Die Kuhn-Insel (; Ostrow Kuna) ist eine Insel des arktischen Franz-Josef-Lands. Administrativ gehört sie zur russischen Oblast Archangelsk.
Geographie Die größtenteils unvergletscherte Kuhn-Insel ist zwischen ihrem West- (Mys Golowina) und Ostkap (Mys Obrywisty, steiles Kap) knapp 8 km lang und in Nord-Süd-Richtung bis zu 5 km breit. Ihre Fläche beträgt etwa 17,5 km². Im Süden erstreckt sich eine über 2 km lange Halbinsel in südwestlicher Richtung, der ein Eiland, die Brosch-Insel, vorgelagert ist. Die größte Erhebung der Kuhn-Insel misst 228 m.Topographische Karte U-40-XXVIII,IXXX,XXX (Maßstab 1:200.000)
Die Insel befindet sich im Osten der zentralen Gruppe Franz-Josef-Lands (Zichy-Inseln). Im Südosten liegt im Abstand von 1,5 km die ebenfalls weitgehend unvergletscherte Kane-Insel. Beide Inseln sind durch den Sterneck-Sund von der größeren Greely-Insel im Süden getrennt. Westlich liegt die Payer-Insel, nördlich die Stoliczka-Insel und etwa 10 km nordöstlich die Becker-Insel.
Geschichte Die Österreichisch-Ungarische Nordpolexpedition entdeckte Franz-Josef-Land im August 1873. Auf der ersten Karte des Archipels ist die Kuhn-Insel bereits unter diesem Namen eingetragen.Julius Payer: Die österreichisch-ungarische Nordpol-Expedition in den Jahren 1872–1874, Alfred Hölder, Wien 1876. Originalkarte des Kaiser Franz Josef Landes Sie wurde von den Expeditionsteilnehmern jedoch nicht betreten, da deren Weg im April 1874 sie am Ostufer der Kane-Insel entlangführte. Julius Payer verschaffte sich einen Überblick, indem er am 17. April Kap Hellwald im Nordosten der Kane-Insel bestieg.Julius Payer: Die österreichisch-ungarische Nordpol-Expedition in den Jahren 1872–1874, Alfred Hölder, Wien 1876. S. 345 f. Die Kuhn-Insel wurde von Payer nach dem österreichischen Kriegsminister Franz Kuhn von Kuhnenfeld benannt, der die Expedition gefördert hatte.
Einzelnachweise
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