mini|hochkant=1.3|Brahmsdenkmal Wien Das Brahmsdenkmal auf dem Karlsplatz im 4. Bezirk von Wien erinnert an den deutschen Komponisten Johannes Brahms (1833–1897). Es wurde im Jahr 1908 vom Bildhauer Rudolf Weyr im Stil des Neobarock errichtet.

Geschichte Bei dem von der Stadt Wien ausgeschriebenen Denkmalprojekt-Wettbewerb hatten sich im Jahr 1902 (zumindest) die Bildhauer Max Klinger, Karl Kundmann und Rudolf Weyr mit Entwürfen beteiligt. Nach Prüfung der eingereichten Modelle wurden jene von Klinger und Kundmann ausgeschieden, weil diese hinsichtlich des Preislimits die vorgeschriebenen Bedingungen nicht eingehalten hatten. Die Jury entschied sich einstimmig für die Ausführung des Entwurfs von Rudolf Weyr.Zum Brahms-Denkmal in Wien, in: Berliner Tageblatt, 3. Oktober 1902. Das Denkmal wurde anlässlich des 75. Geburtstags von Johannes Brahms am 7. Mai 1908 auf dem Karlsplatz enthüllt. Nach Beendigung des U-Bahn-Baues (1969 bis 1976) im Bereich Karlsplatz wurden nach den ab 1971 erfolgten Planungen von dem Landschaftsarchitekten Sven-Ingvar Andersson der Resselpark und der Karlsplatz in Teilen neu angelegt.Eva Berger: Historische Gärten Österreichs. Garten- und Parkanlagen von der Renaissance bis um 1930, Band 3: Wien. Böhlau Verlag, Wien/Köln/Weimar 2004, ISBN 3-205-99353-5, S. 158. Im Zuge dieser Umgestaltungen wurde unter anderem der Standort des Brahms-Denkmals verändert.Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Band 1. Kremayr & Scheriau Verlag, Wien 1992, ISBN 3-218-00543-4, S. 438.

Beschreibung Das heute im nordöstlichen Bereich des Wiener Resselparks befindliche Denkmal zeigt eine Sitzfigur des Komponisten Johannes Brahms. Auf dem Denkmalsockel befindet sich eine Skulptur, darstellend Terpsichore als Muse der Chorlyrik, deren Attribut die Lyra ist. Es ist dies eine Anspielung auf die zahlreichen von Johannes Brahms komponierten Chorwerke.Johann Werfring: Wo sich in Wien eine bekrönte Bannerträgerin präsentiert. In: Wiener Zeitung vom 23. Juli 2021, S. 18. Die Figuren bestehen aus hellem Marmor, der breite Stufensockel aus Granit.Art in words: Der Karlsplatz in Wien; abgerufen am 28. Sep. 2017.

Literatur Johannes-Brahms-Denkmal-Komitee in Wien, Max Kalbeck, Eusebius Mandyczewski: Zur Enthüllung des Brahms-Denkmals in Wien, 7 Mai 1908. Selbstverlag, Wien 1908. Felix Czeike: Wien. Kunst und Kultur-Lexikon. Stadtführer und Handbuch. Süddeutscher Verlag, München 1976, S. 89. Wolfgang Sandberger (Hrsg.): Brahms Handbuch. Springer Verlag, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-476-02233-2.

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Einzelnachweise

Kategorie:Denkmal in Wien Kategorie:Skulpturengruppe Kategorie:Skulptur (1908) Kategorie:Erbaut 1908 Kategorie:Personenstatue