Die Nackenstachler (Acanthosaura) sind eine Gattung der Agamen. Sie zeichnen sich vor allem durch ihre Stacheln im Nacken- und Rückenbereich sowie über den Augen aus. Von den vier bisher beschriebenen Arten sind der Grüne Nackenstachler (Acanthosaura capra) und der Maskennackenstachler (Acanthosaura crucigera) die bekanntesten.

Verbreitung Die Nackenstachler sind in Südostasien beheimatet, unter anderem in Ländern wie Thailand, Vietnam und Kambodscha. Dort leben sie in Wäldern mit dichtem Bewuchs. Ihrer Liebe zu fließenden Gewässern haben sie ihren Beinamen „Kleine Wasseragamen“ zu verdanken.

Aussehen Alle fünf Arten sind etwa mittelgroß und weisen eine lebhafte Tarnfärbung auf, die besonders gut zur Geltung kommt, wenn die Tiere Stress empfinden, oder am Morgen, wenn sie Wärme tanken wollen. Die charakteristischen Stacheln im Nackenbereich sind ebenfalls bei allen Arten zu finden.

Arten mini|Acanthosaura crucigera mini|Acanthosaura coronata mini|Acanthosaura phuketensis

Die Reptile Database listet für die Gattung 22 Arten (Stand Februar 2026): Acanthosaura armata (Gray, 1827) Acanthosaura aurantiacrista , , , , , , & , 2020 Acanthosaura bintangensis , , , , & , 2009 Acanthosaura brachypoda , , & , 2011 Grüner Nackenstachler (Acanthosaura capra , 1861) Acanthosaura cardamomensis , , , , & , 2010 Acanthosaura coronata , 1861 Acanthosaura crucigera , 1885 Acanthosaura cuongi , , , , , , , & , 2025 Acanthosaura grismeri , , , , , , 2025 Acanthosaura lepidogaster (, 1829) Acanthosaura liui , , & , 2020 Acanthosaura longicaudata , , , , & , 2022 Acanthosaura meridiona , , & , 2022 Acanthosaura murphyi , , , , , , , & , 2018 Acanthosaura nataliae , & , 2006 Acanthosaura phongdienensis , , , , , , & , 2019 Acanthosaura phuketensis , , , , , & , 2015 Acanthosaura prasina , , , , , & , 2020 Acanthosaura rubrilabris , , , , & , 2022 Acanthosaura titiwangsaensis , , , , & , 2009 Acanthosaura tongbiguanensis & , 2019

Lebensweise Im Vergleich zu anderen südostasiatischen Baumagamenarten, wie zum Beispiel den Schönechsen (Calotes), sind die Nackenstachler äußerst scheu. Meist flüchten sie ins dichte Gestrüpp, wenn sie entdeckt werden, oder drehen sich zumindest auf die dem Betrachter abgewandte Seite des Baumes, auf dem sie sitzen. Werden sie jedoch gefangen oder sehen keine Möglichkeit zur Flucht, so blähen sie als Drohgeste ihren Kehlsack auf. Bisse sind von den friedlichen Tieren nur ganz selten zu erwarten. In Gefangenschaft gehaltene Tiere gewöhnen sich schnell an den Menschen. Sie bilden sogar so viel Vertrauen, dass man sie aus der Hand füttern kann.

Nackenstachler haben einen recht abwechslungsreichen Speiseplan, so fressen sie nicht nur Insekten wie Grillen oder Käferlarven, sondern auch Spinnen, Regenwürmer, kleine Fische und Amphibien. Auch die gut getarnten Stabschrecken, die im gleichen Verbreitungsgebiet beheimatet sind, werden erbeutet, sobald sie sich durch eine Bewegung verraten haben.

Literatur Manfred Rogner: Echsen. Haltung, Pflege und Zucht im Terrarium. Band 1: Geckos, Flossenfüße, Agamen, Chamäleons und Leguane. Ulmer, Stuttgart 1992, ISBN 3-8001-7248-8.

Weblinks

http://schrubbi.de/Acanthosaura.htm

Kategorie:Agamen