Jürgen-Michael Watzke (* 8. Juni 1952 in Mittweida; † 16. August 1997 in Jagsthausen) war ein deutscher Schauspieler, Theaterregisseur und Hörspielsprecher.

Leben Jürgen Watzke studierte zunächst Technologie an der Technischen Universität Chemnitz und arbeitete in der Technik des Theaters Chemnitz. Sein künstlerisches Handwerk erlernte er an der heutigen Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin.Website der Berliner Schauspielschule, abgerufen am 23. September 2017 Engagements hatte er unter anderem am Kleist-Theater Frankfurt (Oder), wo er sein Bühnendebüt gab, und am Theater Nordhausen, an beiden Häusern führte er auch Regie. Neben weiteren Rollen spielte Watzke in Frankfurt (Oder) 1983 den Dorfrichter Adam in Heinrich von Kleists Lustspiel Der zerbrochne Krug. Ferner wirkte er am Potsdamer Hans Otto Theater, zum Beispiel 1983 als Waffenmeister in Hamlet von William Shakespeare., und am Berliner Ensemble.Ben Wagin: Nenn mich nicht Künstler, Seite 172, Ch. Links Verlag, Berlin, ISBN 978-3-86153-813-4 Ab 1993 war Watzke freischaffend tätig und trat unter anderem am Schauspielhaus Zürich auf.

Daneben war Watzke ab 1980 umfangreich vor der Kamera zu sehen, zum Teil in Krimiserien wie Ein Mord für Quandt, Die Wache, Faust oder als diebischer Wirt in der Familienserie Sherlock Holmes und die sieben Zwerge, zum anderen in Literaturverfilmungen wie Kai aus der Kiste oder Die Schauspielerin. Daneben arbeitete Watzke auch als Sprecher in Hörspielproduktionen.

Im Sommer 1997 stand Jürgen Watzke in der Titelrolle von Johann Wolfgang von Goethes Schauspiel Götz von Berlichingen auf der Bühne der Burgfestspiele Jagsthausen. Am Tag vor der Dernière verstarb er unerwartet im Alter von nur 45 Jahren.Schauspieler Michael Watzke, Berliner Kurier vom 18. August 1997, abgerufen am 23. September 2017

Filmografie 1977: Ein Katzensprung 1980: Archiv des Todes – Ein Mann wird gejagt 1984: Der zerbrochene Krug 1987: Wengler & Söhne 1988: Die Schauspielerin 1988: Kai aus der Kiste 1988: Die Entfernung zwischen dir und mir und ihr 1989: Die Galgenbrücke 1989: Narrenweisheit 1989: Die Besteigung des Chimborazo 1989: Der Tölpelhans 1990: Die Architekten 1990: Der Streit um des Esels Schatten 1991: Jugend ohne Gott 1992: Sherlock Holmes und die sieben Zwerge (5 Folgen als Wirt) 1992: Der Erdnußmann 1993: Unser Lehrer Doktor Specht (4 Folgen als Herr Menzel) 1993: Rosenemil 1994: Ich klage an 1994: Der Havelkaiser – Stapellauf 1994: Cornelius hilft – Postillon d’amour 1995: Faust – Der Clan des Drachen 1995: Halali oder Der Schuß ins Brötchen 1995: Der Clan der Anna Voss 1995: Polizeiruf 110 – Im Netz 1995: Polizeiruf 110 – Jutta oder Die Kinder von Damutz 1995: Prinz zu entsorgen 1996: Immer wieder Sonntag – Jedem eine Chance 1996: King of Evergreen 1997: Ein Mord für Quandt – Betrogene Betrüger 1997: mittendrin – Food Design 1997: Tatort – Eiskalt 1998: Die Wache – Alte Damen und andere Gefahren 1998: Liebling Kreuzberg – Schwer verdientes Geld

Hörspiele (Auswahl) 1987: Außerhalb von Schuld – Autor: Uwe Saeger – Regie: Horst Liepach 1987: Der Tag, die Nacht – Autor: Joachim Brehmer – Regie: Norbert Speer 1988: Gorbunok, das Wunderpferdchen – Autor: Pjotr Jerschow – Regie: Norbert Speer 1989: Ein verflixter Sonntag – Autor: Osvaldo Dragún – Regie: Beate Rosch 1989: Linda und der Lindwurm – Autor: Waltraud Meienreis – Regie: Peter Brasch 1990: Tom Sawyers Abenteuer – Autor: Mark Twain – Regie: Christa Kowalski 1990: Das alte Karussell – Autor: Robert Junge – Regie: Manfred Täubert 1991: Der Rubin – Autor: Friedrich Hebbel – Regie: Norbert Speer 1991: Zimmer 19 – Autoren: Ulrich Kiehl und Katrin Aehnlich – Regie: Christa Kowalski 1991: Die Hinrichtung – Autorin: Ljudmila Stefanowa Petruschewskaja – Regie: Peter Groeger 1992: Brikett Bardoof – Autor: Nikolai Koljada – Regie: Peter Groeger 1993: Die innere deutsche Stimme – Autor: Alexej Schipenko – Regie: Peter Groeger 1994: Die Verdammten – Autor: Alexander Sepljarskij – Regie: Peter Groeger 1995: Der König David Bericht – Autor: Stefan Heym – Regie: Fritsch Götz 1996: Rasmus und der Landstreicher – Autorin: Astrid Lindgren – Regie: Barbara Plensat

Literatur Wilhelm Kosch (Hrsg.): Deutsches Theaterlexikon. Band V. Uber – Weisbach. Seite 3002. De Gruyter, Berlin [u. a.]. Dezember 2000, ISBN 978-3-907820-40-7 (abgerufen über De Gruyter Online).

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