zentriert|350x260pxUraufführung von Bonnie und Clyde von Arthur Penn, der neben Die Reifeprüfung als Keimzelle des Begriffs New Hollywood angesehen wird. Dieser Artikel behandelt das Filmjahr 1967.

Ereignisse 5. Februar: Vicco von Bülow führt durch die erste Folge der ARD-Fernsehserie Cartoon, in der er auch als Loriot zeichnerisch Beiträge einbringt. 18. Oktober: Premiere von Das Dschungelbuch. Das Dschungelbuch wird das erfolgreichste Film des Jahres 1967. Diese Disney-Produktion erweist sich in den Folgejahrzehnten als der Film mit den meisten Zuschauern in Deutschland. 10. November: Sidney Lumets Spielfilm Der Pfandleiher, über das Leben eines jüdischen Deutschen und KZ-Überlebenden in New York, kommt in die deutschen Kinos. 1. Dezember: Kinostart des Films Tanz der Vampire in der Bundesrepublik Deutschland. 19. Dezember: Der Spielfilm Bonnie und Clyde von Arthur Penn, mit Warren Beatty und Faye Dunaway, wird in Deutschland erstmals aufgeführt. Uraufführungen von Bonnie und Clyde und Die Reifeprüfung. Beide Filme werden als Keimzellen des Begriffs New Hollywood angesehen, der sich später etablierte. Der Film The Trip trifft den Zeitgeist der 1960er und wird ein großer Erfolg in den Kinos. Der Prototyp des IMAX Kino-Systems wird auf der EXPO 1967 in Montreal, Kanada ausgestellt. United Artists wird von den dessen Manager Arthur Krim und Robert Benjamin an das Unternehmen Transamerica Corporation verkauft. Die Hochschule für Fernsehen und Film München nimmt im Wintersemester ihren Lehrbetrieb auf. Die Sieger der Bravo Otto Leserwahl 1967: Kategorie – männlicher Filmstar: Gold Pierre Brice, Silber Horst Buchholz, Bronze Sean Connery Kategorie – weiblicher Filmstar: Gold Marie Versini, Silber Liselotte Pulver, Bronze Uschi Glas Die erfolgreichsten westdeutschen Filmproduktionen und Koproduktionen 1967: Helga – Vom Werden des menschlichen Lebens (Goldene Leinwand) Die Wirtin von der Lahn (Goldene Leinwand) Die blaue Hand Jungfrau aus zweiter Hand Kommissar X – Drei grüne Hunde Liebesnächte in der Taiga Mädchen, Mädchen Der Mönch mit der Peitsche Der Mörderclub von Brooklyn Tätowierung Unbezähmbare Angélique Wenn Ludwig ins Manöver zieht Wilder Reiter GmbH

Erfolgreichste Filme

Top 10 in Deutschland

Die zehn erfolgreichsten Filme an den deutschen Kinokassen nach Besucherzahlen (Stand: 25. November 2018):

Platz Filmtitel Besucher 1. James Bond 007 – Man lebt nur zweimal 9.000.000 2. Helga – Vom Werden des menschlichen Lebens 5.000.000 3. Drei Bruchpiloten in Paris 3.800.000 4. Unbezähmbare Angélique 2.700.000 5. Blow Up 2.250.000 6. Erotik am Abgrund 2.000.000 7. Django – Sein Gesangbuch war der Colt 2.000.000 8. Django, der Rächer 2.000.000 9. Wilder Reiter GmbH 2.000.000 10. Kommissar X – Drei grüne Hunde 1.800.000

Top 10 in den USA Die zehn erfolgreichsten Filme an den US-amerikanischen Kinokassen nach Einspielergebnis. PlatzFilmtitelEinspielergebnis in US-Dollar1.The Graduate43.100.0002.Guess Who's Coming to Dinner25.500.0003.Bonnie and Clyde22.000.0004.The Dirty Dozen20.100.0005.Valley of the Dolls20.000.0006.To Sir, with Love19.100.0007.You Only Live Twice18.000.0008.Thoroughly Modern Millie14.700.0009.The Jungle Book13.000.00010.Camelot12.300.000

Erfolgreichste Filme in Asien LandFilmtitelEinspielergebnis (umgerechnet in $)SowjetunionEntführung im Kaukasus21.260.00076,54 Millionen sowjetische Tickets wurden verkauft (), bei einem durchschnittlichen Ticketpreis von 25 Kopeken etwa 19,135 Millionen Rubel (); 0,9 Rbl pro US-Dollar von 1961 bis 1971IndienHamraaz6.000.000

Filmpreise

Golden Globe Award

Am 15. Februar findet im Coconut Grove die Golden-Globe-Verleihung statt.

