Das Violettkehl-Glanzschwänzchen (Metallura baroni) oder Purpurkehl-Glanzschwänzchen ist eine Vogelart aus der Familie der Kolibris (Trochilidae). Die Art hat ein kleines Verbreitungsgebiet im südamerikanischen Land Ecuador. Der Bestand wird von der IUCN als „stark gefährdet“ (Endangered) eingestuft.

Merkmale mini|Violettkehl-Glanzschwänzchen illustriert von John Gerrard Keulemans Das Violettkehl-Glanzschwänzchen erreicht eine Körperlänge von etwa 8 cm, wobei der kurze gerade Schnabel 1,3 cm ausmacht. Die Oberseite des Männchens schimmert bronzegrün. Hinter dem Auge befindet sich ein kleiner weißer Fleck. Der Hals und die Brust glitzern violett, gelegentlich von undeutlichen dunkleren Flecken bedeckt. Der Rest der Unterseite schimmert grün. Der Schwanz ist auf der Oberseite purpurn bis blau bronzefarben, auf der Unterseite glitzernd grün. Das Weibchen ist ähnlich gefärbt, aber auf der Unterseite etwas mehr gelbbraun geschuppt. Die Kehle ist weniger violett gefärbt als beim Männchen.Robert Sterling Ridgely u. a. (2001b), S. 286.

Lebensweise Meist ist das Violettkehl-Glanzschwänzchen allein unterwegs. Es bewegt sich in den unteren Straten, gelegentlich sogar am Boden. Oft sitzt es auf Zweigen, die relativ bodennah sind. Bei der Nektaraufnahme klammert es sich an die Blüten. Zu den Pflanzen, die es anfliegt, gehören die Gattungen Duranta, Macleania, Tristerix und Castilleja.Jon Fjeldså u. a., S. 282.

Verbreitung und Lebensraum mini|Verbreitungsgebiet des Violettkehl-Glanzschwänzchens Man sieht das Violettkehl-Glanzschwänzchen selten bis relativ häufig an den Rändern von Bergwäldern, inklusive von Polylepis dominierter Gebiete. Des Weiteren kommt es an den Westhängen der Anden der Provinz Azuay in buschiger Páramo-Vegetation vor. Am häufigsten ist es im Nationalpark Cajas westlich von Cuenca verbreitet. Beobachtungen gab es auch in Sekundärvegetation im Kanton Oña im Süden von Azuay, die von Erlen dominiert wird. Die meisten Berichte über das Violettkehl-Glanzschwänzchen stammen aus Höhenlagen von 3100 bis 3700 Metern.Robert Sterling Ridgely u. a. (2001a), S. 380.

Etymologie und Forschungsgeschichte Osbert Salvin beschrieb das Violettkehl-Glanzschwänzchen unter dem heutigen Namen Metallura baroni. Das Typusexemplar stammte aus der Nähe von Cuenca und wurde von Oscar Theodor Baron (1847–1927) gesammelt,Osbert Salvin, S. 49. dem das Artepitheton gewidmet ist.Osbert Salvin, S. 50. Die Gattung Metallura war 1849 von John Gould eingeführt worden.John Gould (1849), S. 94.Gould ordnete der Gattung folgende Arten zu: Trochilus cupreocauda, ein Synonym für das Schwarzbauch-Glanzschwänzchen Metallura phoebe ( & , 1839), Trochilus aeneocauda, ein Synonym für das Schuppenbauch-Glanzschwänzchen Metallura aeneocauda (, 1846), Trochilus alardi, eigentlich Ornismya Allardi (, 1839), ein Synonym für das Smaragdkehl-Glanzschwänzchen, Trochilus smaragdinicollis, ein Synonym für Metallura tyrianthina smaragdinicollis ( & , 1838), und Trochilus Williami, ein Synonym für das Grüne Glanzschwänzchen Metallura williami ( & , 1846). Das Wort Metallura leitet sich von den griechischen Wörtern für „Metall“ und für „Schwanz“ ab.James A. Jobling S. 252

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Anmerkungen

Kategorie:Kolibris Kategorie:Endemisches Tier Ecuadors