Die Liste der Stolpersteine in Zerbst/Anhalt enthält alle Stolpersteine, die im Rahmen des gleichnamigen Kunst-Projekts von Gunter Demnig in Zerbst/Anhalt verlegt wurden. Mit ihnen soll Opfern des Nationalsozialismus gedacht werden, die in Zerbst lebten und wirkten. Zwischen 2010 und 2020 wurden insgesamt 41 Steine an 13 Adressen verlegt.

Verlegungen 29. März 2010: 27 Steine an sechs Adressen 14. Oktober 2011: 13 Steine an sieben Adressen 12. November 2020: ein Stein an einer Adresse

Liste der Stolpersteine Adresse Datum der Verlegung Person Inschrift Bild Bild des Hauses Alte Brücke 2 Die Namen der Opfer. In: volksstimme.de., 11. Oktober 2011. Abgerufen am 27. September 2017. geb. Friedländer (1876–1942) Martha Leiser stammte aus Zerbst. Sie wurde am 2. Dezember 1942 von Magdeburg aus ins Ghetto Theresienstadt deportiert, wo sie am 22. Dezember 1942 den Tod fand.Leiser, Martha Marta. Bundesarchiv, Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945; abgerufen am 27. September 2017. Hier wohnteMARTHA LEISERgeb. FriedländerJg. 1876deportiert 1942Theresienstadttot 22.12.1942160px (1875–1943) Martin Leiser wurde in Grätz geboren. Er wurde am 2. Dezember 1942 von Magdeburg aus ins Ghetto Theresienstadt deportiert, wo er am 24. März 1943 den Tod fand.Leiser, Martin. Bundesarchiv, Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945; abgerufen am 27. September 2017. Hier wohnteund arbeiteteMARTIN LEISERJg. 1875deportiert 1942Theresienstadttot 24.3.1943160px Alte Brücke 12 (1885–1942) Benno Marcus stammte aus Heinrichsdorf in Westpreußen. Er zog später nach Zerbst und zuletzt nach Berlin. Von dort aus wurde er am 15. August 1942 ins Ghetto Riga deportiert und drei Tage später ermordet.Marcus, Benno. Bundesarchiv, Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945; abgerufen am 27. September 2017.Alte Brücke 19 Daniela Apel: 40 "Stolpersteine" erinnern an die Ermordung Zerbster Juden. In: volksstimme.de., 15. Oktober 2011. Abgerufen am 27. September 2017. (1875–1944) Eugen Borinski wurde in Zabrze geboren. Er wohnte später in Zerbst und Wittenberg. Er wurde am 2. Dezember 1942 von Magdeburg aus ins Ghetto Theresienstadt und am 16. Mai 1944 weiter nach Auschwitz deportiert, wo er ermordet wurde.Borinski, Eugen. Bundesarchiv, Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945; abgerufen am 27. September 2017.160px geb. Cohn (1876–1944) Julie Borinski stammte aus Seeburg. Sie wohnte später in Zerbst und Wittenberg. Sie wurde am 2. Dezember 1942 von Magdeburg aus ins Ghetto Theresienstadt und am 16. Mai 1944 weiter nach Auschwitz deportiert, wo sie ermordet wurde.Borinski, Julie. Bundesarchiv, Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945; abgerufen am 27. September 2017.160px Breite 25 Daniela Apel: Stolpersteine bewahren jüdische Schicksale vor dem Vergessen. In: volksstimme.de. 30. März 2010. Abgerufen am 27. September 2017. (1884–ca. 1942) Max Rosenstiel stammte aus Ziesar. Er konnte 1936 über Spanien nach Frankreich emigrieren. Nach der deutschen Besatzung wurde er 1941 in Gurs und später in Drancy interniert. Von dort aus wurde er am 28. August 1942 nach Auschwitz deportiert und ermordet. Sein genaues Todesdatum ist unbekannt.Rosenstiel, Max. Bundesarchiv, Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945; abgerufen am 27. September 2017. Hier wohnteMAX ROSENSTIELJg. 