Gumpertsmühle (mainfränkisch: GumbadsmühlW. D. Ortmann: Landkreis Scheinfeld, S. 64. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „gúmbədsmǖl“.) ist ein Gemeindeteil der Stadt Iphofen im unterfränkischen Landkreis Kitzingen. Gumpertsmühle liegt in der Gemarkung Iphofen.
Geografische Lage Die Einöde liegt auf freier Flur am Sickersbach. Beim Anwesen steht ein Baum, der als Naturdenkmal ausgezeichnet ist. Ein Anliegerweg führt 200 Meter östlich zur Staatsstraße 2420, die südlich zur Bundesstraße 8 bzw. nördlich nach Rödelsee verläuft.
Geschichte Erstmals erwähnt wurde die Gumpertsmühle, die ihren Namen wohl von dem damaligen Müller erhielt, im Jahr 1603. Damals saß Hanns Müller als Bestandsmüller auf der „Gumpertsmühl“. Wahrscheinlich war die Mühle ein Betrieb der Stadt Iphofen, die diese an Pächter für einige Jahre vergab. Im Jahr 1623 besaß Valentin Emmerich die Mühle und wurde „Gumpertsmüller“ genannt. Zehn Jahre später, 1633, entrichtete Müller Martin Dorsch in Iphofen Bürgergeld.
Vielleicht kam die Mühle in der Folgezeit in die Hände der Zisterziensermönche aus dem Kloster Ebrach, da im Jahr 1653 der Kastner des Ebracher Klosterhofs in Iphofen, Martin Welschen, als Müller der Gumpertsmühle nachgewiesen ist. 1835 wurde die Gumpertsmühle als Mahl- und Schneidmühle bezeichnet. Sie soll damals dem Spital St. Johannes und der Stadt Iphofen gehört haben.W. D. Ortmann: Landkreis Scheinfeld, S. 64.
Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde Gumpertsmühle dem Steuerdistrikt Iphofen und der Munizipalgemeinde Iphofen zugeordnet.
Ehemaliges Baudenkmal Mühlengebäude: Langgestreckter Bau, wohl zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts, mit Halbwalmdach. Erdgeschoss aus Gipssteinen; Obergeschoss Fachwerk mit wandhohen Streben. Westgiebel aus Sandsteinquadern im 19. Jahrhundert errichtet. Unterschlächtiges Wasserrad. Östliche Rampe mit Felsenkeller.G. Hojer: Landkreis Scheinfeld, S. 85. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 9 4 6 8 1 7 3 6 0 8HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 1 1 1 1 1 1 1 1Quelle
Religion Gumpertsmühle ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Vitus (Iphofen) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Kitzingen Kategorie:Ortsteil von Iphofen Kategorie:Wassermühle im Landkreis Kitzingen Kategorie:Ersterwähnung 1603 Kategorie:Bauwerk in Iphofen Kategorie:Mühle in Europa