Oskar Kiecker, fälschlich auch Oskar KiekerHinweis auf mindestens in einer Veröffentlichung irrtümlich falsche Namensnennung Kieker / Kiecker (1931) im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek., (* 1881; † 1960Oskar Kiecker †. In: Niedersächsische Denkmalpflege, Bd. 5: 1960–1964. Hrsg. Niedersächsisches Landesverwaltungsamt. August Lax Verlagsbuchhandlung, Hildesheim 1965, S. 90 f., hier S. 90.) war ein in Niedersachsen wirkender deutscher Architekt, Denkmalpfleger und Sachbuchautor.Hermann Deckert et al. (Bearb.): Die Kunstdenkmäler der Provinz Hannover, Bd. 3: Regierungs-Bezirk Lüneburg, Ausgabe 6: Die Kunstdenkmale des Kreises Soltau. (= Bd. 27 des Gesamtwerks) Selbstverlag der Provinzialverwaltung, Theodor Schulzes Buchhandlung, Hannover 1939, S. 77 f., S. 84 u. ö. (eingeschränkte Vorschau über Google Bücher)
Ausbildung und Wirken Oskar Kiecker studierte Architektur an der Technischen Hochschule HannoverMit zwei Matrikeln: 14699 und später 19497. Vgl. Die Matrikel der Höheren Gewerbeschule, der Polytechnischen Schule und der Technischen Hochschule zu Hannover: Erläuterungen und Register. Hahnsche Buchhandlung und Verlag, Hannover 1988, S. 134. (eingeschränkte Vorschau über Google Bücher), erwarb den akademischen Grad eines Diplom-Ingenieurs und den Titel eines Regierungsbaumeisters, außerdem war er Hochschulassistent bei den Professoren Karl Mohrmann und Gustav Halmhuber.Oskar Kiecker †. In: Niedersächsische Denkmalpflege, Bd. 5: 1960–1964. Hrsg. Niedersächsisches Landesverwaltungsamt. August Lax Verlagsbuchhandlung, Hildesheim 1965, S. 90 f.
mini|Anbau an der Heilig-Geist-Kirche in Wolterdingen Oskar Kiecker trat 1925 in der Dienst der hannoverschen Provinzialverwaltung und begann eine 35-jährige Tätigkeit im Dienst der Bestandsaufnahme und Inventarisation der Baudenkmale in Niedersachsen. Er war Mitautor von zehn Kunstdenkmäler-Inventaren (Bände Alfeld, Gifhorn, Goslar-Land, Soltau, Wesermünde I und II, Hadeln und Cuxhaven, Neustadt a. Rbge., Stadt Stade und Landkreis Stade). Noch 1967 wurden Kieckers Bauaufnahme-Zeichnungen in einem Band der Reclams Kunstführer zu den Baudenkmälern der Hansestädte in Niedersachsen und Schleswig-Holstein verwendet.
Als ausgebildeter Architekt war Kiecker nebenbei auch in der Bauplanung tätig: 1925 leitete er den nach eigenem Entwurf gestalteten Anbau an der Heilig-Geist-Kirche in Wolterdingen. 1932 erneuerte er, teilweise mit altem Material, das barocke Bürgermeister-Hintze-Haus in Stade.Alexander Freiherr von Reitzenstein, Herbert Brunner, Anton Henze, Erich Herzog, Heinz Rudolph Rosemann: Reclams Kunstführer Deutschland, Baudenkmäler, Band 5, Niedersachsen. Hansestädte Schleswig Holstein. Philipp Reclam junior, Stuttgart 1967, S. 4 f. (eingeschränkte Vorschau über Google Bücher)
Oskar Kiecker war auch künstlerisch als Maler tätig.
Sonstiges Während der Zeit des Ersten Weltkriegs hatte Kiecker im Jahr 1916 seinen Wohnsitz in Hannover unter der – damaligen – Adresse Klagesmarkt 31.Zeitschrift für Architektur und Ingenieurwesen. Organ des Sächsischen Ingenieur- und Architekten-Vereins und des Architekten- und Ingenieur-Vereins zu Hannover, Jahrgang 1916, S. 105. (Eingeschränkte Vorschau über Google-Bücher) Zu Beginn der Weimarer Republik zog er spätestens 1920 in das Haus Körnerstraße 23.Zeitschrift für Architektur und Ingenieurwesen, Jahrgang 1920, S. 30, S. 191. (eingeschränkte Vorschau über Google Bücher)
Er war Mitglied im Architekten- und Ingenieur-Verein zu Hannover.
Schriften (Auswahl) Oskar Kiecker war insbesondere an den Inventaren in der Reihe Die Kunstdenkmäler der Provinz Hannover als Bearbeiter und Mitautor beteiligt, darunter Oskar Kiecker, Hans Lütgens (Bearb.): Die Kunstdenkmale des Kreises Gifhorn. Als Anhang Stadt Wolfsburg, Hesslingen und Hehlingen, ehemalige Exklave des Kreises Gardelegen, Provinz Sachsen. (= Die Kunstdenkmäler der Provinz Hannover, Bd. 3, Heft 4.) Selbstverlag der Provinzialverwaltung, Th. Schulzes Buchhandlung, Hannover 1931. als Nachdruck: Wenner, Osnabrück 1980, ISBN 3-87898-186-4 (= Kunstdenkmälerinventare Niedersachsens, Bd. 35).
Literatur Oskar Kiecker †. In: Niedersächsische Denkmalpflege, Bd. 5: 1960–1964. Hrsg. Niedersächsisches Landesverwaltungsamt. August Lax Verlagsbuchhandlung, Hildesheim 1965, S. 90 f.
Weblinks Oskar Kiecker im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Einzelnachweise
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