in das Herzogtum Kurland und Semgallen verbracht und an Kindes statt aufgenommen. Hier wuchs er gemeinsam mit den leiblichen Kindern Noldes auf und wurde auch mit ihnen ausgebildet. Nach dem Studium berief sein Adoptivvater ihn als Prediger in die Pfarre GramsdenGramsden im Kirchspiel der Oberhauptmannschaft Goldingen books.google.de, in der er urkundlich 1582 und 1592 nachgewiesen werden kann. Ab 1599 war er in der Pfarrei zu Schrunden tätig. Aus seinen beiden Ehen hatte er folgende Söhne: Heinrich († 1661), Joachim (1589–1673), Hermann (studierte 1610 in Rostock), Valerius (1596–1669) und Wilhelm Dietrich († 1657). Joachim wurde der Stammvater der nachfolgend schwedischen Hauptlinie und Valerius setzte die livländische Hauptlinie fort.

Schwedische Hauptlinie Stammvater der schwedischen Linie, die nur eine Generation ausfüllte, war Joachim Transehe von Roseneck (1589–1615). 1641 wurde er unter dem Namen "von Roseneck" in den schwedischen Adel erhoben.

Livländische Hauptlinie Die livländische Hauptlinie wird von Valerius von Transehe (1596–1669) angeführt, im Mannesstamm folgten ihm: Gerhard Johann († 1675), Otto Valerius (gefallen 1656 bei Riga) und Joachim Friedrich (1640–1692, erloschen 1766). Gerhard Johann führte die Hauptlinie fort, es folgten ihm sein Sohn Ernst Johann und dessen Sohn Alexander Christopher (1691–1731). Unter seinen Söhnen teilte sich die Hauptlinie in die Linien Sackenhof-Neu-Wrangelshof (Karl August 1717–1778) und Selsau-Erlaa (Otto Johann 1721–1791).

Stammfolge A. Sackenhof-Neu-Wrangelhof

Stammfolge B. Selsau-Erlaa

Literatur Genealogisches Handbuch der baltischen Ritterschaften, Görliz 1929, (Digitalisat) Astaf von Transehe-Roseneck (Bearb.): Genealogisches Handbuch der livländischen Ritterschaft, Bd.: 2, Görlitz, ca. 1935, (Digitalisat) Carl Arvid Klingspor, Adolf Matthias Hildebrandt: Baltisches Wappenbuch, Wappen sämmtlicher, den Ritterschaften von Livland, Estland, Kurland und Oesel zugehörigen Adelsgeschlechter, Stockholm, 1882, Tafel 118

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