Jacob Berglund (* 17. November 1991 in Malmö) ist ein norwegisch-schwedischer Eishockeyspieler, der seit August 2022 erneut bei Storhamar Hockey aus der norwegischen Elitehockeyligaen unter Vertrag steht und dort auf der Position des Stürmers spielt. Zuvor war Berglund unter anderem für den ERC Ingolstadt und die Krefeld Pinguine in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) aktiv.

Karriere Jacob Berglund erhielt bei den Baby Hawks, dem Nachwuchs der Malmö Redhawks, seine Eishockeyausbildung. Bereits als 17-Jähriger kam er beim Profiteam des damaligen schwedischen Zweitligisten in der Saison 2008/09 zum Einsatz. Beim CHL Import Draft 2009, in dem die drei wichtigen kanadischen Junioren-Eishockeyligen nicht nordamerikanische Spieler für ihre Teams sichten, wurde er neben Nino Niederreiter von den Portland Winterhawks aus der Western Hockey League (WHL) ausgewählt.Hawks use second import pick on Jacob Berglund, winterhawks.com, 30. Juni 2009, abgerufen am 27. März 2019 Die Saison 2009/10 begann er bei den Portland Hawks und wurde im Januar 2010 innerhalb der WHL für Luca Sbisa an die Lethbridge Hurricanes transferiert, für die er auch in der Saison 2010/11 aktiv war.Portland Winterhawk training camp: Have skates, will travel, The Oregonian, 23. August 2009, abgerufen am 27. März 2019Winterhawks bring in Luca Sbisa, defenseman on Swiss Olympics roster, The Oregonian, 11. Januar 2010, abgerufen am 27. März 2019

Nach seiner Juniorenzeit kehrte er zur Saison 2011/12 in sein Heimatland zurück und war die folgenden drei Spielzeiten für IF Troja-Ljungby in der zweithöchsten schwedischen Eishockeyliga Allsvenskan aktiv. Obwohl Lundberg einer der erfolgreichsten Spieler seines Vereins in der Abstiegsrelegation der Saison 2013/14 war, konnte er den Abstieg seines Teams zum Ende dieser Spielzeit in die drittklassige Division 1 nicht verhindern. Daraufhin wechselte er zur Saison 2014/15 zu den Storhamar Dragons in die höchste norwegische Eishockeyliga GET-ligaen, mit welchen er den Einzug in das Playoff-Finale erreichte. Sein persönlicher Durchbruch gelang ihm dann in der folgenden Saison 2015/16 bei den Dragons, als er sowohl punktbester Spieler seines Teams als auch erfolgreichster Spieler der Play-offs war und zum Spieler des Jahres in der norwegischen Eishockeyliga gewählt wurde. Außerdem konnte er mit seiner Mannschaft in der Champions Hockey League überraschende Erfolge feiern, so gelang ihm das CHL-Tor der Saison 2015/16.

Für die Saison 2016/17 schloss er sich dem Schweizer Klub Magnity Red Ice aus der National League B (NLB) an. Obwohl der Verein wegen des Rückzugs des Hauptsponsors im Laufe der Spielzeit finanzielle Probleme bekam, erreichte Berglund mit seiner Mannschaft die Playoffs, war wieder punktbester Spieler seines Teams und unter den zehn besten Scorern der NLB in diesem Spieljahr.Martigny Red Ice in argen Geldnöten: Nutzt der EHC Olten das aus?, Solothurner Zeitung, 30. März 2017, abgerufen am 27. März 2019 Zur Spielzeit 2017/18 unterschrieb Jacob Berglund einen Vertrag beim Team des ERC Ingolstadt aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Dort konnte er zwar als Teamspieler überzeugen, jedoch auch aufgrund vieler Reihenwechsel seine Torjägerqualitäten nicht abrufen., Donaukurier, 5. Oktober 2017, abgerufen am 28. März 2019 Nach dem Trainerwechsel von seinem Landsmann Tommy Samuelsson zu Doug Shedden verließ er im Februar 2018 wegen den geringen Einsatzzeiten die Oberbayern nach 49 Spielen, in denen er vier Tore erzielt hatte und spielte den Rest der Saison wieder bei den Storhamar Dragons.Jacob Berglund verlässt den ERC Ingolstadt, hockeyweb.de, 14. Februar 2018, abgerufen am 28. März 2019 Diesmal konnte er mit den Dragons die norwegische Meisterschaft gewinnen und war dabei hinter Kodie Curran der erfolgreichste Spieler in den Playoffs.Norwegen Saison 2017/18 Play-offs Spielerstatistik, Eliteprospects.com, abgerufen am 28. März 2019 Für die Saison 2018/19 versuchte er es erneut in der DEL und er unterzeichnete einen Vertrag bei den Krefeld Pinguinen.Center Jacob Berglund – der Volltreffer, Westdeutsche Zeitung, 10. Oktober 2018, abgerufen am 28. März 2019 Bei den Krefeldern bildete er mit Chad Costello ein erfolgreiches Angriffsduo und wurde mit 32 Toren der beste Torjäger der DEL-Hauptrunde 2018/19.Berglund lässt sich mit dem Vertrag Zeit, Westdeutsche Zeitung, 7. Januar 2019, abgerufen am 28. März 2019

Im Mai 2019 wurde Berglund von Dinamo Riga aus der Kontinentalen Hockey-Liga (KHL) verpflichtet, aber kurz nach Saisonbeginn wieder entlassen. Im Oktober 2019 wechselte er innerhalb der KHL zu Neftechimik Nischnekamsk, wo er eine Spielzeit lang aktiv war. Danach wurde er zur Saison 2020/21 vom Ligakonkurrenten HK Traktor Tscheljabinsk verpflichtet. Dort war der Schwede bis zum Dezember 2020 aktiv und lief ab dann für Sewerstal Tscherepowez auf. Zur folgenden Spielzeit nahm ihn der kasachische Klub Barys Nur-Sultan unter Vertrag, ehe er im Sommer 2022 zu Storhamar zurückkehrte. Dort wurde er 2024 und 2025 erneut norwegischer Meister. Im Jahr 2025 wurde er zudem in das All-Star-Team der Elitehockeyligaen gewählt.