Bestes Drama: Ein Mann zu jeder Jahreszeit von Fred Zinnemann Bestes Musical/Komödie: Die Russen kommen! Die Russen kommen! von Norman Jewison Bester Schauspieler (Drama): Paul Scofield in Ein Mann zu jeder Jahreszeit Beste Schauspielerin (Drama): Anouk Aimée in Ein Mann und eine Frau Bester Schauspieler (Musical/Komödie): Alan Arkin in Die Russen kommen! Die Russen kommen! Beste Schauspielerin (Musical/Komödie): Lynn Redgrave in Georgy Girl Bester Nebendarsteller: Richard Attenborough in Kanonenboot am Yangtse-Kiang Beste Nebendarstellerin: Jocelyne LaGarde in Hawaii Bester Regisseur: Fred Zinnemann für Ein Mann zu jeder Jahreszeit Beste Musik: Elmer Bernstein für Hawaii Cecil B. DeMille Award: Charlton Heston

Academy Awards

Die Oscarverleihung findet am 10. April im Santa Monica Civic Auditorium statt. Moderator ist Bob Hope.

Bester Film: Ein Mann zu jeder Jahreszeit von Fred Zinnemann Bester Hauptdarsteller: Paul Scofield in Ein Mann zu jeder Jahreszeit Beste Hauptdarstellerin: Elizabeth Taylor in Wer hat Angst vor Virginia Woolf? Bester Regisseur: Fred Zinnemann für Ein Mann zu jeder Jahreszeit Bester Nebendarsteller: Walter Matthau in Der Glückspilz Beste Nebendarstellerin: Sandy Dennis in Wer hat Angst vor Virginia Woolf? Beste Musik und bester Song: jeweils John Barry für Frei geboren Bester fremdsprachiger Film: Ein Mann und eine Frau von Claude Lelouch Irving G. Thalberg Memorial Award: Robert Wise

Vollständige Liste der Preisträger

Internationale Filmfestspiele von Cannes 1967

Das Festival beginnt am 27. April und endet am 12. Mai. Die Jury wählt folgende Preisträger aus:

Goldene Palme: Blow Up von Michelangelo Antonioni Bester Schauspieler: Oded Kotler in Shlosha Yamim Veyeled Beste Schauspielerin: Pia Degermark in Das Ende einer großen Liebe Bester Regisseur: der Ungar Ferenc Kósa für Zehntausend Sonnen (Tízezer nap)

Internationale Filmfestspiele Berlin 1967

Das Festival beginnt am 23. Juni und endet am 4. Juli. Die Jury vergibt folgende Preise:

Goldener Bär: Der Start von Jerzy Skolimowski Bester Schauspieler: Michel Simon in Le vieil homme et l'enfant von Claude Berri Beste Schauspielerin: Edith Evans in Flüsternde Wände Bester Regisseur: Zivojin Pavlovic für Budjenje pacova

Filmfestspiele von Venedig

Das Festival beginnt am 26. August und endet am 8. September. Die Jury wählt unter Präsident Alberto Moravia folgende Preisträger aus:

Goldener Löwe: Belle de Jour – Schöne des Tages von Luis Buñuel Bester Schauspieler: Ljubiša Samardžić in Jutro Beste Schauspielerin: Shirley Knight in Dutchman

Deutscher Filmpreis

Bester Film: Abschied von gestern Beste Regie: Alexander Kluge für Abschied von gestern Beste Hauptdarstellerin: Alexandra Kluge für Abschied von gestern Bester Hauptdarsteller: Hans Dieter Schwarze für Alle Jahre wieder Beste Nebendarstellerin: Ulla Jacobsson für Alle Jahre wieder Bester Nebendarsteller: Günter Mack für Abschied von gestern

British Film Academy Award

Bester Film: Wer hat Angst vor Virginia Woolf? von Mike Nichols Bester britischer Darsteller: Richard Burton für Der Spion, der aus der Kälte kam Bester ausländischer Darsteller: Rod Steiger für Der Pfandleiher Beste britische Darstellerin: Elizabeth Taylor für Wer hat Angst vor Virginia Woolf? Beste ausländische Darstellerin: Jeanne Moreau für Viva Maria!

Étoile de Cristal

Bester Film: Grüne Herzen von Édouard Luntz Bester Darsteller: Michel Piccoli in Die Beute Beste Darstellerin: Delphine Seyrig in La Musica Bester ausländischer Film: Protest von Karel Reisz Bester ausländischer Darsteller: Tom Courtenay in Geliebter Spinner Beste ausländische Darstellerin: Bibi Andersson in Syskonbädd 1782 (Geschwisterbett)

New York Film Critics Circle Award

Bester Film: In der Hitze der Nacht von Norman Jewison Beste Regie: Mike Nichols für Die Reifeprüfung Bester Hauptdarsteller: Rod Steiger in In der Hitze der Nacht Beste Hauptdarstellerin: Edith Evans in Flüsternde Wände Bester ausländischer Film: Der Krieg ist vorbei von Alain Resnais

