Der Wasserrübenvergilbungsvirus (Rübenvergilbungsvirus, , Akronym TuYV; Spezies Polerovirus TUYV) gehört ebenso wie die Gelbverzwergungsviren der Gersten in die Ordnung Tolivirales.ICTV: Taxonomy Browser.ICTV: Virus Metadata Resource (VMR).Dr. A. Habekuß: Das Wasserrübenvergilbungsvirus – eine Gefahr für den Rapsanbau?, Julius Kühn-Institut, Institut für Resistenzforschung und Stresstoleranz, Quedlinburg Früher werden gelegentlich die Bezeichnungen Beet western yellows virus (BWYV), Beet mild yellows virus (BMYV), Turnip mild yellows virus (TuMYV), Malva yellows virus, Radish yellows virus und Brassica yellows virus (BrYV) verwendet. Aufgrund von Sequenzvergleichen konnten diese unterschiedlichen Isolate alle der gleichen Virusspezies zugeordnet werden. Einen ähnlichen englischen Namen hat auch das nicht verwandte Gelbe-Rüben-Mosaikvirus (auch Rüben-Gelbmosaikvirus), nämlich (TYMV; Spezies Tymovirus brassicae) aus der Ordnung Tymovirales .
Biologie Das Virus sitzt im Phloem der PflanzeMareike Schaardt: Bedeutung des Wasserrübenvergilbungsvirus im Winterraps – Biologie des Erregers und Auswertung von Untersuchungen aus bundesweiten Sortenversuchen, Diplomarbeit im Studienfach Phytomedizin, Mai 2007, Fachhochschule Kiel - Fachbereich Landbau, Osterrönfeld und tritt vor allem als Raps-Schädling in Erscheinung, befällt aber auch andere Kreuzblütler (Brassicaceae) wie Rübsen, Ölrettich, Senfarten und Kohlgemüsearten. Als Wirtspflanzen kommen ferner Erbse, Lupine, Ackerbohne, Phacelia, Spinat, Löwenzahn, Klatschmohn, Kreuzkraut, Zinnie, Tabak und andere infrage.
Die Verbreitung erfolgt durch Blattläuse und beim Raps häufig von der Grünen Pfirsichblattlaus Myzus persicae.
Beim Winterraps verfärben sich die Blattränder der Rapspflanze bereits im Herbst rötlich bis violett.Monitoring des Auftretens des Wasserrübenvergilbungsvirus (Turnip yellows virus, TuYV) im Winterraps in Deutschland, Forschungsprogramm 2017 des Forschungsinformationssystem Agrar und Ernährung (FISA) - Informationsportal des Bundes und der Länder Da Blattverfärbungen auch durch Staunässe, Kälte, Bodenverdichtungen, Strohmatten im Boden oder Nährstoffmangel ausgelöst werden können, sollte der Virus durch weitere Untersuchungen nachgewiesen werden.
Die befallenen Pflanzen zeigen ein schwächeres Wachstum und einen geringeren Ertrag.
Fußnoten
Kategorie:Pflanzenvirus Kategorie:Virusspezies