Chrupalla ist eine eingedeutschte Variante des polnischen Familiennamens Chrupałła bzw. Chrupała. Bekannte Personen mit diesem Familiennamen sind:

Maria Chrupalla (1897–1942), vom NS-Regime aufgrund ihres Glaubens ins KZ Fuhlsbüttel sowie später ins KZ Ravensbrück verschlepptes und am 6. Februar 1942 ermordetes Mitglied der Zeugen Jehovas Paul J. Chrupalla (1899–?), vom NS-Regime aufgrund seines Glaubens fast 10 Jahre in Gefängnissen und im KZ Sachsenhausen inhaftierter Zeuge Jehovas, 1945 befreit Tino Chrupalla (* 1975), deutscher Politiker (AfD)

Weitere Namensträger mit der polnischen Schreibweise sind:

Paweł Chrupałła (* 2003), polnisch-norwegischer Fußballspieler Henryk Chrupała (1938–2015), polnischer Astronom und Physiker Grzegorz Chrupała, polnischstämmiger Computerlinguist, Professor an der Universität Tilburg Małgorzata Chrupała-Pniak, polnische Psychologin und Juristin an der Uniwersytet Humanistycznospołeczny in Warschau

Bedeutung Das Wort chrupała ist die dritte Person Singular Femininum der Vergangenheit des polnischen Wortes chrupać („fressen, geräuschvoll essen“).

Aussprache und Transkription aus dem Polnischen Die ursprüngliche, polnische Aussprache des Nachnamens lautet /xruˈpa.wa/ (IPA) („chrupawa“). Dies impliziert nicht, dass außerhalb Polens lebende Namensträger dieser Aussprache zwingend folgen, zumal viele deutsche und andere nicht-polnische Sprecher mit der Aussprache des in Europa nur in einigen slawischen Sprachen (v. a. Polnisch, Belarussisch, Sorbisch) gebräuchlichen Buchstabens „Ł“ nicht vertraut sind. Im Polnischen ist Ł ein labiovelarer Approximant . Es ist damit identisch mit der Aussprache des englischen labiovelaren W [w].

Der Digraph „ch“ wird im Polnischen nicht als „k“ ausgesprochen, sondern wie das deutsche „ch“ [/x/] in „ach“, d. h. als stimmloser velarer Frikativ, ähnlich wie in den Wörtern „Bach“, „Buch“ und „Dach“.

Von einem phonologischen Standpunkt aus handelt es sich bei der Substitution von "łł" durch "ll" (statt durch "w") nicht um eine phonetisch korrekte Transkription, sondern lediglich um eine sogenannte Diakritika-Reduktion, die jedoch eine gegenüber der ursprünglichen, polnischen Aussprache veränderte Aussprache der eingedeutschten Fassung des Namens zur Folge hat.

Einzelnachweise

Kategorie:Familienname