Rudolf Karl Gottfried Geißler (* 15. Januar 1834 in Nürnberg; † 15. September 1906 ebenda) war ein deutscher Zeichner, Radierer und Aquarellist.
Leben Geißler war ein Sohn des Malers Peter Carl Geissler und ein Enkel des Illustrators und Kupferstechers Christian Gottfried Geißler. Den ersten Malunterricht erhielt er durch seinen Vater. Geißler studierte von 1851 bis 1857 an der Kunstschule Nürnberg bei August von Kreling und Albert Christoph Reindel. Danach kam er über Leipzig nach Dresden und setzte sein Studium bei Ludwig Richter an der Kunstakademie fort. Seit 1861 war er wieder in Nürnberg tätig. Von 1867 bis 1882 erschienen Werke von ihm in der Zeitschrift Die Gartenlaube. Geißler arbeitete als Maler und Zeichenlehrer, seit Dezember 1895 königlicher Professor im Rang eines Gymnasialprofessors an der Kreisrealschule,Dienstes- und sonstige Nachrichten – Titel- und Ordens-Verleihungen. In: Ministerialblatt für Kirchen- und Schul-Angelegenheiten im Königreich Bayern. Nr. 4, 3. Februar 1896, S. 52–57, hier S. 56 (). und widmete sich insbesondere der Illustration von Kinderbüchern und Märchen. Später wurde er zum Professor an der Nürnberger Kunstschule berufen. Nach seinem Tod wurden seine hinterlassenen Werke (Aquarelle, Radierungen und Zeichnungen) und Werke aus dem Nachlass der Familie Geißler am 25. Februar 1913 bei den Gebrüdern Heilbron in Berlin in einer Versteigerung zum Kauf angeboten. Er wurde mit einer bayerischen und einer preußischen Medaille ausgezeichnet. Er fertigte auch Illustrationen für die Reihe Neuer Bildersaal für die Jugend so unter anderem für die Nummer 69 im Jahr 1875. Geißler besaß zudem die Urhandschrift (Lustige Geschichten und drollige Bilder mit 15 schön kolorierten Tafeln für Kinder von 3 bis 6 Jahre 1845) zu dem später in veränderter Form erschienenen Buch Struwwelpeter von Heinrich Hoffmann, die er 1902 an das Germanische Nationalmuseum verkaufte. Er war Illustrator für den zweiten Band der Geschichten über Heidi von Johanna Spyri, der unter dem Titel Heidi kann brauchen, was es gelernt hat und ab 1883 in illustrierter Ausgabe bei Justus Perthes in Gotha mit Stichen nach seinen Bildern erschien.
Werke (Auswahl) mini|Die Keilberger Kirchweih Radierungen Kleine Welt. Stuttgart 1868 (15 Radierungen). Glückliche Zeiten. 1869 (12 Blatt). Erfüllung der Kyffhäusersage
Illustrationen Rosamunde: Ein Puppen-Bilderbuch. 1856. Georg Mandel: Glückliche Zeiten. 12 Schilderungen aus dem Kinderleben. 1869. Johannes Trojan: Aus dem Kinderleben. Stuttgart 1870. Das deutsche ABC-Buch. Eine Anleitung zum Schreiben- und Leſenlernen. Stuttgart 1872 (24 Bilder). Neues ABC-Buch. (24 Bilder). Otto Glaubrecht, Karl Stöber: Sieben Erzählungen. (4 Bilder). Karl Stöber: Waldblumen. (6 Bilder).
Aquarelle Märchen von Brüderlein und Schwesterlein 1876. Jorinde und Joringel, Lebensgrenzen, Trübe Gedanken Märchen vom Fischer und syner Fru Die Alpenfee erscheint einem Gemsjäger 1880 (Ölgrisaille). Exodus-cantoeum. (Germanisches Museum Nürnberg).
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Maler (Deutschland) Kategorie:Illustrator (Deutschland) Kategorie:Radierer (Deutschland) Kategorie:Aquarellist Kategorie:Hochschullehrer (Akademie der Bildenden Künste Nürnberg) Kategorie:Geboren 1834 Kategorie:Gestorben 1906 Kategorie:Deutscher Kategorie:Mann