mini|Brandy (2019)rahmenlos|hochkant|klasse=notpageimage|Brandys Autogramm-Unterschrift Brandy (* 11. Februar 1979 in McComb, Mississippi; bürgerlich Brandy Rayana Norwood), als Rapperin auch unter den Künstlernamen B-Rocka oder Bran’Nu bekannt, ist eine US-amerikanische R&B-Sängerin, Songwriterin, Schauspielerin und Rapperin. Mit mehr als 50 Millionen verkauften Tonträgern gilt sie als eine der erfolgreichsten R&B-Interpretinnen.
Kindheit Brandy Norwood wurde 1979 in McComb, Mississippi als erstes Kind des Chorleiters und Gospelsängers Willie Norwood und seiner Frau, der H&R Block-Angestellten Sonja Bates-Norwood, geboren. Sie ist die ältere Schwester des Sängers und Schauspielers William Raymond „Ray“ Norwood Jr (* 1981) und Cousine der Musiker Snoop Dogg und Bo Diddley. Als die Familie im Sommer 1988 nach Kalifornien übersiedelte, halfen ihr die beiden Manager Earl Harris and Chris Stokes zu Engagements als Backgroundsängerin für Gruppen wie Norment und Immature.
Karriere 1994–1997: Erster kommerzieller Erfolg mini|Das Brandy-Logo der Alben Brandy (1994) und Never Say Never (1998)1993 unterzeichnete Norwood im Alter von 14 Jahren ihren ersten Plattenvertrag bei Atlantic Records. Ein Jahr später erschien ihr Debütalbum Brandy. Die Platte stieg unmittelbar in die Top 20 der US-amerikanischen Billboard-Charts und wurde von der RIAA vier Mal mit Platin prämiert.Brandy: Timeline. Rock on the Net. Im Folgejahr wurde Brandy daraufhin für drei Grammy Awards nominiert (Beste Rap Performance von einer Gruppe, Beste Weibliche R&B Performance, Beste Neue Künstlerin); hinzu kamen Auszeichnungen wie der Billboard Music Award, MTV Video Music Award oder auch der Lady of Soul Train Award.
Anschließend arbeitete Norwood an verschiedenen Soundtracks zu Erfolgsfilmen wie Batman Forever (1995) und steuerte mit den beiden Singles Sittin’ up in My Room und Missing You (in Zusammenarbeit mit Gladys Knight, Chaka Khan und Tamia) zwei erfolgreiche Titellieder zu den Filmen Warten auf Mr. Right (1996) und Set It Off (1996) bei. Daneben konnte sie sich 1996 als Hauptdarstellerin in der UPN-Sitcom Moesha verpflichten, die ihr auch als Schauspielerin zum Durchbruch verhalf.
1998–2000: Weltweite Bekanntheit mini|hochkant|links|Brandy (1997) Im Sommer 1998 wurde die Single The Boy Is Mine, ein Duett mit Sängerin Monica als erste Auskopplung aus dem zweiten Album Never Say Never veröffentlicht. Sowohl die Single als auch das Album übertrafen den Erfolg der vorherigen Platte und verhalfen zu erstem Erfolg auf internationalem Terrain. The Boy Is Mine hielt sich dreizehn Wochen auf Platz 1 der US-Charts und wurde zur meistverkauften Single des Jahres;Billboard Year-End Chart-Toppers: 1998. Rock on the Net. in Deutschland wurde die Nummer ein Top-5-Hit.. Chartsurfer.de. Brandys zweites Album stieg auf Platz 3 in den Billboard 200 ein und auf Platz 2 der U.S. Billboard Top R&B/Hip-Hop albums Charts, wurde ein globaler Erfolg. Die Platte erhielt fünf Platinauszeichnungen von der RIAA, gefolgt von fünf Grammy-Nominierungen und mehreren American Music Awards. Aus dem Album wurden daraufhin vier weitere Singles aus der Platte ausgekoppelt, darunter Norwoods zweiter Nummer-1-Hit Have You Ever, die internationale Hitsingle Top of the World, Almost Doesn’t Count und U Don't Know Me (Like U Used to). Daneben platzierte sich Angel in Disguise ohne offizielle Veröffentlichung auf Platz 72 der offiziellen U.S. Billboard-Charts Never Say Never verkaufte sich mehr als 14 Millionen Mal und war eines der meistverkauften des Jahres.