1884Flucht 1936 Frankreichinterniert Gurs-Drancydeportiert 1942Auschwitz ermordet 160px geb. Levy (1885–?) Rosa Rosenstiel stammte aus Schulitz. Sie wohnte später in Zerbst und zuletzt in Hannover. Von dort aus wurde sie am 15. Dezember 1941 ins Ghetto Riga deportiert. Ihr weiteres Schicksal ist unbekannt.Rosenstiel, Rosa. Bundesarchiv, Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945; abgerufen am 27. September 2017. Hier wohnteROSA ROSENSTIELgeb. LevyJg. 1885deportiert 1941Rigaermordet 18.12.1941 160px Breite Straße 1 (1878–1943) Clara Lewin stammte aus Schulitz. Sie wurde am 2. Dezember 1942 von Magdeburg aus ins Ghetto Theresienstadt deportiert, wo sie am 27. Juli 1943 den Tod fand.Lewin, Clara. Bundesarchiv, Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945; abgerufen am 27. September 2017.160px Brüderstraße 26 geb. Hammerschlag (1878–1942?) Ida Freudenberg stammte aus Lauenau. Sie war mit Adolph Freudenberg verheiratet und hatte mit ihm mehrere Kinder. Nach einem gescheiterten Suizidversuch wurde sie am 13. Juli 1942 von Magdeburg aus vermutlich nach Auschwitz oder Treblinka deportiert und dort ermordet.Freudenberg, Ida. Bundesarchiv, Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945; abgerufen am 27. September 2017.Thomas Kirchner: Nummern werden wieder zu Namen. In: volksstimme.de., 12. November 2020. Abgerufen am 22. Dezember 2020.160px (1898–?) Kurt Freudenberg wurde in Barby geboren. Er war der Neffe von Adolph und Ida Freudenberg und wohnte zwischen 1908 und 1918 bei ihnen, als er in Zerbst das Francisceum besuchte. Er arbeitete später als Bankbeamter bei der Stadtkasse in Barby, wo ihm 1933 fristlos gekündigt wurde. Später wohnte er in Ahlem, Magdeburg und Hannover. Während der Novemberpogrome 1938 wurde er am 10. November zunächst ins Polizeigefängnis in Magdeburg verbracht und anschließend im KZ Buchenwald interniert. Am 15. Dezember 1941 wurde er ins Ghetto Riga deportiert und später ermordet.Freudenberg, Kurt Curt. Bundesarchiv, Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945; abgerufen am 27. September 2017.160px (1863–1937) Adolph Freudenberg war Inhaber das Bankhauses J. Rothenstein in Zerbst.160px Brüderstraße 24 geb. Dudowitz (1904–1942) Berta Friedmann stammte aus Kolno. Am 14. April 1942 wurde sie mit ihrer Familie von Magdeburg aus ins Ghetto Warschau deportiert. Sie wurde im Juli 1942 in Treblinka ermordet.Friedmann, Berta Bertha Branje. Bundesarchiv, Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945; abgerufen am 27. September 2017.160px (1941–1942) Denny Friedmann wurde in Zerbst geboren. Am 14. April 1942 wurde er mit seiner Familie von Magdeburg aus ins Ghetto Warschau deportiert. Er wurde im Juli 1942 in Treblinka ermordet.Friedmann, Denny. Bundesarchiv, Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945; abgerufen am 27. September 2017.160px (1932–1942) Ilse Friedmann wurde in Zerbst geboren. Am 14. April 1942 wurde sie mit ihrer Familie von Magdeburg aus ins Ghetto Warschau deportiert. Sie wurde im Juli 1942 in Treblinka ermordet.Friedmann, Ilse. Bundesarchiv, Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945; abgerufen am 27. September 2017.160px (1898–1942) Joel Friedmann stammte aus Szczuczyn. Am 14. April 1942 wurde er mit seiner Familie von Magdeburg aus ins Ghetto Warschau deportiert. Er wurde im Juli 1942 in Treblinka ermordet.Friedmann, Joel. Bundesarchiv, Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945; abgerufen am 27. September 2017.160px (1930–1942) Sonja Friedmann wurde in Magdeburg geboren. Am 14. April 1942 wurde sie mit ihrer Familie von Magdeburg aus ins Ghetto Warschau deportiert. Sie wurde im Juli 1942 in Treblinka ermordet.Friedmann, Sonja. Bundesarchiv, Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945; abgerufen am 27. September 2017.160px (1862–1943) Leopold Spier stammte aus Merzhausen. Er wurde am 2. Dezember 1942 von Magdeburg aus ins Ghetto Theresienstadt deportiert, wo er am 30. Mai 1943 den Tod fand.Spier, Liebmann Leopold. Bundesarchiv, Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945; abgerufen am 27. September 2017.160px (1891–1942) Recha Spier wurde in Lichtenau geboren. Am 14. April 1942 wurde sie von Magdeburg aus ins Ghetto Warschau deportiert. Sie wurde im Juli 1942 in Treblinka ermordet.Spier, Recha. Bundesarchiv, Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945; abgerufen am 27. September 2017.160px Fritz-Brandt-Straße 4 Daniela Apel: 13 neue Stolpersteine bewahren jüdische Schicksale vor dem Vergessen. In: volksstimme.de., 11. Oktober 2011. Abgerufen am 27. September 2017. geb. Israel (1891–1942) Ella Jacob stammte aus Säpzig. Am 14. April 1942 wurde sie von Magdeburg aus ins Ghetto Warschau deportiert. Sie wurde im Juli 1942 in Treblinka ermordet.Jacob, Ella. Bundesarchiv, Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945; abgerufen am 27. September 2017.160px (1890–1942) Leo Jacob stammte aus Rogowo. Am 14. April 1942 wurde er von Magdeburg aus ins Ghetto Warschau deportiert. Er wurde im Juli 1942 in Treblinka ermordet.Jacob, Leo. Bundesarchiv, Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945; abgerufen am 27. September 2017.160px Karl-Marx-Straße 3 geb. Bacharach (1886–1944) Frieda Wachtel wurde in Mansbach geboren. Sie wurde am 2. Dezember 1942 von Magdeburg aus ins Ghetto Theresienstadt und später weiter nach Auschwitz deportiert, wo sie am 16. Mai 1944 ermordet wurde.Wachtel, Frieda. Bundesarchiv, Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945; abgerufen am 27. September 2017.160px geb. Weil (1897–1942) Hildegard Wachtel wurde in Gernsheim geboren. Am 14. April 1942 wurde sie von Magdeburg aus ins Ghetto Warschau deportiert. Sie wurde im Juli 1942 in Treblinka ermordet.Wachtel, Hildegard Hilde. Bundesarchiv, Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945; abgerufen am 27. September 2017.160px (1883–?)160px (1912–1942)160px (1878–1944) Max Wachtel wurde in Kaltennordheim geboren. Er wurde am 2. Dezember 1942 von Magdeburg aus ins Ghetto Theresienstadt und später weiter nach Auschwitz deportiert, wo er am 16. Mai 1944 ermordet wurde.Wachtel, Max. Bundesarchiv, Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945; abgerufen am 27. September 2017.160px (1882–1942) Salli Wachtel wurde in Kaltennordheim geboren. Am 14. April 1942 wurde er von Magdeburg aus ins Ghetto Warschau deportiert. Er wurde im Juli 1942 in Treblinka ermordet.Wachtel, Salli Sally. Bundesarchiv, Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945; abgerufen am 27. September 2017.160px geb. Wachtel (1890–1943) Ida Weil wurde in Kaltennordheim geboren. Sie lebte später in Leipzig und Berlin. Von Berlin aus wurde sie am 28. Mai 1943 ins Ghetto Theresienstadt deportiert, wo sie am 3. Juli 1943 den Tod fand.Weil, Ida. Bundesarchiv, Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945; abgerufen am 27. September 2017.160px Markt 27 geb. Cohn (1863–1940)