Die Playoffs um den Stanley Cup des Jahres 1984 begannen am 4. April 1984 und endeten am 19. Mai 1984 mit dem 4:1-Erfolg der Edmonton Oilers über die New York Islanders. Nachdem die Oilers im Vorjahr noch mit 0:4 unterlegen gewesen waren, entschieden sie die Neuauflage der letztjährigen Finalpaarung für sich und gewannen somit bei ihrer zweiten Endspielteilnahme ihren ersten Stanley Cup. Zugleich beendeten sie die Ära der Islanders, die zuvor vier Stanley-Cup-Erfolge in Serie feiern konnten und in dieser post-season mit der 19. in Folge gewonnenen Playoff-Serie einen bis heute gültigen Rekord aufstellten. Allerdings markieren die Playoffs 1984 auch die vorerst letzte Finalteilnahme der Islanders (Stand: Playoffs 2025). Edmonton hingegen begründete mit dem Sieg seine eigene Dynastie, in der das Team in den folgenden sieben Jahren fünf Titel gewinnen sollte. Außerdem stellten sie in ihrem Mannschaftskapitän Wayne Gretzky den Topscorer sowie in Mark Messier den mit der Conn Smythe Trophy ausgezeichneten Most Valuable Player der post-season.

Während die letzte Neuauflage eines Finals nur sechs Jahre zurücklag (1978: Montréal und Boston), dauerte es in der Folge 25 Jahre, bis ebendies erneut geschah (2009: Pittsburgh und Detroit).

Modus Nachdem sich aus jeder Division die vier punktbesten Teams qualifiziert haben, starten die im K.-o.-System ausgetragenen Playoffs. Dabei trifft der jeweilige Erste auf den Vierten und der Zweite auf den Dritten einer jeden Division, sodass in den ersten zwei Runden die Divisionssieger ausgespielt werden. Diese treten in der Folge im Conference-Finale um den Einzug ins Stanley-Cup-Finale an.

Die Serien der ersten Runde werden im Best-of-Five-, die Serien aller folgenden Runden im Best-of-Seven-Modus ausgespielt, das heißt, dass ein Team ab der zweiten Runde vier Siege zum Weiterkommen benötigt; in der ersten Runde drei. Das höher gesetzte Team hat dabei in den ersten beiden Spielen Heimrecht, die nächsten beiden das gegnerische Team. Sollte bis dahin kein Sieger aus der Runde hervorgegangen sein, wechselt das Heimrecht von Spiel zu Spiel. So hat die höher gesetzte Mannschaft in den Spielen 1, 2, 5 und 7, also vier der maximal sieben Spiele, einen Heimvorteil. In den Stanley-Cup-Finals der Playoffs 1984 und 1985 wurde von diesem 2-2-1-1-1-Modus allerdings abgewichen und stattdessen nach einem 2-3-2-Rhythmus gespielt. Der Sieger der Prince of Wales Conference wird mit der Prince of Wales Trophy ausgezeichnet und der Sieger der Campbell Conference mit der Clarence S. Campbell Bowl.

Bei Spielen, die nach der regulären Spielzeit von 60 Minuten unentschieden bleiben, folgt die Overtime. Sie endet durch das erste erzielte Tor (Sudden Death).

Qualifizierte Teams Prince of Wales Conference Adams Division (A1) (A2) (A3) (A4)

Patrick Division (P1) (P2) (P3) (P4) Clarence Campbell Conference Norris Division (N1) (N2) (N3) (N4)

Smythe Division (S1) (S2) (S3) (S4)

Playoff-Baum

Division-Halbfinale Prince of Wales Conference (A1) Boston Bruins – (A4) Canadiens de Montréal

(A2) Buffalo Sabres – (A3) Nordiques de Québec

(P1) New York Islanders – (P4) New York Rangers

(P2) Washington Capitals – (P3) Philadelphia Flyers

Clarence Campbell Conference (N1) Minnesota North Stars – (N4) Chicago Black Hawks