In den Folgejahren konzentrierte sich die Sängerin zudem vermehrt auf die Schauspielerei: 1999 stand sie als Co-Hauptdarstellerin für Ich weiß noch immer, was du letzten Sommer getan hast vor der Kamera; im Fernsehen war sie an der Seite von Whitney Houston und Diana Ross in Cinderella (1997) und Double Platinum (1999) zu sehen. Parallel dazu drehte Norwood für ihre Fernsehserie Moesha weitere drei Staffeln, bevor sie beschloss, die Sitcom 2001 auslaufen zu lassen.
2001–2003: Neues Image und Eheschließung Nach einer längeren Pause und einer Rolle als Synchronsprecherin in dem Animationsfilm Osmosis Jones (2001) begann Norwood verstärkt an ihrem neuen Album zu arbeiten. Ende 2001 veröffentlichte Brandy dann gemeinsam mit Bruder Ray-J das Phil-Collins-Cover Another Day in Paradise, welches Platz zwei der deutschen Singlecharts erreichte.. Chartsurfer.de. Wenige Monate später folgte mit dem Grammy-nominierten Full Moon das dritte Studioalbum der Sängerin, das mit What About Us? und Full Moon zwei weitere Top-20-Hits bereithielt und in den Staaten ebenfalls Platin-Status erreichte.
Im Juli 2002 schließlich brachte Norwood unter Beobachtung der Kameras des Musiksenders MTV im Rahmen der fünfteiligen Reality-Show MTV Diary Presents: Brandy – A Special Delivery ihre Tochter Sy’rai Iman zur Welt, deren Vater der Musikproduzent Robert „Big Bert“ Smith ist. Die als „Ehe“ publizierte Lebensgemeinschaft mit Smith fand ein Jahr später nach knapp zwei Jahren ihr Ende: Wie sich bald danach herausstellte, handelte es sich bei der im Sommer 2001 stattgefundenen Trauungszeremonie um keine rechtsgültige Eheschließung. Mit der Trennung von Smith wurden ehemals gemeinsame Arbeiten und die Studioalben anderer Künstlerinnen wie Toni Braxton, Jennifer Lopez oder Kelly Rowland weitergereicht; das für Frühling 2003 geplante unbetitelte Album konnte bis 2004 nicht umgesetzt werden.http://www.vh1.com/news/articles/1458737/20021115/brandy.jhtml
2004–2006: Produzenten- und Labelwechsel mini|hochkant|Brandy während der Afrodisiac-Promo-Tour (2004) 2004 lernte Brandy Quentin Richardson kennen, mit dem sie sich im Juli 2004 verlobte. Die 15-monatige Beziehung mit dem Profi-Basketballspieler hielt bis Oktober 2005.
Im Juni 2004 veröffentlichte Brandy ihr von Timbaland produziertes Album Afrodisiac. Neben einzelnen Aufnahmen mit Warryn Campbell, Mike City, Organized Noise und Ron Feemster gelang es dem ausführenden Produzenten Graig Robertson Anfang 2004 zudem Rapper Kanye West für zwei weitere Songs anzuheuern. Aus der gemeinsamen Zeit im Studio ging neben Where You Wanna Be, eine Zusammenarbeit mit Rapper T. I., auch die spätere erste Auskopplung Talk About Our Love hervor. Das Album erhielt überwiegend positive Kritiken (eine weitere Grammy-Nominierung folgte), erreichte jedoch nur Gold-Status in den Vereinigten Staaten. Anfang 2005 trennte sich die Sängerin von dem Label Atlantic Records, welches – aufgrund Brandys vertraglicher Verpflichtung von fünf Alben – mit The Best of Brandy die erste Single-Kollektion der Sängerin veröffentlichte.
Im Sommer 2006 war Brandy als Jurorin in dem Castingformat America’s Got Talent zu sehen, in der die Sängerin Bianca Ryan entdeckt wurde. Ende desselben Jahres wurde sie als mutmaßliche Verursacherin eines schweren Verkehrsunfalles auf dem kalifornischen Freeway zur Rechenschaft gezogen, bei dem eine Frau ums Leben kam. Aufgrund dessen wurde sie für die zweite Staffel durch Sharon Osbourne ersetzt.
