Willi Nickenig (* 28. April 1944 in Boppard) ist ein ehemaliger deutscher Winzer und Politiker (CDU).

Leben Nickenig besuchte die Volksschule Boppard, die Berufsschule Boppard und die Weinbaufachschule Bacharach. Er machte eine Winzerlehre und eine praktische Ausbildung im elterlichen Betrieb. 1964 legte er die Winzergehilfenprüfung, 1969 die Winzermeisterprüfung ab und war ab 1973 Mitinhaber und ab 1976 Inhaber des elterlichen Weingutes. Von 1989 bis 2009 war er Mitarbeiter im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau.

Politik 1962 trat Nickenig der CDU und der Jungen Union bei. Er war stellvertretender Vorsitzender des CDU-Ortsverbands Boppard und Vorstandsmitglied des CDU-Stadtverbands Boppard. Von 1969 bis 2004 war er Mitglied des Kreistags Rhein-Hunsrück, von 1970 bis 1974 Mitglied des Verbandsgemeinderats Boppard und von 1974 bis 1976 Mitglied des Stadtrats Boppard. Er war ab 1976 13 Jahre lang Mitglied des Ortsbeirats Boppard, seit 1977 als Fraktionsvorsitzender und wechselte 1989 für 8 Jahre als Mitglied und Fraktionsvorsitzender in den Stadtrat Boppard.

Am 1. Januar 1987 rückte er für Walter Mallmann in den zehnten Landtag Rheinland-Pfalz nach, dem er bis zum Ende der Wahlperiode angehörte. Im Landtag war er Mitglied im Ausschuss für Landwirtschaft, Weinbau und Forsten und im Petitionsausschuss.

Er wurde mit der Silbernen Ehrennadel des Bauern- und Winzerverbands Rheinland-Nassau (1988), der Dr.-Johann-Christian-Eberle-Medaille (1989), der Freiherr-vom-Stein-Plakette (1994) und der Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz (2016) ausgezeichnet.

Weitere Tätigkeiten Von 2002 bis 2014 war Nickenig Vorsitzender der Stiftung Hospital zum Heiligen Geist. Die Stiftung war Gesellschafterin des Stiftungsklinikums Mittelrhein und zuvor Trägerin des Hospitals zum Heiligen Geist in Boppard.

Literatur Der Präsident des Landtags Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Die Stellvertreter des freien Volkes: Die Abgeordneten der Beratenden Landesversammlung und des Landtags Rheinland-Pfalz von 1946 bis 2015. 2016, ISBN 3-658-04751-8, S. 494–495.

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Einzelnachweise

Kategorie:Landtagsabgeordneter (Rheinland-Pfalz) Kategorie:Kommunalpolitiker (Rhein-Hunsrück-Kreis) Kategorie:Person (Boppard) Kategorie:CDU-Mitglied Kategorie:Politiker (20. Jahrhundert) Kategorie:Träger der Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz Kategorie:Träger der Freiherr-vom-Stein-Plakette (Rheinland-Pfalz) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1944 Kategorie:Mann