mini|hochkant|Friedrich Straetmanns (2017) Friedrich Straetmanns (* 5. August 1961 in Bielefeld) ist ein deutscher Politiker (BSW, bis August 2024 Die Linke). Von 2021 bis 2025 war er Staatssekretär im Ministerium für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz des Landes Mecklenburg-Vorpommern und von 2017 bis 2021 Mitglied des Deutschen Bundestages. Von Dezember 2024 bis Oktober 2025 war er Co-Vorsitzender des BSW Mecklenburg-Vorpommern.
Beruflicher Werdegang Nach dem Wehrdienst studierte Friedrich Straetmanns in den Jahren 1982 bis 1989 Rechts- und Staatswissenschaften mit Referendariat. Beruflich war er danach kurz als Rechtsanwalt tätig, anschließend bis 1992 beim Diakonischen Werk. Danach wurde er Richter am Sozialgericht Detmold. Er amtierte daneben als Vorsitzender des gemeinsamen kirchlichen Verwaltungsgerichts der Evangelisch-reformierten Kirche und der Lippischen Landeskirche.
Im 19. Deutschen Bundestag war Straetmanns Justiziar und rechtspolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke, ordentliches Mitglied im Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz sowie im Wahlprüfungsausschuss. Zudem gehörte er als stellvertretendes Mitglied dem Ausschuss für Wahlprüfung, Immunität und Geschäftsordnung, dem Petitionsausschuss und dem Wahlausschuss für die Richter des Bundesgerichtshofs an.
Bei den Wahlen zum 20. Bundestag 2021 verpasste er auf der Liste der LinkenDer Kreiswahlleiter des Wahlkreises 132 Bielefeld – Gütersloh II. Bundestagswahl am 26. September 2021 – Wahlergebnis. In: www.bielefeld.de. 30. September 2021, abgerufen am 26. August 2024 (PDF; 375 KB). den Wiedereinzug in das Parlament.BSW bekommt weiteren Zulauf. In: taz.de. 26. August 2024, abgerufen am 26. August 2024.
Am 15. November 2021 wurde Straetmanns zum Staatssekretär im Ministerium für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz des Landes Mecklenburg-Vorpommern ernannt.Schwesig ernennt Staatssekretärinnen und Staatssekretäre. Pressemitteilung der Staatskanzlei Mecklenburg-Vorpommern vom 15. November 2021. Im April 2022, kurz nach dem Beginn des russischen Überfalls auf die Ukraine, attackierte Straetmanns auf Twitter den ukrainischen Botschafter in Deutschland, Andrij Melnyk verbal. Daraufhin wurde sein Rücktritt gefordert;MV-Staatssekretär beleidigt ukrainischen Botschafter – CDU fordert Entlassung. In: ostsee-zeitung.de. 26. April 2022, abgerufen am 17. Oktober 2024. Straetmanns löschte zwei Tage später den Tweet und bat um Entschuldigung; der Tweet sei „in der Wortwahl falsch und unangemessen“ gewesen. Im Juli 2024 erklärte Straetmanns gegenüber der Landesjustizministerin Jacqueline Bernhardt (Die Linke), sein Amt aus persönlichen Gründen zum 1. Oktober 2024 niederlegen zu wollen. Er blieb allerdings weiterhin im Amt, nahm aber auf Weisung der Ministerin bis Ende November 2024 nur eingeschränkte Aufgaben wahr.Kaltgestellter Staatssekretär aus MV erhält 12.000 Euro im Monat: Jetzt der goldene Handschlag? In: ostsee-zeitung.de. 17. Oktober 2024, abgerufen am 17. Oktober 2024.www.ndr.de, „Trotz Parteiwechsels: Straetmanns erhält Aufgaben zurück“, 3. Dezember 2024, abgerufen am 7. Dezember 2024 Am 22. Juli 2025 wurde er in den einstweiligen Ruhestand versetzt.Schwesig entlässt übergelaufenen Justizstaatssekretär, Spiegel, 22. Juli 2025 Ihm folgte Babette Bohlen nach.
Partei Straetmanns war 20 Jahre lang SPD-Mitglied.Die Linke stellt personelle Weichen: Friedrich Straetmanns soll in den Bundestag. In: nw.de. 16. März 2016.
Ab dem Jahr 2005 gehörte er der Partei WASG an.
Durch die Verschmelzung der Parteien WASG und PDS gehörte er ab 2007 der Partei Die Linke an. Bei der Bundestagswahl 2017 trat er im Wahlkreis Bielefeld-Gütersloh II für Die Linke an und zog auf Platz 10 der Landesliste seiner Partei in den 19. Deutschen Bundestag ein.Aus OWL neu in den Bundestag? – Folge 10: Friedrich Straetmanns (Linke) aus Bielefeld – Der unbefangene Sozialrichter. In: Westfalen-Blatt. 20. September 2017, abgerufen am 5. Oktober 2024.
Im August 2024 wechselte Straetmanns zum Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW), wobei er unter anderem „unrealistische Migrationsforderungen“, „Kritikunfähigkeit“ und „Nischenpolitik“ der Parteiführung als Gründe nannte; Die Linke habe „politische Kernthemen wie das Thema ‚Frieden‘ aufgegeben“.Linken-Staatssekretär wechselt ins BSW-Lager. In: spiegel.de. 26. August 2024, abgerufen am 27. August 2024. Er wurde am 7. Dezember 2024 zum Co-Vorsitzenden des BSW Mecklenburg-Vorpommern gewählt.www.ndr.de, „Justizstaatssekretär und Pastorin an der Spitze des BSW in MV“, 7. Dezember 2024, abgerufen am 7. Dezember 2024 Beim Parteitag am 11. Oktober 2025 kandidierte er nicht mehr für den Landesvorsitz.
Das BSW Mecklenburg-Vorpommern wählte Straetmanns zum Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl 2025. Er verfehlte den Einzug in das Parlament.
Sonstige Mitgliedschaften Seit 2021 ist Straetmanns Mitglied der 13. Synode der EKD. In diese wurde er durch den Rat der EKD berufen. Zudem war er Mitglied im Ehrenrat des DSC Arminia Bielefeld.
Weblinks
Staatssekretär für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz – Regierungsportal des Landes Mecklenburg-Vorpommern Biografie beim Deutschen Bundestag
Einzelnachweise
Kategorie:SPD-Mitglied Kategorie:WASG-Mitglied Kategorie:Die-Linke-Mitglied Kategorie:Landesvorsitzender des BSW Kategorie:Parteivorsitzender (Mecklenburg-Vorpommern) Kategorie:Politiker (21. Jahrhundert) Kategorie:Staatssekretär (Mecklenburg-Vorpommern) Kategorie:Bundestagsabgeordneter (Nordrhein-Westfalen) Kategorie:Richter (Sozialgericht Detmold) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1961 Kategorie:Mann