National Board of Review

Bester Film: Die Herrin von Thornhill von John Schlesinger Beste Regie: Richard Brooks für Kaltblütig Bester Hauptdarsteller: Peter Finch in Die Herrin von Thornhill Beste Hauptdarstellerin: Edith Evans in Flüsterne Wände Bester Nebendarsteller: Paul Ford in Die Stunde der Komödianten Beste Nebendarstellerin: Marjorie Rhodes in Honigmond 67 Bester fremdsprachiger Film: Mord im Fahrpreis inbegriffen von Costa-Gavras

Laurel Award

Bestes Action-Drama: Die gefürchteten Vier von Richard Brooks Beste Action-Darstellung: Lee Marvin in Die gefürchteten Vier Bestes Drama: Wer hat Angst vor Virginia Woolf? von Mike Nichols Bester dramatischer Darsteller: Richard Burton in Wer hat Angst vor Virginia Woolf? Beste dramatische Darstellerin: Elizabeth Taylor in Wer hat Angst vor Virginia Woolf? Beste Komödie: Modern Millie – Reicher Mann gesucht von George Roy Hill Bester komödiantischer Darsteller: Dick Van Dyke in Robinson Crusoe, der Amazonenhäuptling Beste komödiantische Darstellerin: Julie Andrews in Modern Millie – Reicher Mann gesucht

Weitere Filmpreise und Auszeichnungen Bodil: Hunger von Henning Carlsen David di Donatello: Der Widerspenstigen Zähmung, Il tigre (Bester italienischer Film) und Doktor Schiwago (Bester ausländischer Film) Deutscher Kritikerpreis: Johannes Schaaf Directors Guild of America Award: Fred Zinnemann für Ein Mann zu jeder Jahreszeit Ernst-Lubitsch-Preis: Martin Held für Fast ein Held Guldbagge: Persona von Ingmar Bergman Louis-Delluc-Preis: Benjamin – Aus dem Tagebuch einer männlichen Jungfrau von Michel Deville Nastro d’Argento: Schlacht um Algier von Gillo Pontecorvo und Ein Mann und eine Frau von Claude Lelouch National Society of Film Critics Award: Blow Up von Michelangelo Antonioni Photoplay Award: Das dreckige Dutzend von Robert Aldrich (Bester Film), Paul Newman (populärster männlicher Star), Barbara Stanwyck (populärster weiblicher Star) Festival Internacional de Cine de Donostia-San Sebastián: Zwei auf gleichem Weg von Stanley Donen (Goldene Muschel) Writers Guild of America Award: Wer hat Angst vor Virginia Woolf? (Bestes Drama), Die Russen kommen! Die Russen kommen! (Beste Komödie)

Geburtstage

mini|125px|Tia Carrere (* 2. Januar)mini|125px|Emily Watson (* 14. Januar) Januar bis März 2. Januar: Tia Carrere, US-amerikanische Schauspielerin 5. Januar: Joe Flanigan, US-amerikanischer Schauspieler 10. Januar: Trini Alvarado, US-amerikanische Schauspielerin 12. Januar: Blanchard Ryan, US-amerikanische Schauspielerin 14. Januar: Emily Watson, britische Schauspielerin 19. Januar: Javier Cámara, spanischer Schauspieler 19. Januar: Christine Tucci, US-amerikanische Schauspielerin 20. Januar: Stacey Dash, US-amerikanische Schauspielerin 22. Januar: Jenny Jürgens, deutsche Schauspielerin und Sängerin österreichischer Herkunft 24. Januar: Phil LaMarr, US-amerikanischer Schauspieler 30. Januar: Juergen Maurer, österreichischer Schauspieler 31. Januar: Joey Wong, taiwanische Schauspielerin

Februar 1. Februar: Jessica Stockmann, deutsche Schauspielerin 2. Februar: Catherine Flemming, deutsche Schauspielerin 5. Februar: Chris Parnell, US-amerikanischer Schauspieler 6. Februar: Hansjörg Weißbrich, deutscher Filmeditor 10. Februar: Laura Dern, US-amerikanische Schauspielerin 10. Februar: Vince Gilligan, US-amerikanischer Drehbuchautor 12. Februar: Annedore Kleist, deutsche Schauspielerin 14. Februar: Sabrina Ascacibar, deutsch-argentinische Schauspielerin, Sängerin, Tänzerin und Musikerin 14. Februar: Thomas Kronthaler, deutscher Regisseur und Drehbuchautor 16. Februar: Pavel Lychnikoff, russischer Schauspieler 17. Februar: Jewgeni Grischkowez, russischer Schriftsteller, Schauspieler und Regisseur 18. Februar: Laurent Tirard, französischer Drehbuchautor und Filmregisseur († 2024) 19. Februar: Benicio del Toro, puertoricanisch-amerikanischer Schauspieler 20. Februar: Lili Taylor, US-amerikanische Schauspielerin 25. Februar: Andi Niessner, deutscher Filmregisseur 26. Februar: Currie Graham, kanadisch-US-amerikanischer Schauspieler 26. Februar: Nina Kronjäger, deutsche Schauspielerin 27. Februar: Felix Eitner, deutscher Schauspieler († 2025)

März