rechts|120px Die Liste der Baudenkmale in Stadthagen enthält die Baudenkmale der niedersächsischen Gemeinde Stadthagen und ihrer Ortschaften.

Grundlage der Denkmalliste Maßgebliche Grundlage der „Liste der Baudenkmale in Stadthagen“ ist das Verzeichnis, das das Niedersächsischen Landesamts für Denkmalpflege führt (Stand vom Februar 2017).Diese liegt noch nicht online vor, ist aber im Adabweb einsehbar.Denkmalviewer, Denkmalatlas Niedersachsen Noch im Verzeichnis vorhandene, mittlerweile abgerissene Gebäude werden weitergeführt, jedoch als abgerissen gekennzeichnet. Außerdem führt das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege eine Liste mit archäologischen Denkmalen in der Gemeinde Stadthagen.

Baudenkmale nach Ortsteilen Stadthagen

Bruchhof

Enzen

Habichhorst-Blyinghausen

Hobbensen

Hörkamp/Langenbruch

Krebshagen (Alt-)Krebshagen ist eines der letzten typischen Hagenhufen-Dörfer in Deutschland. Hagendörfer sind langgestreckte Dörfer, die durch Ansiedlungen an einem Weg entlang entstanden sind. So liegen die alten Gehöfte in Krebshagen durchweg an einer Straßenseite. Hinter den Anwesen verläuft meistens ein Bach, hier in Krebshagen der Krebshäger Bach, amtlich der „Krumme Bach“, der früher zur Trinkwasser- und (auch heute noch teilweise) zur Brauchwasserversorgung insbesondere auch für das Vieh diente. Die zugehörigen Ländereien, die Hufen, liegen beiderseits der Straße vor und hinter den Höfen.

Die Bauernhäuser baute man als Niederdeutsche Hallenhäuser mit großer Dieleneinfahrt (Dielentür) und abschließendem Wohnteil. Dadurch war es möglich, mit den Erntewagen in die Häuser zu fahren, um dann durch die Dachluke Stroh, Heu, Getreide usw. auf den Boden („Böhne“) zu bringen. Oftmals konnte man auch auf der anderen Seite des Hauses wieder hinausfahren. Rechts und/oder links neben der Diele waren oft die Ställe für das Vieh angeordnet. Das brachte im Winter Wärme ins Haus. An den Giebelseiten sind die Dächer als Halbwalm („Ham“) heruntergezogen und weisen die für das Schaumburger Land typische Rundungen (Rundgiebel) auf.

Krebshagen ist nach alten Aufzeichnungen durch Rodungen bereits vor 1319 entstanden (Wendthagen bzw. in alter Zeit auch „Wenethage“, unser Nachbardorf, ist um 1200 entstanden). Es wird vermutet, dass Wendthagen ausgehend vom Bruchhof, der wohl absolut ältesten Siedlung in unserer Umgebung, gegründet wurde. Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Erstbegründung von Krebshagen auch zu dieser Zeit, also vor 1319, stattfand. Einzelnen Siedlern wurden damals Flächen zur Urbarmachung zugewiesen. Der Name des Dorfes hat sich im Laufe der Zeit verändert: Um 1319 schrieb man „Cropeshagen“, 1382 „Crepeshagen“, 1410 „Crepeshaghen“, 1457 „Krepeshagen“, 1550 „Krepshagenn“, 1608 wieder „Krepeshagen“, 1671 „Kreibshagen“, 1696 „Krepshagen“ und heute „Krebshagen“.

Probsthagen

Reinsen-Remeringhausen

Wendthagen/Ehlen

Literatur Friedrich Bartels: Stadthagen – Einst und jetzt. Historische Arbeitsgemeinschaft für Schaumburg, Rinteln 1972 Karlheinz Poll und Friedrich-Wilhelm Welge: Stadthagen – Eine Stadt in Bildern. Stadthagen 1973 Wilhelm Weiland: Die alten Häuser in Stadthagen – früher und heute. Rinteln und Stadthagen 1981

Weblinks

Niedersächsischer Denkmalatlas stadthagen.de weserrenaissance-stadthagen.de – Infos zu Kunst und Künstlern der Renaissance in Stadthagen

Einzelnachweise

Stadthagen