(N2) St. Louis Blues – (N3) Detroit Red Wings

(S1) Edmonton Oilers – (S4) Winnipeg Jets

(S2) Calgary Flames – (S3) Vancouver Canucks

Division-Finale Prince of Wales Conference (A3) Nordiques de Québec – (A4) Canadiens de Montréal

(P1) New York Islanders – (P2) Washington Capitals

Clarence Campbell Conference (N1) Minnesota North Stars – (N2) St. Louis Blues

(S1) Edmonton Oilers – (S2) Calgary Flames

Conference-Finale Prince of Wales Conference (A4) Canadiens de Montréal – (P1) New York Islanders

Clarence Campbell Conference (S1) Edmonton Oilers – (N1) Minnesota North Stars

Stanley-Cup-Finale (P1) New York Islanders – (S1) Edmonton Oilers

Stanley-Cup-Sieger Stanley-Cup-Sieger 80px|Logo der Edmonton Oilers Edmonton OilersTorhüter: Grant Fuhr, Andy Moog

Verteidiger: Paul Coffey, Lee Fogolin, Randy Gregg, Charlie Huddy, Don Jackson, Kevin Lowe

Angreifer: Glenn Anderson, Pat Conacher, Wayne Gretzky (C), Pat Hughes, Dave Hunter, Jari Kurri, Willy Lindström, Ken Linseman, Dave Lumley, Kevin McClelland, Mark Messier, Jaroslav Pouzar, Dave Semenko

Cheftrainer: Glen Sather  General Manager: Glen Sather

Beste Scorer Abkürzungen: GP = Spiele, G = Tore, A = Assists, Pts = Punkte, +/− = Plus/Minus, PIM = Strafminuten; Fett: Bestwert Spieler Team GP G A Pts +/− PIM Wayne Gretzky Edmonton 19 13 22 35 +18 12 Jari Kurri Edmonton 19 14 14 28 +9 13 Mark Messier Edmonton 19 8 18 26 +9 19 Paul Coffey Edmonton 19 8 14 22 +18 21 Clark Gillies NY Islanders 21 12 7 19 +2 19 Mike Bossy NY Islanders 21 8 10 18 +5 4 Paul Reinhart Calgary 11 6 11 17 +9 2 Glenn Anderson Edmonton 19 6 11 17 +6 33 Pat Flatley NY Islanders 21 9 6 15 +7 14 Ken Linseman Edmonton 19 10 4 14 +7 65 Charlie Huddy von den Edmonton Oilers erreichte ebenfalls eine Plus/Minus-Statistik von +18.

Beste Torhüter Die kombinierte Tabelle zeigt die jeweils drei besten Torhüter in den Kategorien Gegentorschnitt und Fangquote sowie die jeweils Führenden in den Kategorien Shutouts und Siege.

Abkürzungen: GP = Spiele, Min = Eiszeit (in Minuten), W = Siege, L = Niederlagen, GA = Gegentore, SO = Shutouts, Sv% = gehaltene Schüsse (in %), GAA = Gegentorschnitt; Fett: Bestwert; Sortiert nach Gegentorschnitt. Erfasst werden nur Torhüter mit 180 absolvierten Spielminuten. Spieler Team GP Min W L GA SO Sv% GAA Steve Penney Montréal 15 870:31 9 6 32 3 91,0 2,21 Greg Stefan Detroit 3 208:03 1 2 8 0 90,7 2,31 Pat Riggin Washington 5 229:41 1 3 9 0 88,7 2,35 Mike Liut St. Louis 11 712:32 6 5 29 1 92,0 2,44 Glen Hanlon NY Islanders 5 229:41 2 3 13 1 92,2 2,53 Billy Smith NY Islanders 21 1188:11 12 8 54 0 90,5 2,73 Grant Fuhr Edmonton 16 883:44 11 4 44 1 91,1 2,99

Weblinks Stanley-Cup-Playoffs 1984. hockey-reference.com Alle Boxscores der Playoffs (PDF; 1,2 MB) bigmouthsports.com

#1984 Kategorie:Eishockeyveranstaltung 1984