Raoul Lamourdedieu (* 2. Februar 1877 in Fauguerolles, Département Lot-et-Garonne, Frankreich; † 8. Mai 1953 in Pierrefonds, Département Oise) war ein französischer Bildhauer und Medailleur.
Leben Raoul Lamourdedieu war der Sohn des Bahnhofvorstehers Charles-Philippe Lamourdedieu und dessen Ehefrau Rosalie Ruël.État-civil de la commune de Fauguerolles. 1894 studierte er an der École des beaux-arts de Bordeaux. Zur gleichen Zeit erlernte er das Handwerk der Holzschnitzerei. Später setzte er seine Studien an der École des beaux-arts de Paris fort und arbeitete in den Ateliers von Alexandre Falguière und Alexandre Charpentier.Datenblatt Raoul Lamourdedieu. In: Union List of Artist Names, Künstlerliste des Getty Research Institute
Als Bildhauer gestaltete er das für die Weltausstellung Paris 1900 errichtete Ausstellungsgebäude Grand Palais mit. Lamourdedieu nahm 1902 Mathilde Veber zu seiner Ehefrau. 1908 richtete er sich ein Atelier in der Straße Impasse Ronsin 11 im 15. Pariser Arrondissements ein. In: fauguerolles.fr
Lamourdedieu stellte seine Arbeiten auf verschiedenen Ausstellungen aus, darunter auf dem Salon der Société nationale des beaux-arts von 1908Société nationale des beaux-arts. Catalogue illustré du Salon de 1908. die Marmorstatue Vénus moderne parant ses charmes, die Gipsbüste Portrait de Mme Th. C. und die Bronzestatuen Femme à la chemise und La Douleur. Sein Werk war zunächst von Auguste Rodin beeinflusst, jedoch nahmen seine Arbeiten später mehr die Züge der figurativen Kunst der Bildhauer Antoine Bourdelle und Aristide Maillol an. In den 1920er Jahren fertigte er Werke im Stil des Art déco.Mike Darton: Art Deco. An Illustrated Guide to the Decorative Style 1920-40. Wellfleet Press, 1989. ISBN 1-55521-571-8, S. 27. Einige dieser Arbeiten wurden von dem Éditeur d’art (Kunstverleger) und Bildgießer Jules Levi-Lehmann handwerklich umgesetzt und vertrieben.Alberto Shayo: Statuettes art deco period. Antique Collectors’ Club Art Books, 2016. ISBN 1-85149-824-9. S. 32. Der Künstler war Mitglied der von dem Éditeur d’art Arthur Goldscheider ins Leben gerufenen Künstlergruppe La Stèle, der auch einige seiner Arbeiten verlegte.Robert E. Dechant, Filipp Goldscheider: Goldscheider. Firmengeschichte und Werkverzeichnis. Historismus, Jugendstil, Art Déco, 1950er Jahre. Arnoldsche Verlagsanstalt, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-89790-216-9, S. 244f., 576. Lamourdedieu arbeitete an der Erstellung des Reliefs La Pergola de la Douce France mit, das 1925 auf der Pariser Exposition internationale des Arts Décoratifs et industriels modernes gezeigt wurde.Victoria Charles, Klaus Carl: Art Deco. Litres, 2017. ISBN 5-04037-228-0, S. 86
1930 wurde er zum Professor an der École des beaux-arts berufen, wo auch Jacques Gestalder zu seinen Schülern zählte. Die Ehrenlegion nahm ihn als Ritter auf.
Werke (Auswahl) mini|hochkant|Fontaine l’Amour von Lamourdedieu an der Porte d’Auteuil in Paris
Veröffentlichungen Traité de la sculpture taillée. Technique, pratique, critique. J.-C. Godefroy, Paris. 128 S.
Literatur Emmanuel Bénézit: Dictionnaire des Peintres, Sculpteurs, Dessinateurs et Graveurs, Band VI, Paris 1976, S. 409.
Charles Fegdal: Raoul Lamourdedieu In: L’Art et les Artistes, 1933
Weblinks
Porträtfoto Raoul Lamourdedieu. In: monumentsmorts.com Datenblatt Raoul Lamourdedieu. In: Bibliothèque nationale de France Datenblatt Raoul Lamourdedieu. In: Union List of Artist Names, Künstlerliste des Getty Research Institute Raoul Lamourdedieu, sculpteur célèbre né à Fauguerolles. In: fauguerolles.fr
Einzelnachweise
Kategorie:Bildhauer (Frankreich) Kategorie:Bildhauer des Art déco Kategorie:Medailleur Kategorie:Mitglied der Ehrenlegion (Ritter) Kategorie:Geboren 1877 Kategorie:Gestorben 1953 Kategorie:Franzose Kategorie:Mann