International Vom schwedischen Eishockeyverband wurde er in die schwedischen U16-, U17- und U18-Auswahlmannschaften berufen. Im Rahmen der Saison 2020/21 der Euro Hockey Tour kam er zu drei Einsätzen in der schwedischen Nationalmannschaft. Für Norwegen spielte er erstmals bei der Weltmeisterschaft 2025. Es folgten weitere Einsätze bei der Weltmeisterschaft 2026, in deren Verlauf die Norweger erstmals das Halbfinale und mit dem Gewinn der Bronzemedaille ihre beste Platzierung bei einer Weltmeisterschaft erreichten.

Erfolge und Auszeichnungen

International 2026 Bronzemedaille bei der Weltmeisterschaft

Karrierestatistik Stand: Ende der Saison 2025/26 Reguläre Saison Playoffs Saison Team Liga Sp T V Pkt SM Sp T V Pkt SM 2006/07 Malmö Redhawks J18 J18 Elit/Allsvenskan 1 0 0 0 2 – – – – – 2007/08 Malmö Redhawks J18 J18 Elit/Allsvenskan 23 17 9 26 42 2 0 0 0 14 2007/08 Malmö Redhawks J20 J20 SuperElit 13 2 3 5 6 – – – – – 2008/09 Malmö Redhawks J18 J18 Elit/Allsvenskan 5 4 8 12 18 4 1 1 2 2 2008/09 Malmö Redhawks J20 J20 SuperElit 25 16 12 28 48 – – – – – 2008/09 Malmö Redhawks Allsvenskan 25 1 0 1 6 – – – – – 2009/10 Portland Winterhawks WHL 41 5 7 12 12 – – – – – 2009/10 Lethbridge Hurricanes WHL 30 4 10 14 30 – – – – – 2010/11 Lethbridge Hurricanes WHL 61 18 15 33 29 – – – – – 2011/12 IF Troja-Ljungby Allsvenskan 51 8 7 15 20 – – – – – 2012/13 IF Troja-Ljungby Allsvenskan 49 10 15 25 96 – – – – – 2013/14 IF Troja-Ljungby Allsvenskan 51 9 10 19 54 101 5 4 9 4 2014/15 Storhamar Dragons GET-ligaen 39 24 28 52 39 16 8 11 19 16 2015/16 Storhamar Dragons GET-ligaen 43 24 32 56 28 13 9 11 20 12 2016/17 Martigny Red Ice NLB 48 26 40 66 36 5 1 5 6 18 2017/18 ERC Ingolstadt DEL 49 4 6 10 14 – – – – – 2017/18 Storhamar Dragons GET-ligaen 2 3 1 4 4 14 10 16 26 8 2018/19 Krefeld Pinguine DEL 51 32 20 52 46 – – – – – 2019/20 Dinamo Riga KHL 8 3 1 4 6 – – – – – 2019/20 Neftechimik Nischnekamsk KHL 40 13 12 25 12 4 0 1 1 2 2020/21 HK Traktor Tscheljabinsk KHL 13 2 4 6 10 – – – – – 2020/21 Sewerstal Tscherepowez KHL 22 4 7 11 10 1 1 0 1 0 2021/22 Barys Nur-Sultan KHL 39 8 3 11 26 5 3 0 3 4 2022/23 Storhamar Dragons Fjordkraftligaen 42 24 17 41 24 17 5 6 11 12 2023/24 Storhamar Dragons Elitehockeyligaen 44 23 22 45 20 14 7 7 14 10 2024/25 Storhamar Dragons Elitehockeyligaen 28 24 18 42 26 11 5 9 14 2 2025/26 Storhamar Dragons Elitehockeyligaen 38 22 26 48 12 15 10 8 18 4 J18 Elit/Allsvenskan gesamt 29 21 17 38 62 6 1 1 2 16 J20 SuperElit gesamt 38 18 15 33 54 – – – – – Allsvenskan gesamt 176 28 32 60 176 10 5 4 9 4 WHL gesamt 132 27 32 59 71 – – – – – GET-/Fjordkraft-/Elitehockeyligaen gesamt 236 144 144 288 153 100 54 68 122 64 DEL gesamt 100 36 26 62 60 – – – – – KHL gesamt 122 30 27 57 64 10 4 1 5 6

International Vertrat Norwegen bei: Weltmeisterschaft 2025 Weltmeisterschaft 2026

Jahr Team Veranstaltung Resultat Sp T V Pkt SM 2025 Norwegen WM 12. Platz 7 2 3 5 0 2026 Norwegen WM 15px|3. Platz, Bronze 10 3 0 3 0 Herren gesamt 17 5 3 8 0

Weblinks

Einzelnachweise

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