Cuno von Bodenhausen (* 7. Juli 1852 in Witzenhausen; † 26. Oktober 1931 in Polling) war ein deutscher Historien- und Genremaler.
Leben Bodenhausens Eltern waren der kurfürstlich hessische Forstmeister und fürstlich hanau. Forstrat Bodo von Bodenhausen (1822–1905) und dessen Ehefrau Friedrike Wallmann (1821–1884), Tochter des Johann Wallmann und der Sophie Fuhrke. Der Vater war mit seinem Bruder Kuno von Bodenhausen (1823–1872) Mitbesitzer des Gutes Witzenhausen. Der Großvater Friedrich von Bodenhausen (1794–1851) war Gutsherr auf Witzenhausen. Die Tante Agnes von Bodenhausen war mit dem Fideikommissherrn und kgl. preuß. Geheimen Regierungsrat William von Bischoffshausen-Bischoffshausen verheiratet. Die Vorfahren bedienten sich teils unbeanstandet des Freiherrentitels, wie die freiherrliche Anverwandtschaft, der Zweig Arnstein der Bodenhausen gehört aber genealogisch selbst zum konventionellen Uradel. Er hatte eine ältere Schwester Agnes (21. März 1849), die mit William von Bischoffshausen verheiratet war.
In Prag absolvierte von Bodenhausen das Gymnasium und nahm dort gegen Ende der 1860er Jahre Malunterricht bei Alois Kirnig. Ab dem 15. November 1871 studierte er in der Antikenklasse der Münchner Kunstakademie bei Wilhelm von Lindenschmitt Malerei.Eintrag im Matrikelbuch der A. d. B. K. München.
1877 machte von Bodenhausen in München mit dem Bild Mignon und der HarfnerDeutsche Digitale Bibliothek / Freies Deutsches Hochstift / Frankfurter Goethe-Museum: Mignon und der Harfner, München 1877. auf sich aufmerksam. Die gefühlsseligeren seiner Bilder trafen den Geschmack der Zeit.Kunstberichte über den Verlag der Photographischen Gesellschaft in Berlin. III. Jahrgang 1890/91. No. 1-1. Oktober, Julius Sittenfeld-Kunstverlag (Selbstverlag), Berlin 1890, S. 11 (google.de). Er fertigte überwiegend Historienbilder und Illustrationen für Märchen und Lieder an. Von Bodenhausen hielt sich für einige Zeit in Rom auf und ließ sich schließlich in Polling bei Weilheim nieder.
Familie Von Bodenhausen heiratete am 16. Februar 1881 Therese Streicher, Tochter eines Klostergutbesitzers, mit der er eine Tochter hatte. Alexandra Marie Friederike von Bodenhausen (6. Dezember 1881 – 1966) ⚭ 1909 mit Gudio Strobele [von] Wangendorf, auch Strobele-Wangendorf (2. Januar 1883 – 7. Januar 1960), Jurist, Honorarprofessor und Präsident des Obersten Gerichtshofes für ÖsterreichUniversität Wien (Hrsg.): Strobele-Wangendorf, Guido (02.01.1883-07.01.1960; Handels- u. Wechselrecht); Stand 1954. Heinrich Strobele (31. Dezember 1915 – 3. September 1993) wurde Schauspieler
Werke (Auswahl) mini|hochkant|Das Märchen 1883 1877: Mignon und Harfner 1879: Virginia, entseelt am Gestade liegend Hero und Leander 1883: Margarete (Faust, 1. Akt) 1883: Das Märchen 1884: Frühlingsglaube 1885: Nydia (Nach Edward Bulwer-Lyttons Roman Die letzten Tage von Pompeji) 1887: Das Lied Der Glaube 1888: Die Hoffnung 1889: Vision
Literatur
Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Der in Deutschland eingeborene Adel (Uradel). 1900. Jg. 1, Justus Perthes, Gotha Januar 1900, S. 92–93 (digital.ulb.hhu.de) Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Deutscher Uradel. 1922. Jg. 23, Justus Perthes, Gotha 1921, S. 108–109 ().
Herrmann A. L. Degener (Hrsg.): Who’s Who in Germany. Wer ist’s? V. Ausgabe, G. E. Stechert & Co. New York, Selbstverlag, Leipzig 1911, S. 132 (google.de). Walter von Hueck, Erik Amburger, Friedrich Wilhelm Euler, Johann Georg von Rappard: Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser. A (Uradel). 1973. Band XII, Band 55 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke, Limburg an der Lahn 1973, , S. 59 f. Horst Ludwig: Bodenhausen, Cuno Freiherr von. In: Horst Ludwig (Hrsg.): Münchner Maler im 19. Jahrhundert. Band 1, Verlag F. Bruckmann, München 1981, S. 109 f.
Weblinks
Eintrag beim RKD
Einzelnachweise
Kategorie:Maler (München) Kategorie:Person (Witzenhausen) Cuno Cuno Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1852 Kategorie:Gestorben 1931 Kategorie:Mann