Ursula Palla (* 1961 in Chur, Schweiz) ist eine Schweizer Künstlerin. In ihren Videoarbeiten, Installationen und Skulpturen setzt sie sich mit dem Verhältnis von Natur, Kultur und Technik, Wirklichkeit und Künstlichkeit auseinander.
Leben und Werk Ursula Palla studierte von 1989 bis 1992 Zeichnung und Malerei an der F+F Schule für Kunst und Design in Zürich, wo sie anschließend bis 1999 Videokunst unterrichtete. Sie war Assistentin von Pipilotti Rist. Sie arbeitet als freie Künstlerin vor allem mit Videoinstallationen und stellt seit 1992 regelmäßig aus. 1994 war sie Mitbegründerin der Performancegruppe Cooperation Projekt X (cpx) in Zürichhttp://www.mediaartnet.org/kuenstler/cpx/biografie/, der sie bis 2002 angehörte.Ursula Palla, Website der F+F Schule für Kunst und Design, 2007 Sie lebt und arbeitet in Zürich.Ursula Palla, Portrait, (Video), 10. Juni 2012, ART-TV
Eine grundsätzliche Ambivalenz präge das Werk von Ursula Palla, so die Kunstkritikerin Angelika Affentranger-Kirchrath. «Einerseits gehört sie einer Künstlergeneration an, welche seit den 1990er-Jahren die illusionistischen Wirkungsprinzipien des Mediums Video affirmativ nutzen; gleichzeitig ist ihre Kunst von einer kritisch-konzeptuellen Vorgehensweise geprägt, die genau diese Verführungsmechanismen der Medienkultur als Täuschung entlarvt.»
Ausstellungen (Auswahl) Einzelausstellungen 2008 Strange Paradise, 14 Videoinstallationen aus den Jahren 2001 bis 2008, Bündner Kunstmuseum, ChurPeter de Jong: Ursula Palla lässt Idyllen zu Illusionen werden. In: Churer Magazin, 2008, S. 27. 2013 Die fünfte Jahreszeit, Museum Langmatt, Baden/CH in: Kunstbulletin, Oktober 2013. 2017 Black Flowers, Kunstmuseum BernKunstmuseum Bern, Ursula Palla Künstlergespräch mit Ursula Palla am 17. Juni im ArtTV 2018: Eingehängte Welten mit der Installation Karamellzimmer in Schloss Hallwyl und Video-Installation Ding-Unding auf Schloss Wildegg im Schweizer Kanton AargauRudolf Velhagen: Ursula Pallas "Eingehängte Welten" in den Schlössern Hallwyl und Wildegg. Zeitgenössische Kunst trifft auf historischen Rahmen. In: Argovia. Bd. 130, 2018, S. 184–187. 2022 Nowhereland, Bündner Kunstmuseum, Chur 2022 Like a Garden, Kunst(Zeug)Haus, Rapperswil-Jona
BeteiligungenArtfacts 2002: Durchzug, Kunsthalle Zürich 2006: Heimspiel, Kunstmuseum St. Gallen 2014: Nach der Natur, Stadtgalerie Saarbrücken 2015: Verzauberte Zeit, Hamburger Kunsthalle (Wanderausstellung)Jaho Schiff: Der Farb-Rausch-Lichtblick. In: TAZ, 17. März 2015. 2016: Teilnahme an der Art Basel
Ausstellungskataloge Strange Paradise. Bündner Kunstmuseum, Chur 2008. Die fünfte Jahreszeit. Im Dialog mit Meisterwerken des Impressionismus: Videos und Installationen von Ursula Palla. Herausgegeben vom Museum Langmatt. Scheidegger und Spiess, Baden/CH 2013, ISBN 978-3-85881-406-7. Whiteout. Bündner Kunstmuseum, Chur und Kunst(Zeug)Haus, Rapperswil-Jona 2022, ISBN 978-3-903 572-67-6.
Weblinks Website Ursula Palla
Ursula Palla bei Artfacts
Ursula Palla bei F+F 1971, online Archiv-Ausstellung zur Geschichte der F+F Schule
Einzelnachweise
Kategorie:Videokünstler (Schweiz) Kategorie:Bildender Künstler (Zürich) Kategorie:Schweizer Kategorie:Geboren 1961 Kategorie:Frau