2007–2009: Comebackversuch mini|links|Logo zum Album Human (2008) Im Dezember 2008 veröffentlichte die Sängerin ihr fünftes Studioalbum Human in den Staaten, das nach Vertragsunterzeichnung bei Epic Records erschien. Norwood arbeitete mit einer Vielzahl Musiker an dem Projekt, darunter die Produzenten Toby Gad und RedOne sowie die Songschreiber Bruno Mars und Natasha Bedingfield. Rodney „Darkchild“ Jerkins, der nach einem Zerwürfnis mit Norwood hinsichtlich ihrer Arbeit mit Timbaland an ihrem vorherigen Album Afrodisiac zunächst nicht an den Aufnahmen beteiligt war, steuerte schließlich die meisten Kompositionen bei; so unter anderem auch die erste Auskopplung des Albums, Right Here (Departed), welche am 14. August 2008 auf Norwood offizieller Webpräsenz vorgestellt wurde.Official Brandy MySpace. Abgerufen am 12. August 2008. In Deutschland, Österreich und der Schweiz war Human erstmals am 27. März 2009 im Handel erhältlich. Während Right Here (Departed) an den früheren kommerziellen Erfolg anknüpfen konnte, gelang es dem Album lediglich, sich in den US-amerikanischen Charts zu platzieren. Insgesamt verkaufte es dort knapp 215.000 Kopien. Die zweite und zugleich letzte Singleauskopplung, Long Distance verfehlte den Einstieg in die regulären Singlecharts, erreichte jedoch die Spitze der Dance-Charts in diversen Ländern. Die anschließende Human World Tour führte Norwood bis Mitte 2009 mit knapp 30 Konzerten durch Europa, Asien und Nordamerika. Die Aufnahme dieses Albums war für Brandy die emotionalste und stärkste Zeit ihres Lebens, sie hat durch die Musik die schwere Zeit sehr gut verarbeiten können. Eine weitere Version ihres Hits Right Here (Departed) mit Sean Kingston wurde in Japan veröffentlicht. Als Promotion Song wurde das Lied Piano Man im Internet veröffentlicht.
2010–heute: Aktuelle Tätigkeiten Als Konsequenz aus den enttäuschenden Verkaufszahlen von Human verlor Brandy im Juli 2009 ihren Plattenvertrag bei Epic Records.
Im Februar 2010 wirkte sie auf dem Song We Are The World 2010 mit über 100 anderen Künstlern mit. Die Einnahmen wurden an die Opfer der im selben Jahr stattgefundenen Erdbebenkatastrophe in Haiti gespendet.
Im April 2010 feierte ihre Reality-TV-Serie Brandy & Ray J: A Family Business auf VH1 Premiere. Die Serie stieg mit guten Quoten in das Programm ein. Über 1,5 Millionen Menschen verfolgten die erste Folge der Doku-Soap. Von September bis November 2010 war Brandy Kandidatin bei der 11. Staffel von Dancing with the Stars, der amerikanischen Version von Dancing Stars, und belegte hier den 4. Platz. mini|hochkant|Brandy (2011)
Brandys sechstes Studioalbum Two Eleven ist im Oktober 2012 erschienen. Als Produzenten und Songwriter sind Pharrell, will.i.am, Danja, Akon, Timbaland, Darkchild, Ne-Yo, Dawn Richards, The-Dream, Stargate und Tricky Stewart beteiligt. Am 8. Mai 2012 wurde die Single Put It Down, ein Duett mit Chris Brown, veröffentlicht. Weitere Studioalben erschienen 2020 (B7) und 2023 (Christmas with Brandy).
Musikalischer Stil Brandy hat sich seit ihrem 15. Lebensjahr 1994 stilistisch sehr weiterentwickelt. Gemeinsam mit ihrer Mutter und Managerin Sonja Norwood eignete sich Brandy ein „Braves-Mädchen“-Image mit einem Touch von Hip-Hop an. Als größte musikalische Idole und Inspirationen bezeichnet die Sängerin Whitney Houston, Michael Jackson und Mariah Carey. Beispielsweise trug Brandy die Songs Vision of Love und Greatest Love of All beim Vorsingen für Atlantic Records vor und erhielt so ihren Plattenvertrag.