Die Seatruck-P-Klasse ist eine Klasse von vier Ro-Ro-Schiffen, die ehemals von der zur Clipper Group gehörenden Reederei Seatruck Ferries betrieben wurde.The Seatruck Fleet, Seatruck Ferries. Abgerufen am 10. Oktober 2017.Group Structure, Clipper Group. Abgerufen am 10. Oktober 2017.
Geschichte Die Schiffsklasse wurde von den Schiffbauarchitekten Knud E. Hansen in Helsingør entworfen.Clipper Point, Knud E. Hansen A/S. Abgerufen am 10. Oktober 2017.Notable newbuildings: Purpose-built ro-ros will maximise route efficiency, IHS Fairplay, 7. Juni 2007. Die Schiffe der Klasse wurden im Januar 2005 bei Astilleros de Huelva bestellt und zwischen 2005 und 2009 gebaut. Zwei Schiffe wurden auf der Werft Astilleros de Huelva, zwei Schiffe auf der Werft Astilleros de Sevilla gebaut.
Die Schiffe werden von Seatruck Ferries in der Irischen See zwischen den Häfen Heysham und Liverpool in Großbritannien und Warrenpoint und Dublin in Irland eingesetzt.Routes/Schedules, Seatruck Ferries. Abgerufen am 10. Oktober 2017. Sie ersetzten die beiden 30 Jahre alten Ro-Ro-Schiffe auf der Strecke Heysham–Warrenpoint und kommen auf der Strecke Liverpool–Dublin zum Einsatz, die Seatruck Ferries im September 2007 von Celtic Link übernommen hatte.Seatruck’s First New Ro-Ro Enters Service, Maritime Journal, 1. April 2008. Abgerufen am 10. Oktober 2017. Durch die Neubauten wurde die Transportkapazität, die auf der Strecke Heysham–Warrenpoint angeboten werden konnte, deutlich erhöht.
Die Seatruck Panorama fuhr ab 2020 in Charter der Stena Line. Das Schiff wurde von Stena Line zunächst zwischen Liverpool bzw. Heysham und BelfastStena Line charters Seatruck Panorama for Belfast–Liverpool–Heysham service, Shippax, 19. August 2020 (Artikelvorschau). Abgerufen am 28. Juni 2023. und später auf die Route zwischen Cherbourg in Frankreich und Rosslare in Irland verlegt.Stena Line to add RoPax on Ireland–France service, Ferry Shipping News, 2. Dezember 2022. Abgerufen am 28. Juni 2023.
Beschreibung Der Antrieb der Schiffe erfolgt durch zwei Wärtsilä-Dieselmotoren (Typ: 8L46D) mit jeweils 9.240 kW Leistung. Die Motoren wirken über Untersetzungsgetriebe auf zwei Verstellpropeller. Die Schiffe erreichen eine Geschwindigkeit von 22 kn. Die Schiffe sind mit zwei elektrisch angetriebenen Querstrahlsteueranlagen mit jeweils 1.000 kW Leistung ausgestattet. Für die Stromerzeugung stehen zwei Wellengeneratoren mit jeweils 1.200 kW Leistung, die über je eine Abtriebswelle von den Hauptmaschinen angetrieben werden, sowie drei Dieselgeneratorsätze, die jeweils von einem Wärtsilä-Dieselmotor (Typ: 4L20) mit 645 kW Leistung angetrieben werden, zur Verfügung. Als Notgenerator wurde ein Dieselgeneratorsatz von Volvo-Penta (Typ: D9) verbaut.
Die Schiffe verfügen über drei Ro-Ro-Decks. Insgesamt stehen 1.830 Spurmeter zur Verfügung, davon 310 Meter auf der Tankdecke, 828 Meter auf dem Hauptdeck und 692 Meter auf dem Wetterdeck. Die verfügbare Höhe auf dem Deck auf der Tankdecke beträgt 5,00 Meter, auf dem Hauptdeck 6,80 und auf dem Wetterdeck durch überbaute Bereiche 5,20 Meter. Tankdecke und Hauptdeck können mit 2,5 t/m², das Wetterdeck mit 2,0 5/m² belastet werden. Die Kapazität beträgt 120 Lkw bzw. Trailer.The Seatruck Fleet, Seatruck Ferries. Abgerufen am 10. Oktober 2017.
Auf Haupt- und Wetterdeck können auch Container geladen werden. Das Gesamtgewicht darf 40 t pro 40-Fuß-Containerstapel und 28 t pro 20-Fuß-Containerstapel nicht überschreiten.
Die Be- und Entladung der Schiffe erfolgt über zwei Heckrampen. Die Rampe auf der Backbordseite ist 6,5 Meter breit und 9,5 Meter lang. Sie führt direkt zu einer 6,4 Meter breiten Rampe auf das Wetterdeck. Die Rampe auf der Steuerbordseite ist 12,3 Meter breit und 9,5 Meter lang. Sie führt auf das Hauptdeck. Von hier aus ist über eine 3,5 Meter breite Rampe das unter dem Hauptdeck liegende Ro-Ro-Deck auf der Tankdecke zu erreichen. Die Rampe ist verschließbar, so dass weiterer Platz für zu ladende Fahrzeuge entsteht.
Oberhalb des Wetterdecks befindet sich im vorderen Bereich der Schiffe das Deckshaus, das das Wetterdeck teilweise überbaut. Die maximale Besatzungsstärke der Schiffe wird mit 23 Personen angegeben. Für sie stehen 22 Kabinen zur Verfügung. Für Lkw-Fahrer stehen zwölf Einzelkabinen zur Verfügung. Weiterhin befinden sich im Deckshaus Messen und Aufenthaltsräume für Besatzung und Lkw-Fahrer, Küchenräume und Proviantlager sowie weitere Funktionsräume und die Brücke.
Schiffe P-Klasse Bauname BauwerftBaunummer IMO-Nummer KiellegungStapellaufFertigstellung Umbenennungenund Verbleib Clipper Point Astilleros de Huelva820 9350666 5. November 20059. September 200629. Februar 2008 2022: Seatruck Point, 2025: Santa Marcela II Clipper Panorama Astilleros de Sevilla822 9372676 13. März 200722. Dezember 200713. November 2008 2011: Seatruck Panorama, 2024: Santa Rita Clipper Pace Astilleros de Huelva821 9350678 29. Juni 200622. Dezember 200719. Februar 2009 2012: Seatruck Pace, 2025: Al Hussein Clipper Pennant Astilleros de Sevilla823 9372688 15. Juni 200715. Oktober 200824. August 2009 2022: Seatruck Pennant, 2023: Ur
Die Schiffe wurden von Seatruck unter der Flagge Zyperns mit Heimathafen Limassol betrieben.
Literatur Clipper Point: Huelva’s new ferry for Northern Ireland link. In: Significant Ships of 2008, The Royal Institution of Naval Architects, 2009, ISBN 978-1-905040-51-3, S. 26–27 (PDF, 150 kB).
Weblinks
, Seatruck (PDF, 3,6 MB) The Seatruck P series, NI Ferry Site
Einzelnachweise
Kategorie:Frachtschiffsklasse Kategorie:Schifffahrt (Republik Zypern)