Panthenylethylether, genauer (R)-Panthenylethylether, wird sowohl in der Kosmetikindustrie als auch in der Arzneimittelindustrie verwendet. Hierbei handelt es sich um einen Ether aus (R)-Panthenol und Ethanol. Wenn in diesem Artikel oder in der wissenschaftlichen Literatur Panthenylethylether ohne stereochemisches Präfix erwähnt wird, ist in der Regel (R)-Panthenylethylether gemeint.

Verwendung links|300px|mini|Inhaltsstoffe von Shampoo 2016 waren in der VCRP (Voluntary Cosmetic Registration Program) Daten von der FDA (Food and Drug Administration in den USA) 362 Produkte gelistet, die den Wirkstoff Panthenylethylether beinhalteten. Die maximale verwendete Konzentration für Leave-on-Produkte (Wirkstoffe, die auf der Haut verbleiben, zum Beispiel Bodylotions) betrug 2 % in Foundation.W. F. Bergfeld, D. V. Belsito und Co.: Safety Assessment of Panthenol, Pantothenic Acid, and Derivatives as Used in Cosmetics. Cosmetic Ingredient Review, Washington DC, 2017, eingesehen am 13. September 2017, PDF S. 13.

Panthenylethylether kann zur Behandlung von sekundär infizierten, verunreinigten oder älteren Wunden sowie zur Verhinderung der Bildung von überschüssigem Narbengewebe bei Menschen und Tieren verwendet werden. Es besitzt dieselben Eigenschaften wie das Provitamin B5 (Panthenol), darüber hinaus ist es in der Lage, eine lipophile Suspension zu bilden, in der proteolytische Enzyme integriert werden können. Beispiel von möglichen Enzymen sind Trypsin oder Chymotrypsin.

Biologische Wirkung Panthenylethylether wird über die Haut aufgenommen und in Pantothensäure umgewandelt. Im Blut wird (R)-Pantothensäure (Vitamin B5) in Coenzym A umgewandelt. Sollte die Konzentration von Pantothensäure im Blut trotzdem steigen, wird der Stoffwechsel angeregt und die Säure wird über die Nieren ausgeschieden.K. Lang, O. F. Ranke: Stoffwechsel und Ernährung. Springer Verlag, Berlin 1950, ISBN 978-3-642-92545-0, S. 228f.H. W. Altmann, F. Büchner, E. Letterer: Handbuch der ersten Pathologie: erster Teil Ernährung. Springer Verlag, Berlin 1962, ISBN 978-3-662-28643-2, S. 683.

Einzelnachweise

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